MÄRKTE USA/Börse dürfte Rekordserie fortsetzen
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NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street zeichnet sich zum Start in die neue Woche eine Fortsetzung der Rally ab, wenn auch in gebremstem Tempo. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes deuten eine gut behauptete Eröffnung an.
In der vergangenen Woche waren S&P-500 und die Nasdaq-Indizes von Rekord zu Rekord geeilt. Ihren Optimismus bezogen die Anleger von der US-Notenbank, die einen geldpolitischen Richtungswechsel signalisiert hat, indem sie sich von ihrem festen Inflationsziel verabschiedet hat. Künftig kann die Fed ihre expansive Geldpolitik selbst dann fortsetzen, wenn die Inflation über 2 Prozent steigt.
Die Notenbanker hätten bestätigt, dass die Zinsen auf absehbare Zeit niedrig blieben, kommentiert Richard Dunbar von Aberdeen Standard Investments den neuen Kurs der Fed. Abgesehen vom billigen Geld sei die Bilanzsaison der US-Unternehmen deutlich besser als befürchtet verlaufen, nennt er einen weiteren Grund für den Rekordkurs der Börse.
Mit dem Ende der Urlaubszeit könnte es am Aktienmarkt allerdings wieder turbulenter zugehen. Wenn die Mitglieder des Kongresses aus der Sommerpause zurückkehren, dürfte die Debatte um neue Corona-Hilfsprogramme wieder aufgenommen werden, die zuletzt ins Stocken geraten war. Daneben läuft der Präsidentschaftswahlkampf weiter. Und auch der Handelsstreit mit China wird ein zentrales Thema bleiben. Am Freitag hat Peking im Streit um den Verkauf des US-Geschäfts der App Tiktok die Vorschriften für den Export von Technologie verschärft.
Apple-Aktiensplit und Dow-Umbau werden wirksam
Mit Blick auf Einzelwerte steht am Montag der Apple-Aktiensplit im Verhältnis 1:4 im Fokus. Anleger werden die vierfache Zahl an Apple-Aktien in ihren Depots vorfinden. In der Folge wurde der Dow-Jones-Index etwas umgebaut, um das durch den Aktiensplit verringerte Gewicht des Technologiesektors auszugleichen, aber auch um die US-Wirtschaft realistischer abzubilden, wie Indexbetreiber S&P Dow Jones mitteilte. Deshalb steigen die Aktien von Salesforce.com, Amgen und Honeywell mit Handelsbeginn am Montag in den Index auf. Ausgeschieden sind Pfizer, Exxon Mobil und Raytheon. Apple legen vorbörslich um 0,8 Prozent zu und Honeywell um 0,7 Prozent. Amgen zeigen sich 0,1 Prozent höher, Salesforce.com sinken um 0,2 Prozent. Exxon Mobil liegen 0,8 Prozent im Plus; hier dürfte auch der höhere Ölpreis stützen. Pfizer gewinnen 0,3 Prozent, Raytheon tendieren kaum verändert.
Klar im Minus liegen die Aktien jener Unternehmen, die kürzlich noch Interesse am Kauf von Tiktok bekundet hatten. Ihnen dürften die jüngsten chinesischen Exportbeschränkungen für Technologie den Appetit auf die App verdorben haben. Walmart fallen um 3 Prozent, Oracle um 2,4 Prozent und Microsoft um 2,1 Prozent.
Neben Apple hat auch Tesla einen Aktiensplit vorgenommen. Hier bekommen Anleger im Tausch für eine gehaltene Aktie fünf neue. Mit dem Tesla-Kurs geht es vorbörslich um 1 Prozent aufwärts.
Der Euro baut seine jüngsten Gewinne zum Dollar etwas aus. Mit rund 1,1940 Dollar steht er nicht weit entfernt von seinem Jahreshoch bei 1,1966 Dollar. Beim Greenback rechnen die Strategen bei Goldman Sachs angesichts des Ziels einer Durchschnittsinflation von 2 Prozent in den USA mit einer verstärkten Abwertung. Und die Societe Generale sieht den Euro bis kommendes Jahr bis auf 1,25 Dollar steigen.
Der schwächere Dollar gibt den Ölpreisen Auftrieb. Daneben hätten die jüngsten chinesischen Einkaufsmanagerindizes Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage geweckt, heißt es am Markt. Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,8 Prozent auf 43,32 Dollar. Der Preis für die europäische Referenzsorte Brent steigt um 1,1 Prozent auf 46,30 Dollar.
Gold zeigt sich hingegen nur gut behauptet bei 1.965 Dollar je Feinunze, trotz des eigentlich stützenden schwächeren Greenback und höherer Inflationserwartungen. Beobachter verweisen auf die Kursgewinne an den Aktienmärkten und auf dünne Umsätze, weil die Londoner Metallbörse LME am Montag wegen eines Feiertags geschlossen ist.
Staatsanleihen sind ebenfalls nicht gefragt. Sinkende Notierungen lassen die Zehnjahresrendite um 1,7 Basispunkte auf 0,73 Prozent steigen.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,13 -2,7 0,15 -107,7
5 Jahre 0,27 0,5 0,26 -165,7
7 Jahre 0,51 1,9 0,49 -174,1
10 Jahre 0,73 1,7 0,72 -171,0
30 Jahre 1,52 1,9 1,50 -154,8
DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:21 Fr, 17:59 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1938 +0,25% 1,1899 1,1901 +6,4%
EUR/JPY 126,48 +0,71% 125,69 125,32 +3,8%
EUR/CHF 1,0774 +0,10% 1,0751 1,0759 -0,8%
EUR/GBP 0,8961 +0,47% 0,8925 0,8923 +5,9%
USD/JPY 105,93 +0,46% 105,51 105,31 -2,6%
GBP/USD 1,3323 -0,21% 1,3332 1,3338 +0,5%
USD/CNH (Offshore) 6,8456 -0,22% 6,8544 6,8630 -1,7%
Bitcoin
BTC/USD 11.682,76 +0,71% 11.659,26 11.543,00 +62,0%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 43,32 42,97 +0,8% 0,35 -24,4%
Brent/ICE 46,30 45,81 +1,1% 0,49 -24,9%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.965,16 1.963,47 +0,1% +1,69 +29,5%
Silber (Spot) 27,93 27,48 +1,6% +0,45 +56,5%
Platin (Spot) 934,63 929,60 +0,5% +5,03 -3,2%
Kupfer-Future 3,03 3,00 +1,2% +0,03 +7,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/mgo
(END) Dow Jones Newswires
August 31, 2020 08:29 ET (12:29 GMT)
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