MÄRKTE USA/Aktien auf Erholungskurs - Verlängerte Waffenruhe beruhigt


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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nachdem US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der eigentlich am Mittwoch endenden Waffenruhe mit dem Iran verkündet hat, macht sich an den US-Börsen wieder mehr Risikobereitschaft breit. Am Vortag hatte sich die Stimmung noch eingetrübt, nachdem US-Vizepräsident JD Vance seine Pläne für eine Reise nach Pakistan zu Friedensgesprächen auf Eis gelegt hatte und auch seitens des Iran keine Bereitschaft zu erkennen war, die Gespräche wieder aufzunehmen.

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"Die Verlängerung des derzeitigen Waffenstillstands durch Präsident Trump hat das Risiko einer unmittelbaren Eskalation verringert, aber die allgemeinen Aussichten unsicher gelassen", kommentiert DHF-Analyst Bas Kooijman die neue Lage. Die fortgesetzte Schließung der Straße von Hormus lasse die Störungen der Energieversorgung fortbestehen, was weiterhin Inflations- und Wachstumsrisiken bergen könnte, so Kooijman.

Der Dow-Jones-Index zeigt sich zur Mittagszeit 0,6 Prozent fester bei 49.462 Punkten. Der S&P-500 und die technologielastigen Nasdaq-Indizes ziehen noch stärker, um bis zu 1,4 Prozent an. Am Anleihemarkt bleiben die Renditen erhöht. Die zehnjährige US-Rendite steigt um 1 Basispunkt auf 4,30 Prozent. Der Dollar zieht leicht an, der Euro geht mit 1,1711 Dollar um. Der Goldpreis erholt sich minimal vom Rücksetzer am Vortag, die Feinunze legt um 14 Dollar auf 4.726 Dollar zu.

Wie fragil die Lage in Nahost ist, wird derweil am Ölmarkt deutlich. Die Rohölpreise steigen trotz der verlängerten Waffenruhe. Zum einen ist die Straße von Hormus weiter gesperrt, von den USA und vom Iran, zum anderen werden Beschüsse von Schiffen gemeldet, die die Wasserstraße passieren wollten. Brent-Öl verteuert sich um 3,3 Prozent auf 101,75 Dollar.

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Am Aktienmarkt stoßen die Erstquartalszahlen von Boeing auf ein positives Echo, der Kurs zieht um 4,7 Prozent an. Das Geschäft mit Verkehrsflugzeugen hat sich verbessert, der Quartalsverlust verringerte sich deutlicher als erwartet.

GE Vernova schießen um 11,7 Prozent nach oben. Der Stromerzeuger und Netzexperte hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben, nachdem er im ersten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnete.

AT&T verlieren 1,1 Prozent. Der freie Cashflow des Telekommunikationskonzerns ist im Zuge von Investitionen in den Glasfaserausbau gesunken.

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United Airlines kommen um über 6 Prozent zurück. Die Fluggesellschaft hat zwar die Gewinnerwartungen der Analysten für das erste Quartal übertroffen, den Ausblick mit Verweis auf steigende Kerosinkosten aber gesenkt.

Philip Morris International hat einen höheren Umsatz verbucht, der von einem besonders starken Wachstum im rauchfreien Geschäft getragen wurde. Der Kurs des Tabakkonzerns legt um 6,6 Prozent zu.

Nicht gut kommen Medienberichte über ein mögliches Zusammenlegen des Aktienkapitals von Deutsche Telekom und der Tochter T-Mobile US zu einem gemeinsamen Konzern an. T-Mobile US verlieren 3,73 Prozent. Analysten sehen erhebliche regulatorische Hürden und betonen, dass es offenbar vor allem darum gehe, den Bewertungsabschlag der T-Aktie zur US-Tochter zu beseitigen. Im Handel heißt es außerdem, US-Aktionäre dürften eine reine US-Investition einem Zusammenschluss mit Europa vorziehen.

Adobe gewinnen 3,9 Prozent, der Softwarekonzern hat ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 25 Milliarden Dollar aufgelegt. Die Apple-Aktie erholt sich um 2,5 Prozent und macht das Vortagesminus in Reaktion auf den am 1. September anstehenden Führungswechsel wieder wett.

Avis Budget beenden mit einem Minus von 14,4 Prozent vorläufig den jüngsten spektakulären Höhenflug. Der Aktienkurs des Autovermieters hat sich im vergangenen Monat mehr als versechsfacht, angetrieben von einem massiven sogenannten "Short Squeeze".

Teleflex reagieren mit einem Plus von knapp 9 Prozent auf einen Bloomberg-Bericht, wonach die Finanzinvestoren CVC Capital und GTCR ein Übernahmeangebot für den Medizintechnikhersteller abgegeben haben sollen.

Vertiv verbilligen sich um 4,3 Prozent. Der Anbieter von Rechenzentrumsinfrastruktur und wichtige Nvidia-Partner meldete Gewinne und Umsätze, die die Schätzungen der Wall Street knapp übertrafen. Im Handel wird auf im Vorfeld offenbar noch höhere Erwartungen verwiesen.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 49.462,11 +0,6 +312,73 49.149,38

S&P-500 7.121,64 +0,8 +57,63 7.064,01

NASDAQ Comp 24.572,19 +1,3 +312,23 24.259,96

NASDAQ 100 26.839,03 +1,4 +359,56 26.479,47

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,80 +0,02 3,80 3,75

5 Jahre 3,92 +0,01 3,92 3,88

10 Jahre 4,30 +0,01 4,30 4,26

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 19:02

EUR/USD 1,1711 -0,3 -0,0031 1,1742 1,1741

EUR/JPY 186,8 -0,2 -0,3300 187,13 187,2400

EUR/CHF 0,9175 +0,1 0,0007 0,9168 0,9168

EUR/GBP 0,8674 -0,2 -0,0017 0,8691 0,8697

USD/JPY 159,49 +0,1 0,1200 159,37 159,4600

GBP/USD 1,3498 -0,1 -0,0008 1,3506 1,3494

USD/CNY 6,8275 +0,1 0,0067 6,8208 6,8208

USD/CNH 6,8312 +0,1 0,0034 6,8278 6,8272

AUS/USD 0,7156 +0,1 0,0005 0,7151 0,7150

Bitcoin/USD 79.109,96 +4,5 3.368,28 75.741,68 75.799,81

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 93,45 +4,2 3,78 89,67

Brent/ICE 101,75 +3,3 3,27 98,48

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.725,79 +0,3 14,12 4.711,67

Silber 77,78 +1,4 1,08 76,70

Platin 2.072,49 +1,8 35,70 2.036,79

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/mgo

(END) Dow Jones Newswires

April 22, 2026 12:43 ET (16:43 GMT)

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02.07.26 Deutsche Telekom Overweight Barclays Capital
30.06.26 Deutsche Telekom Buy UBS AG
02.06.26 Deutsche Telekom Buy UBS AG
19.05.26 Deutsche Telekom Buy Goldman Sachs Group Inc.
18.05.26 Deutsche Telekom Overweight JP Morgan Chase & Co.