MÄRKTE USA/Wall Street dürfte Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen


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NEW YORK (Dow Jones)--Nachdem die Wall Street schwache Konjunkturdaten aus China und den USA am Vortag erstaunlich locker weggesteckt hat, dürfte der Weg nach oben am Dienstag anhalten. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite verbuchten den höchsten Viertage-Anstieg seit Ende Juli. Anleger setzten ihre Markthoffnungen auf die Berichtsperiode der Unternehmen - trotz des Mangels an Halbleitern und der Schwierigkeiten in den Lieferketten, heißt es.

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Laut Bank of America haben in der ersten Woche 66 Prozent der berichtenden Unternehmen die Erwartungen sowohl umsatz- wie auch gewinnseitig geschlagen. Der historische Schnitt liege bei lediglich 47 Prozent. Investoren nutzen die Ausblicke der Unternehmen, um zu sehen, inwieweit die hohe Inflation durch höhere Preise an die Kunden weitergereicht werden könne.

"Es ist ein Markt, in dem man jetzt mehr Differenzierung sehen wird, weil es ein schwierigeres Umfeld ist. Wenn man sich die bisherige Gewinne-Entwicklung anschaut - ohne Finanzwerte, fiel diese sehr gut aus", sagt Chefmarktstratege Daniel Morris von BNP Paribas Asset Management. Mit dem US-Versicherer Travelers überzeugt ein Finanzunternehmen die Anleger, der Kurs steigt vorbörslich um knapp 4 Prozent. Das Unternehmen hat im dritten Quartal wegen hoher Schäden aus Naturkatastrophen weniger verdient als im Vorjahr, übertraf aber die Erwartungen deutlich.

Johnson & Johnson volatil

Weniger gut kommt der Geschäftsbericht des Pharmakonzerns Johnson & Johnson an, der Kurs gibt nach anfänglichen Aufschlägen nun 0,6 Prozent nach. Der Konzern hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet und seine Jahresprognose erneut angehoben. Der Umsatz verfehlte jedoch die Prognosen.

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Procter & Gamble fallen um 1,7 Prozent. Der Konsumgüterkonzern reagiert auf steigende Kosten für Fracht und Rohstoffe mit einer Preiserhöhung für eine Reihe von Haushaltsprodukten. Im abgelaufenen Quartal sank das Ergebnis.

Wenig bewegt zeigt sich der Kurs von Philip Morris. Der Tabakkonzern hat im dritten Quartal dank eines höheren Absatzes mehr verdient und umgesetzt als erwartet.

Die Titel von Steel Dynamics ziehen um 2,3 Prozent an. Der Stahlkonzern hat im dritten Quartal den Nettogewinn aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage und höherer Preise kräftig gesteigert.

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Die regionale Bankgesellschaft Zions Bancorp (-1,0%) hat in der dritten Periode nur aufgrund der Auflösung von Rückstellungen die Gewinnerwartungen übertroffen. Wettbewerber Bank of New York Mellon (-2,5%) hat die Erwartungen zwar übertroffen, Händler bemängeln aber die gesunkenen Nettozinserträge.

Dollar auf Dreiwochentief

Der US-Dollar gibt auf breiter Front nach, Der DXY-Dollarindex fällt um 0,3 Prozent auf ein Dreiwochentief. Die Risikobereitschaft sei gestiegen, zudem bestehe Ungewissheit, ob US-Präsident Joe Biden Fed-Chairman Jerome Powell für eine zweite Amtszeit bestätigen werde, heißt es im Handel. Obwohl Powell der Favorit für den Posten bleibt, trüben fragwürdige Handelsaktivitäten von zwei regionalen Fed-Bankpräsidenten seine Aussichten, wie das Wall Street Journal berichtete. Bitcoin zeigt sich zum Handelsstart des ersten in den USA gehandelten börsennotierten Bitcoin-Fonds etwas fester, aber nicht auffällig.

Am Rentenmarkt fallen die Renditen am kurzen Ende des Marktes, am langen steigen sie. Der Inflationsdruck bleibe hoch, könnte aber kurzfristig etwas nachlassen, urteilt Blackrock. Der schwache Dollar stützt indes den Goldpreis. Auch die Erdölpreise ziehen nach ihrem Durchhänger des Vortages wieder an. Das kalte Wetter der nördlichen Hemisphäre und die Energieknappheit auf wichtigen Märkten hielten die Rohölpreise hoch, heißt es.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,39 -3,6 0,43 27,4

5 Jahre 1,15 -2,3 1,17 78,6

7 Jahre 1,44 -0,7 1,45 79,4

10 Jahre 1,60 0,8 1,59 68,5

30 Jahre 2,06 2,1 2,04 41,1

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:10 Uhr Mo, 17:34 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1649 +0,3% 1,1654 1,1604 -4,6%

EUR/JPY 133,12 +0,3% 132,96 132,59 +5,6%

EUR/CHF 1,0714 -0,1% 1,0728 1,0719 -0,9%

EUR/GBP 0,8433 -0,3% 0,8458 0,8458 -5,6%

USD/JPY 114,27 -0,0% 114,09 114,26 +10,6%

GBP/USD 1,3811 +0,6% 1,3779 1,3719 +1,1%

USD/CNH (Offshore) 6,3808 -0,7% 6,3972 6,4277 -1,9%

Bitcoin

BTC/USD 62.136,26 +0,5% 62.346,25 61.855,01 +113,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 82,66 82,44 +0,3% 0,22 +72,8%

Brent/ICE 84,77 84,33 +0,5% 0,44 +67,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.781,53 1.764,88 +0,9% +16,65 -6,1%

Silber (Spot) 24,04 23,18 +3,7% +0,86 -8,9%

Platin (Spot) 1.053,65 1.038,98 +1,4% +14,68 -1,6%

Kupfer-Future 4,75 4,73 +0,6% +0,03 +34,9%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

October 19, 2021 09:02 ET (13:02 GMT)

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