MÄRKTE USA/Mini-Aktiengewinne zum Start - Berichts-Banken uneinheitlich
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NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street zeigen sich die Indizes zum Start nur mäßig bewegt. Teilnehmer erwarten einen möglicherweise richtungsarmen Handel. Zu widersprüchlich sind die Signale, die die Investoren zu verarbeiten haben. Kurz nach Handelsstart gewinnt der Dow-Jones-Index 0,1 Prozent auf 28.719 Punkte, auch der S&P-500 und der Nasdaq-Composite steigen um jeweils 0,1 Prozent.
Vorbörslich haben nochmals drei Bank-Giganten Geschäftszahlen vorgelegt. Etwas erstaunt zeigen sich Händler in ersten Kommentaren zu den Zahlen von Bank of America (BoA). Die US-Bank habe nicht so positiv überrascht wie die Konkurrenten Citi und JP Morgan am Vortag. Dafür liege die Risikovorsorge hier bei 1,4 Milliarden Dollar, was realistischer erscheine. Die Aktie verliert 1,8 Prozent.
Goldman Sachs hat dagegen den Gewinn im dritten Quartal fast verdoppelt und die Erwartungen der Analysten weit übertroffen. Das Geldhaus profitierte von einem starken Geschäft mit Aktienemissionen sowie einem florierenden Anleihen- und Aktienhandel. Auch in der Vermögensverwaltung legten die Einnahmen deutlich zu. Die Aktie steigt um 1,4 Prozent.
Der Bank Wells Fargo hat die Corona-Krise schwer zu schaffen gemacht. Der Nettogewinn brach vor allem wegen der niedrigen Zinsen um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Die Gewinnerwartungen des Marktes wurden knapp verfehlt. Die Aktie fällt um 1,9 Prozent.
Am Vortag hatten JP Morgan und Citigroup zwar die Konsensprognosen übertroffen, aber auch gewarnt, dass die Wirtschaft noch nicht aus dem Schneider sei und Kreditausfälle in größerem Ausmaß drohten. Generell zur Ergebnissaison meint Chefmarktstratege Willem Sels von HSBC Private Banking, die Ergebnisprognosen seien noch sehr konservativ, würden aber langsam nach oben korrigiert: "Alles, was mit Einstellungs- oder Entlassungsplänen zu tun hat, ist von enormer Bedeutung."
Berichtssaison kann Corona-Thema nicht verdrängen
Daneben schwelt weiter die Corona-Krise mit steigenden Infektionszahlen. Unter den Marktteilnehmern geht die Angst um, dass es auf lokaler Ebene zu neuen Beschränkungen für die Wirtschaft kommen könnte. Sorgen bereitet auch, dass sowohl Johnson & Johnson als auch Eli Lilly die Tests ihrer Corona-Impfstoffs ausgesetzt haben. Dies Umstand hatte bereits am Vortag belastet.
Drittes Thema neben Berichtssaison und Pandemie ist das Gezerre der Parteien um ein Hilfspaket, das in den Strudel des Wahlkampfs geraten ist. Teilnehmer rechnen nun mehrheitlich mit einem Ergebnis erst nach den Wahlen, aber einige haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich die beiden Parteien noch zuvor einigen.
Bei den Einzelwerten stehen Bed, Bath & Beyond im Blick, weil sich der Inneneinrichter von einigen Geschäften trennt, die nicht zum Kernbereich gehören. Das Unternehmen nimmt damit 250 Millionen Dollar ein. Abgegeben werden Christmas Tree Shops, Linen Holdings und ein Verteilzentrum. Bed, Bath & Beyond legen 5,7 Prozent zu.
Eine Kursexplosion erleben Allscripts Healthcare Solutions. Der Kurs schießt um 32 Prozent nach oben. Das auf Patientenakten-Technologie spezialisierte Unternehmen verkauft sein Geschäft Careport Health an Wellsky für 1,35 Milliarden Dollar.
Am Devisenmarkt zeigt sich aktuell noch wenig Bewegung, nachdem der Dollar am Dienstag seine Muskeln hat spielen lassen. Der Goldpreis erholt sich von seinem starken Rücksetzer am Vortag und gewinnt 0,8 Prozent auf 1.906 Dollar je Feinunze.
Der Ölpreis tendiert wechselhaft und schwankt zwischen Gewinnen und Verlusten. Einerseits stützen Aussagen des Monatsberichts der Internationalen Energie-Agentur vom Vortag, die einen Fall in den weltweiten Lagerbeständen thematisiert hatten. Andererseits herrscht die Sorge, dass durch coronabedingte Einschränkungen der Verbrauch vermindert wird. Die Teilnehmer warten im Übrigen auf die wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten des Branchenverbandes API am späten Mittwoch. Aktuell gewinnt Öl der US-Sorte WTI 1,9 Prozent auf 40,98 Dollar je Fass, Brent steigt um 1,5 Prozent auf 43,09 Dollar.
US-Staatsanleihen stoßen auf moderates Kaufinteresse. Die Rendite der zehnjährigen Treasurys verliert 1,2 Basispunkte auf 0,72 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 28.718,76 0,14 38,95 0,63
S&P-500 3.515,22 0,09 3,29 8,80
Nasdaq-Comp. 11.877,21 0,11 13,31 32,37
Nasdaq-100 12.087,29 0,03 4,12 38,41
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,14 -0,4 0,14 -106,5
5 Jahre 0,30 -0,3 0,30 -162,5
7 Jahre 0,50 -0,4 0,51 -174,6
10 Jahre 0,72 -1,2 0,73 -172,6
30 Jahre 1,50 -1,4 1,51 -157,0
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:05 Uhr Di, 17:25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1755 +0,07% 1,1747 1,1743 +4,8%
EUR/JPY 123,68 -0,19% 123,83 123,93 +1,5%
EUR/CHF 1,0741 -0,03% 1,0745 1,0738 -1,1%
EUR/GBP 0,9024 -0,63% 0,9095 0,9045 +6,6%
USD/JPY 105,24 -0,25% 105,47 105,53 -3,3%
GBP/USD 1,3027 +0,69% 1,2938 1,2983 -1,7%
USD/CNH (Offshore) 6,7129 -0,35% 6,7356 6,7410 -3,6%
Bitcoin
BTC/USD 11.413,26 -0,32% 11.407,51 11.397,01 +58,3%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,98 40,20 +1,9% 0,78 -27,9%
Brent/ICE 43,09 42,45 +1,5% 0,64 -29,7%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.905,67 1.890,30 +0,8% +15,37 +25,6%
Silber (Spot) 24,39 24,18 +0,9% +0,21 +36,6%
Platin (Spot) 861,33 868,50 -0,8% -7,18 -10,7%
Kupfer-Future 3,05 3,04 +0,4% +0,01 +8,0%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/raz/flf
(END) Dow Jones Newswires
October 14, 2020 09:51 ET (13:51 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 13.04.26 | Goldman Sachs Neutral | UBS AG | |
| 13.04.26 | Goldman Sachs Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.04.26 | Goldman Sachs Sector Perform | RBC Capital Markets | |
| 14.10.25 | Goldman Sachs Sector Perform | RBC Capital Markets | |
| 15.01.25 | Goldman Sachs Sector Perform | RBC Capital Markets |