MÄRKTE USA/Wall Street knapp im Minus gesehen - Bankenwerte belasten


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Aktien

926.60 EUR -1.20 EUR -0.13 %

294.40 EUR 1.60 EUR 0.55 %

37.54 EUR 0.04 EUR 0.11 %

33.40 EUR 0.80 EUR 2.45 %

2.29 EUR 0.01 EUR 0.35 %

75.10 EUR 0.75 EUR 1.01 %

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wall Street bleibt gefangen im Würgegriff der Corona-Pandemie. Am Vortag hatte eine Lockung der Bankenregulierung gemäß Volcker Rule für kräftige Aufschläge der Branchenwerte gesorgt, im Sog ging es dann auch für den Gesamtmarkt nach oben. Doch am Freitag kehren die alten Sorgen vor einer zweiten Corona-Welle zurück, der Bankensektor wird diesmal eher zum Belastungsfaktor durch die Folgerungen des Bankenstresstests. Der Aktienterminmarkt suggeriert eine etwas leichtere Eröffnung am Kassamarkt. Händler sprechen aber von keinem großen Abgabedruck. Es gebe gewisse Gewöhnungseffekte in der Corona-Krise.

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Eine Reihe von US-Bundesstaaten wie Arizona, Texas, South Carolina und Florida verzeichnen Zuwächse der Neuinfektionen von über 30 Prozent gegenüber der Vorwoche. Texas hat bereits Pläne zum Zurückfahren der Stillstände und behördlichen Auflagen verschoben. In einigen Bundesstaaten wurden sogar neue Auflagen erlassen. Andere Staaten in den USA lockern die Auflagen dagegen weiter und bewegen sich in Richtung einer Normalisierung des öffentlichen Lebens.

Wenig Bewegung bei Dollar, Renten und Gold

"Im Moment ist der Markt sozusagen auf Eis gelegt. Anleger suchen wirklich nach Orientierungshilfen für die nächste Phase: Werden wir Anzeichen einer Erholung sehen oder besteht die Gefahr, dass die Dinge wieder ins Rutschen geraten?", sagt Ökonom Rhys Herbert von Lloyds Banking.

Am US-Rentenmarkt sorgt die Verunsicherung in der Coronakrise für leichten Zulauf. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 1,4 Basispunkte auf 0,67 Prozent. Die Revision der Verbraucherstimmung für Juni, die im frühen Sitzungsverlauf veröffentlicht wird, könnte am Rentenmarkt bei größerer Abweichung für Bewegung sorgen.

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Ähnlich bewegungsarm wie Aktien und Anleihen zeigen sich Devisen- und Goldmarkt. Der Dollar bewegt sich zu den wichtigsten Währungen seitwärts, die Feinunze Gold verbilligt sich 0,1 Prozent auf 1.762 Dollar. Händler sind sich aber sicher, dass mittelfristig angesichts der massiven Geldmengensteigerungen durch die Flutung der Notenbanken ein Angriff der Goldbullen auf die Schallmauer von 1.800 Dollar bevorsteht.

Am Erdölmarkt setzt sich keine klare Tendenz durch. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich je Fass um 1,0 Prozent auf 38,35 Dollar, während der Preis für europäisches Refenzöl der Sorte Brent bei 41,06 Dollar stagniert. WTI läuft damit Wochenverlusten von 2,3 Prozent entgegen. Da die Coronapandemie die USA offenbar stärker heimsuche als Europa, seien die wirtschaftlichen Sorgen in den USA etwas ausgeprägter, heißt es mit Blick auf die Nachfrageentwicklung. "Die Ininfektionen in den USA versetzen den Nachfrageprojektionen in den USA einen Dämpfer", sagt ein Ölhändler.

Bankentitel unter Druck

Am Aktienmarkt neigen Bankenwerte zur Schwäche: Zwar bescheinigte die US-Notenbank in ihrem Stresstest den größten Banken eine ausreichende Widerstandsfähigkeit, um die Corona-Krise zu überstehen. Gleichzeitig warnte sie davor, dass ein länger anhaltender wirtschaftlicher Abschwung den Instituten Verluste von notleidenden Krediten von hunderten Milliarden US-Dollar bringen könnte und verlangt daher, Dividendenausschüttungen in Grenzen zu halten und im dritten Quartal keine eigenen Aktien zurückzukaufen. Vorbörslich geben JP Morgan 1,9 Prozent nach, Goldman Sachs verlieren 3,9 Prozent und Wells Fargo büßen 2,8 Prozent ein.

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Nike geben um 3,5 Prozent nach. Der Sportartikelhersteller verzeichnete wegen der Coronavirus-Krise im vierten Geschäftsquartal einen erheblichen Gewinn- und Umsatzrückgang und verfehlte die Erwartungen. Progress Software steigen um 3,8 Prozent. Der Softwarehersteller hat seinen Ausblick für das laufende Jahr angehoben, obwohl die Gewinne im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Das Aktienrückkaufprogramm soll nach einer Pandemiepause wieder aufgenommen werden. Virgin Galactic ziehen um 4,5 Prozent an, nachdem das Raumfahrtunternehmen einen zweiten erfolgreichen Testflug mit einem Raumschiff absolviert hat.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,18 -1,5 0,19 -102,6

5 Jahre 0,31 -2,2 0,33 -161,3

7 Jahre 0,50 -2,6 0,53 -174,9

10 Jahre 0,66 -2,5 0,68 -178,6

30 Jahre 1,40 -3,7 1,44 -166,8

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:17 Do, 17:31 % YTD

EUR/USD 1,1223 +0,05% 1,1214 1,1219 +0,1%

EUR/JPY 120,00 -0,20% 120,08 120,24 -1,6%

EUR/CHF 1,0633 -0,11% 1,0637 1,0641 -2,1%

EUR/GBP 0,9058 +0,30% 0,9031 0,9039 +7,0%

USD/JPY 106,92 -0,25% 107,08 107,19 -1,7%

GBP/USD 1,2388 -0,28% 1,2418 1,2412 -6,5%

USD/CNH (Offshore) 7,0844 +0,02% 7,0824 7,0809 +1,7%

Bitcoin

BTC/USD 9.182,76 -1,19% 9.200,51 9.234,26 +27,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 38,31 38,72 -1,1% -0,41 -34,3%

Brent/ICE 40,86 41,05 -0,5% -0,19 -35,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.761,07 1.763,75 -0,2% -2,68 +16,1%

Silber (Spot) 17,84 17,79 +0,3% +0,05 -0,1%

Platin (Spot) 807,45 809,00 -0,2% -1,55 -16,3%

Kupfer-Future 2,69 2,66 +1,0% +0,03 -4,4%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

(END) Dow Jones Newswires

June 26, 2020 08:52 ET (12:52 GMT)

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