MÄRKTE USA/Moderate Aufschläge - Energiekrise sorgt für Zurückhaltung


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NEW YORK (Dow Jones)--Mit leichten Gewinnen ist die Wall Street nach dem verlängerten Wochenende am Dienstag in den Handel gestartet. Am Montag fand wegen des "Labor Day" kein Aktien- und Anleihehandel statt. Allerdings dürften sich die Gewinne in Grenzen halten, denn vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Energiekrise in Europa, die weiter in raschem Tempo steigenden Zinsen in den USA und einer drohenden Rezession dürften die Marktteilnehmer an der Seitenlinie bleiben. Derzeit wird mehrheitlich mit einer weiteren Zinserhöhung der Fed um 75 Basispunkte auf der kommenden Sitzung gerechnet.

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Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,4 Prozent auf 31.433 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,2 Prozent nach oben. Der Nasdaq-Composite zeigt sich wenig verändert.

Die Wall Street hatte sich am Freitag zunächst erholt, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht für August als nicht so stark eingestuft worden war, dass er die US-Notenbank zu einer noch aggressiveren Zinserhöhung veranlassen würde. Doch die Nachricht, dass Russland die wichtigste Gaspipeline nach Europa auf unbestimmte Zeit stilllegen würde, was die Wahrscheinlichkeit einer drastischen Konjunkturabkühlung auf dem Kontinent erhöhte, ließ den S&P-500 auf den tiefsten Stand seit Ende Juli zurückfallen.

"Die Nachricht, dass die Nord Stream-Pipeline nicht wie geplant wieder in Betrieb genommen werden kann, hat die Welt daran erinnert, dass Russlands Einfluss auf Europa beispiellos und unerbittlich bleibt und eine kompromisslose Bedrohung für die globale Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg darstellt", so Evercore ISI. Der Gaspreis hatte am Vortag mit den Nachrichten um Nord Stream 1 in der Spitze um mehr als 30 Prozent zugelegt und war letztlich 17 Prozent höher aus dem Handel gegangen. Aktuell kommt er um 8,5 Prozent zurück.

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Für einen Impuls könnten die nach der Eröffnung anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. Neben dem ISM-Index für den Dienstleistungsbereich für August steht auch der Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor, ebenfalls für August, in zweiter Lesung auf der Agenda.

Ölpreise uneinheitlich

Die Ölpreise zeigen sich uneinheitlich. Die Opec+ hatte am Montag Produktionskürzungen angekündigt. Das Kartell hatte beschlossen, die Produktion im Oktober um 100.000 Barrel pro Tag zu drosseln. Die Ölpreise waren im August den dritten Monat in Folge gefallen, die längste monatliche Verlustserie seit 2020. Nun träten die Sorgen vor einer globalen Rezession und damit einer sinkenden Nachfrage wieder in den Vordergrund, heißt es.

Der Euro gibt im Verlauf weiter nach und fällt unter die Marke von 0,99 Dollar. Er nähert sich damit wieder dem 20-Jahres-Tief, das er am Vortag markiert hatte. Die Energiekrise dürfte vorerst das alles beherrschende Thema am Devisenmarkt bleiben, prognostiziert Unicredit. Vor allem der Kurs des Euro zum Dollar wird nach Meinung der Bank im Zuge der Krise unter Druck stehen, denn die Eurozone sei stärker abhängig von Gas und Öl. Zudem werde gespannt auf die Sitzung der Europäischen Notenbank am Donnerstag geschaut. Es sei unklar, ob es zu einem großen Zinsschritt um 75 Basispunkte komme, heißt es.

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Am Anleihemarkt geben die Notierungen ihre Gewinne vom Freitag wieder ab. Die Investoren sind nun wieder davon überzeugt, dass die Fed weiter kräftig an der Zinsschraube drehen wird, heißt es. Spekulationen, dass der US-Jobbericht und die Rezessionsgefahr in Europa die US-Notenbanker vielleicht doch vorsichtiger agieren lassen könnten, hatten am Freitag für Auftrieb gesorgt. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 8,6 Basispunkte auf 3,28 Prozent. Der Goldpreis notiert knapp behauptet.

Meta Platforms legen trotz verhängter Strafe zu

Bei den Einzelwerten zeigt sich die Aktie von Meta Platforms unbeeindruckt von einer verhängten Strafe. Der Facebook-Konzern muss wegen seiner Handhabung von Daten seiner Tochtergesellschaft Instagram eine Strafe von 405 Millionen Euro zahlen, teilte die irische Datenschutzbehörde mit. Laut Meta bezieht sich die Entscheidung auf frühere Einstellungen bei Instagram, die vor über einem Jahr geändert worden seien. Der Konzern kündigte an, die Berechnung der Strafe anzufechten. Die Aktie legt um 0,6 Prozent zu.

CVS Health (+0,5%) setzt 8 Milliarden Dollar darauf, dass Hausbesuchen die Zukunft des Gesundheitswesens gehört. Der Apotheken- und Versicherungskonzern will das auf häusliche Fürsorge spezialisierte Unternehmen Signify erwerben und nähme damit auch 10.000 Ärzte und Klinikmitarbeiter unter Vertrag.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 31.433,29 +0,4% 114,85 -13,5%

S&P-500 3.932,84 +0,2% 8,58 -17,5%

Nasdaq-Comp. 11.629,47 -0,0% -1,40 -25,7%

Nasdaq-100 12.097,82 -0,0% -0,63 -25,9%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 3,48 +7,9 3,40 274,6

5 Jahre 3,41 +10,9 3,30 214,5

7 Jahre 3,38 +9,9 3,28 193,7

10 Jahre 3,28 +8,6 3,20 177,3

30 Jahre 3,42 +7,4 3,35 151,9

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:40 Mo, 17:11 % YTD

EUR/USD 0,9891 -0,6% 0,9960 0,9924 -13,0%

EUR/JPY 140,94 +0,9% 140,59 139,46 +7,7%

EUR/CHF 0,9724 -0,1% 0,9754 1,0191 -6,3%

EUR/GBP 0,8576 -0,3% 0,8603 0,8622 +2,1%

USD/JPY 142,48 +1,4% 141,18 140,53 +23,8%

GBP/USD 1,1532 -0,2% 1,1576 1,1509 -14,8%

USD/CNH (Offshore) 6,9732 +0,4% 6,9498 6,9421 +9,7%

Bitcoin

BTC/USD 19.808,72 +0,2% 19.850,45 19.899,55 -57,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 87,28 86,87 +0,5% +0,41 +23,0%

Brent/ICE 94,18 95,74 -1,6% -1,56 +27,4%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 225,50 245,93 -8,3% -20,43 +292,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.708,14 1.712,14 -0,2% -4,01 -6,6%

Silber (Spot) 18,22 18,21 +0,1% +0,02 -21,8%

Platin (Spot) 859,68 852,95 +0,8% +6,73 -11,4%

Kupfer-Future 3,47 3,42 +1,4% +0,05 -21,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/err

(END) Dow Jones Newswires

September 06, 2022 09:47 ET (13:47 GMT)

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DatumRatingAnalyst
09.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.
03.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Neutral JP Morgan Chase & Co.
02.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy UBS AG
01.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.
01.06.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets