MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Trump-Drohung drückt Airlines und Autos


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DOW JONES--Mit Abgaben sind die europäischen Aktienmärkte am Montag in die neue Handelswoche gestartet. Erneut drücken Ankündigungen aus den USA auf die Weltwirtschaft. Der DAX fällt um 1 Prozent auf 23.564 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um ebenfalls um 1,0 Prozent nach auf 5.868 Punkte. Wegen des erneuten Sprungs im Ölpreis über die 100-Dollar-Marke sind Fluglinien und Autos die Hauptverlierer.

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Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende sind ohne Ergebnis beendet worden. Konkrete Gründe für das Scheitern der US-Iran-Friedensgespräche wurden allerdings nicht genannt. Die US-Marine soll nun ab Montag 16:00 Uhr MESZ die Straße von Hormus blockieren. Getroffen davon werden vor allem ölabhängige Kunden in Asien. Deutschland bekommt rund 6 Prozent seines Bedarfs über diesen Weg.

Allerdings gibt es noch Hoffnung: Wie die ING beobachtet, sind die Ölpreise trotz der eskalierenden Spannungen um Hormus nicht weiter gestiegen. Dies spiegele wahrscheinlich ein diplomatisches Engagement wider, eine größere Eskalation zu vermeiden.

Die Tragweite dieser Entscheidung sei aber viel größer als nur für den Ölmarkt, heißt es im Handel. Denn die US-Politik sei mit Logik nicht mehr in den Griff zu bekommen: "Erst wollen wir die Strasse von Hormus unbedingt freikriegen - dann blockiern wir sie sogar selbst", sagt ein Händler. Die Börsen könnten nun nicht mehr abschätzen, woher das nächste Risiko komme, daher werde alles teurer gepreist. Entsprechend bereiteten sich die Märkte auf einen globalen Inflationsschub vor.

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Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise vom Freitag kletterten auf 3,3 nach 2,4 Prozent im Jahresvergleich nach oben. Grund war der starke Anstieg der Ölpreise, eine Gallone Benzin verteuerte sich im März um rund 40 Prozent gegenüber Ende Februar, wie Thomas Gitzel von der VP Bank unterstreicht. Dazu verteuern sich auch die US-Kredite enorm: Die 10-jährige US-Rendite stieg wegen des erwarteten Inflationsschocks auf 4,35 Prozent.

Die Ängste vor einem Energieschock und beschleunigter Inflation haben in Japan die Rendite der Staatsanleihen fast auf ein 30-Jahreshoch getrieben. Die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen stieg laut Datenanbieter Quick auf 2,490 Prozent und damit den höchsten Stand seit Juni 1997. Viele Investoren erwarten, dass die Bank of Japan die Zinsen bereits in diesem Monat anhebt, um zu verhindern, dass höhere Energiepreise die fragile wirtschaftliche Erholung des Landes gefährden.

Mit Spannung blicken Investoren nun auf die am Montag beginnende US-Berichtssaison für das erste Quartal. Mit Ergebnissen in dieser Woche von Goldman Sachs, Blackrock und JP Morgan. Interessant dürften vor allem deren Ausblicke werden und in wie weit sie auf Inflationsrisiken hinweisen.

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Airlines und Autos unter Druck

Unter Druck stehen besonders die Fluglinien. Für Lufthansa, Easyjet und Air France-KLM geht es um bis zu 3,9 Prozent nach unten. IAG und Ryanair fallen um bis zu 2,7 Prozent. Die Aktien von Reisveranstalter Tui geben um 3,4 Prozent nach. Nicht nur der aktuelle Ölpreis-Sprung belastet die Branche. "Das planvolle Hedging sichert zwar sehr gut gegen solche Event-Spitzen, die Sorgen steigen aber nun, dass ein langfristiger Anstieg des Energiepreis-Niveaus bevorsteht", sagt ein Händler. Damit könnten die Kosten der Airlines dauerhaft steigen, daher die Kursverluste. Dazu wird bei Lufthansa schon wieder gestreikt.

Lufthansa stehen zudem mit erneuten Arbeitsniederlegungen weiter im Fokus, denn nach dem Streik des Kabinenpersonals in der vergangenen Woche streiken am Montag und Dienstag nun die Piloten. Es fallen wieder Hunderte von Flügen aus.

Auch Autoaktien leiden unter dem Ölanstieg. "Gerade erst die Kehrtwende in Richtung Verbrenner und dann explodieren da die Preise", so ein Händler. Entsprechend verlieren BMW, Mercedes-Benz 1,5 Prozent und VW bis zu 1,6 Prozent.

Der einzige Sektor im Plus sind die Energiewerte als Krisengewinner mit 0,1 Prozent Aufschlag.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.867,52 -1,0 -58,59 5.926,11 1,3

Stoxx-50 5.071,55 -0,7 -36,61 5.108,16 3,1

DAX 23.563,94 -1,0 -240,01 23.803,95 -3,8

MDAX 29.993,17 -1,3 -389,11 27.039,42 -2,0

TecDAX 3.484,56 -1,3 -47,05 3.091,28 -3,8

SDAX 17.115,13 -0,8 -142,50 13.062,07 -0,3

CAC 8.182,58 -0,9 -77,02 8.259,60 0,4

SMI 13.111,05 -0,6 -72,23 13.183,28 -1,2

ATX 5.769,36 -0,8 -44,32 5.813,68 8,3

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr

EUR/USD 1,1696 -0,2 -0,0023 1,1719 1,1709

EUR/JPY 186,74 +0,0 0,0200 186,72 185,8600

EUR/CHF 0,9237 -0,1 -0,0013 0,9250 0,9232

EUR/GBP 0,871 +0,0 0,0002 0,8708 0,8707

USD/JPY 159,64 +0,2 0,3500 159,29 158,7400

GBP/USD 1,3426 -0,2 -0,0032 1,3458 1,3445

USD/CNY 6,8333 +0,1 0,0055 6,8278 6,8314

USD/CNH 6,8322 +0,1 0,0069 6,8253 6,8280

AUS/USD 0,7056 -0,1 -0,0004 0,706 0,7085

Bitcoin/USD 70.796,03 -0,8 -561,42 71.357,45 71.854,26

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 103,49 +7,2 6,92 96,57

Brent/ICE 101,71 +6,8 6,51 95,20

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.728,89 -0,4 -18,60 4.747,49

Silber 74,54 -1,8 -1,33 75,88

Platin 2.045,30 +0,0 0,15 2.045,15

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 13, 2026 03:52 ET (07:52 GMT)

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29.06.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
29.06.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.
27.06.26 Volkswagen (VW) vz Outperform RBC Capital Markets