MÄRKTE USA/Anleger an Wall Street auf Richtungssuche


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NEW YORK (Dow Jones)--Nach der klaren Erholung zum Wochenschluss suchen Anleger an der Wall Street am Montag nach einer Richtung. Kurz nach Handelsbeginn bewegen sich die Indizes kaum. Der Dow-Jones-Index gibt 0,1 Prozent auf 33.329 Punkte ab, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen 0,1 bzw. 0,3 Prozent. Insgesamt dürften die Themen Rezessions- und Zinsängste wieder in den Vordergrund rücken. Da nun die Schweigeperiode der US-Notenbankvertreter vor der nächsten Zinssitzung Anfang Februar beginnt, fehlt Anlegern ein wichtiger Impulsgeber.

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Denn gerade die Aussagen aus dem Kreise der Fed hatten zuletzt die Märkte bewegt. Damit könnte die laufende Berichtsperiode wieder stärker ins Bewusstsein rücken. "Der Markt frustriert weiterhin sowohl Bullen als auch Bären und ist nicht in der Lage, in die eine oder andere Richtungen entscheidend auszubrechen", sagt BTIG-Marktstratege Jonathan Krinsky.

Unter den Einzelwerten ziehen Capital One Financial um 1,3 Prozent an. Der Finanzdienstleister hatte eine frühere Kreisemeldung bestätigt, dass er Arbeitsplätze in seiner Technologieabteilung streicht, womit sich die Entlassungswelle aus dem Technologiesektor auch auf die Informationstechnologieabteilungen von Unternehmen auszuweiten scheint.

Elliott treibt Salesforce-Kurs

Der aktivistische Investor Elliott Management hat nach Angaben von informierten Personen eine milliardenschwere Investition in die Salesforce Inc getätigt und damit den Druck auf den Anbieter von Unternehmenssoftware erhöht. Zwar konnten keine Einzelheiten der Kampagne in Erfahrung gebracht werden, doch Elliott, einer der größten Aktivisten, strebt häufig eine Vertretung im Board an und drängt die Unternehmen zu operativen Verbesserungen und anderen Veränderungen. Anleger begrüßen den Einstieg, der Kurs legt 2 Prozent zu.

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Die Titel des Ölfelddienstleisters Baker Hughes ziehen um 0,9 Prozent an. Die Gesellschaft verfehlte zwar die Markterwartungen im Schlussquartal bei Umsatz und Gewinn. Die Auftragseingänge legten aber um 20 Prozent zu und erreichten Rekordniveau.

Die US-Notenbank untersucht offenbar das Verbrauchergeschäft der Goldman Sachs Group (-1,4%). Geprüft werden soll, ob die Bank angemessene Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, als sie die Kreditvergabe ausweitete, berichten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Zinserhöhungen in den USA und Europa

Am Rentenmarkt fallen die Kurse, die Renditen ziehen mit der Erwartung weiter steigender Zinsen leicht an. Die Währungshüter der US-Notenbank bereiten sich darauf vor, die Zinserhöhungen zum zweiten Mal zu verlangsamen. Sie könnten bei der Sitzung vom 31. Januar bis 1. Februar darüber beraten, wie viel mehr Abschwächung bei der Arbeitsnachfrage, den Ausgaben und der Inflation sie sehen müssten, bevor sie im Frühjahr eine Pause bei den Zinserhöhungen einlegen. Selbst wenn sich das Tempo der Zinserhöhungen verlangsamen dürfte, stünden aber weiter welche an, heißt es - auch wenn ein langsameres Wachstum und eine nachlassende Inflation eigentlich positiv für die Rentennotierungen seien.

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Der Dollarindex gewinnt mit der Erwartung weiter anziehender Zinsen 0,2 Prozent, der Euro gibt frühere Aufschläge wieder ab. EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hat von zwei Zinsschritten über je 50 Basispunkte bei den kommenden Sitzungen der EZB gesprochen. Damit dürfte die EZB kurzfristig deutlicher erhöhen als die Fed, hier liegen die Spekulationen nur bei Zinsschritten von 25 Basispunkten. Diese Überlegungen hatten die Gemeinschaftswährung zunächst gestützt.

Die Ölpreise steigen leicht. Marktteilnehmer setzen darauf, dass in China nach den Neujahrsfeiertagen die Wirtschaft und damit die Nachfrage wieder deutlicher anspringen werden, nachdem die Staatsführung in der Coronapolitik eine 180-Gradwende hingelegt hat. Steigende Dollar-Notierungen und Marktzinsen drücken den Goldpreis.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 33.328,54 -0,1% -46,95 +0,6%

S&P-500 3.974,65 +0,1% 2,04 +3,5%

Nasdaq-Comp. 11.168,81 +0,3% 28,37 +6,7%

Nasdaq-100 11.647,90 +0,2% 28,88 +6,5%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,21 +2,1 4,19 -20,9

5 Jahre 3,61 +5,2 3,56 -38,9

7 Jahre 3,56 +4,6 3,52 -40,8

10 Jahre 3,52 +4,7 3,48 -35,5

30 Jahre 3,69 +3,6 3,65 -28,2

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:05 Uhr Fr, 17:15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0850 -0,2% 1,0891 1,0839 +1,4%

EUR/JPY 141,96 +0,8% 141,80 140,70 +1,1%

EUR/CHF 1,0023 +0,3% 1,0009 0,9978 +1,3%

EUR/GBP 0,8793 +0,4% 0,8780 0,8756 -0,6%

USD/JPY 130,84 +0,9% 129,97 129,84 -0,2%

GBP/USD 1,2338 -0,5% 1,2428 1,2378 +2,0%

USD/CNH (Offshore) 6,7877 +0,1% 6,7742 6,7752 -2,0%

Bitcoin

BTC/USD 22.746,95 +0,3% 22.736,67 21.182,38 +37,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 82,12 81,64 +0,6% +0,48 +2,1%

Brent/ICE 88,41 87,63 +0,9% +0,78 +2,8%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 66,50 66,90 -0,6% -0,40 -7,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.916,94 1.926,24 -0,5% -9,30 +5,1%

Silber (Spot) 23,01 23,94 -3,9% -0,93 -4,0%

Platin (Spot) 1.035,25 1.044,50 -0,9% -9,25 -3,1%

Kupfer-Future 4,24 4,25 -0,4% -0,02 +11,2%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 23, 2023 09:49 ET (14:49 GMT)

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