MÄRKTE USA/Börse freundlich erwartet - Hoffen auf Rückkehr zur Normalität
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach den Kursverlusten vom Mittwoch zeichnet sich am Donnerstag an der Wall Street eine kleine Gegenbewegung ab. Anleger hoffen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, nachdem die Corona-Pandemie in vielen Ländern ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheint.
Am Mittwoch kündigte die deutsche Bundesregierung erste Lockerungen der im Zuge der Pandemie verhängten Beschränkungen an. Am Donnerstag will US-Präsident Donald Trump entsprechende Pläne für die USA vorstellen.
Noch vor der Startglocke an der Wall Street haben weitere Konjunkturdaten Zeugnis vom verheerenden Einfluss der Corona-Krise auf die US-Wirtschaft abgelegt. Sowohl die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche, der Philadelphia-Fed-Index für April und die Märzdaten zu den Baubeginnen und -genehmigungen fielen schwächer aus, als es die ohnehin schon düsteren Prognosen von Volkswirten nahegelegt hatten.
Es stellt sich aber die Frage, ob die Daten noch ein solches "Schock-Potenzial" entfalten wie der am Mittwoch gemeldete Absturz des Empire-State-Manufacturing-Index auf ein Rekordtief und der Einbruch der Einzelhandelsumsätze, oder ob sich nicht doch ein Gewöhnungseffekt einstellt.
Gewinneinbruch belastet Morgan Stanley
Geschäftszahlen haben vorbörslich die Bank Morgan Stanley und der Pharmahersteller Abbott Laboratories vorgelegt. Wie andere große US-Banken an den beiden Vortagen meldete auch Morgan Stanley einen überraschend deutlichen Gewinneinbruch. Auch die Einnahmen sanken im ersten Quartal stärker als erwartet. Die Aktie fällt im vorbörslichen Handel auf nasdaq.com um 1,8 Prozent.
Für die Abbott-Aktie geht es hingegen um knapp 1 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Dass es sich wegen der Corona-Krise keinen Ausblick auf das Geschäftsjahr mehr zutraut, scheint niemanden zu überraschen. Vielen anderen Unternehmen geht es inzwischen ähnlich. Positiv dürfte hingegen aufgenommen werden, dass Abbott drei neue Tests auf Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Krankheit, herausbringt. Einer davon, ein Molekulartest, könne schon binnen fünf Minuten ein positives Testergebnis liefern.
Die schon am Vortag nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen des Inneneinrichters Bed Bath & Beyond kommen derweil gut an. Die Aktie springt um 16,7 Prozent nach oben.
Sichere Häfen erfahren Zulauf
Staatsanleihen sind vor dem Hintergrund der schwachen Konjunkturdaten abermals gesucht, die Notierungen steigen aber merklich langsamer als am Mittwoch. Die Zehnjahresrendite sinkt um 2,3 Basispunkte auf 0,61 Prozent.
Auch beim Gold greifen die Anleger zu. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,6 Prozent auf 1.726 Dollar.
Die Ölpreise erholen sich etwas von den jüngsten Verlusten. Das Barrel der US-Sorte WTI verteuert sich um 2,2 Prozent auf 20,30 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent legt um 4,5 Prozent auf 28,93 Dollar zu.
Die aktuelle Erholungsbewegung wäre in normalen Zeiten positiv, unter den gegebenen Umständen aber kaum relevant, meint dazu Norbert Rücker, Leiter des Bereichs Economics & Next Generation Research von Julius Bär. Er führt den jüngsten Ausverkauf am Ölmarkt auf Zweifel zurück, die nach der Opec+-Förderkürzung vom vergangenen Freitag wieder hochgekocht seien. Der auf Anfang Mai festgelegte Beginn der Kürzungen sei einfach zu spät. Dazu kämen die drastisch gestiegenen US-Ölvorräte und die gleichzeitig einbrechende Nachfrage in den USA. Der jüngste Zwischenfall im Persischen Golf, bei dem ein Schiff der iranischen Revolutionsgarden einem US-Marineschiff gefährlich nah gekommen sein soll, sei fundamental ohne Bedeutung.
Der Dollar legt leicht zu. Der Euro rutscht im Gegenzug unter die Marke von 1,09 Dollar. Der Greenback profitiere von seinem Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten, heißt es dazu.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,21 -0,0 0,21 -99,6
5 Jahre 0,34 -0,0 0,34 -158,3
7 Jahre 0,49 -1,0 0,50 -175,3
10 Jahre 0,61 -2,3 0,64 -183,2
30 Jahre 1,25 -2,8 1,27 -182,1
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:26h Mi, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0882 -0,24% 1,0893 1,0904 -3,0%
EUR/JPY 117,07 -0,07% 117,36 117,18 -4,0%
EUR/CHF 1,0516 -0,09% 1,0522 1,0525 -3,1%
EUR/GBP 0,8712 +0,05% 0,8719 0,8717 +2,9%
USD/JPY 107,56 +0,16% 107,74 107,47 -1,1%
GBP/USD 1,2489 -0,31% 1,2495 1,2508 -5,8%
USD/CNH (Offshore) 7,0797 +0,13% 7,0839 7,0710 +1,6%
Bitcoin
BTC/USD 7.022,26 +4,33% 6.681,51 6.727,51 -2,6%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 20,30 19,87 +2,2% 0,43 -66,2%
Brent/ICE 28,93 27,69 +4,5% 1,24 -54,9%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.726,75 1.716,60 +0,6% +10,15 +13,8%
Silber (Spot) 15,47 15,50 -0,2% -0,03 -13,3%
Platin (Spot) 788,70 781,65 +0,9% +7,05 -18,3%
Kupfer-Future 2,32 2,30 +0,8% +0,02 -17,5%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/cbr/smh
(END) Dow Jones Newswires
April 16, 2020 08:51 ET (12:51 GMT)
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Abbott Laboratories Analysen
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 27.08.20 | Abbott Laboratories Sell | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 16.10.18 | Abbott Laboratories Overweight | Barclays Capital | |
| 25.01.18 | Abbott Laboratories Buy | Stifel, Nicolaus & Co., Inc. | |
| 15.12.17 | Abbott Laboratories Outperform | BMO Capital Markets | |
| 19.10.17 | Abbott Laboratories Buy | Stifel, Nicolaus & Co., Inc. |