MÄRKTE USA/Wall Street nach Rekorden kaum verändert erwartet


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NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsen dürften am Mittwoch zunächst mehr oder weniger auf der Stelle treten, nachdem S&P-500 und Nasdaq-Composite am Vortag Rekordstände markiert haben. Die Futures auf die großen Aktienindizes bewegen sich in der Nähe der Vortagesschlussstände. Das spricht für ein Durchatmen nach dem guten Lauf. Gewinnmitnahmen scheinen die Anleger zunächst nicht für notwendig zu erachten.

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Ihren Optimismus dürften die Investoren aus den jüngsten Konjunkturdaten ziehen, die bezeugten, dass sich die US-Wirtschaft von dem durch die Corona-Krise bedingten Einbruch allmählich erholt. Die politische Großwetterlage spricht derweil eher gegen ein Engagement am Aktienmarkt. In den USA stagnieren die Verhandlungen über eine Fortsetzung der Corona-Hilfen, während der Präsidentschaftswahlkampf in die heiße Phase eintritt. Außenpolitisch verschärfen sich die Spannungen zwischen den Washington und Peking.

Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda. Allerdings wird die US-Notenbank um 20.00 MESZ das Protokoll ihrer jüngsten Sitzung veröffentlichen und möglicherweise Aufschluss über den geldpolitischen Kurs der Fed geben.

Als einer der Nachzügler der eigentlich schon beendeten Bilanzsaison in den USA hat die Baumarktkette Lowe's Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht. Umsatz und Gewinn lagen klar über den Erwartungen des Marktes, was die Aktie im vorbörslichen Handel um 1,4 Prozent zulegen lässt. Lowe's profitierte von der Corona-Pandemie, die viele Menschen zwang, mehr Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen - Zeit, die viele wiederum zur Verschönerung ihres Zuhauses nutzten.

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Noch besser kommen die Zahlen der Supermarktkette Target an. Der Aktienkurs springt um fast 9 Prozent nach oben, nachdem der Einzelhändler einen überraschend deutlichen Gewinnsprung und das stärkste Quartalswachstum der Unternehmensgeschichte gemeldet hat.

Die von der Corona-Krise gebeutelte Fluggesellschaft Southwest Airlines sieht nach einem schwachen Juli nun wieder einen Silberstreif am Horizont. Die Gesellschaft verzeichnete im August eine leichte Nachfragebelebung und geht davon aus, dass der Monat nicht ganz so schlecht laufen wird wie bisher befürchtet. Die Aktie legt um 1,1 Prozent zu.

Staatsanleihen gesucht - Öl vor Lagerbestandsdaten schwächer

Trotz der verhalten optimistischen Stimmung an den Aktienmärkten finden auch Staatsanleihen einige Käufer. Steigende Notierungen drücken die Zehnjahresrendite um 2 Basispunkte auf 0,64 Prozent. Fondsmanagerin Georgina Taylor von Invesco verweist auf die zahlreichen politischen Unwägbarkeiten.

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Das Geschehen am Devisenmarkt steht derweil im Zeichen der Dollarschwäche. Das britische Pfund hat am Mittwoch im Zuge fortgesetzter Gewinne bei 1,3267 Dollar den höchsten Stand zur US-Währung seit über sieben Monaten erreicht. Neben der allgemeinen Dollarschwäche trieb die über der Erwartung ausgefallene britische Inflation im Juli das Pfund nach oben. Analyst Derek Halpenny von MUFG verweist aber zugleich auf die maßgebliche Rolle, die die Schwäche des Dollar aktuell am Devisenmarkt spiele und die dazu beigetragen habe, dass das Pfund nun über den Ständen von vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie liege. Die Experten von UOB sehen aus technischer Sicht weiteres Potenzial für das Pfund in den nächsten Wochen, möglicherweise auch Monaten. Knapp unter 1,3200 Dollar habe ein wichtiger Widerstand gelegen, der nun herausgenommen worden sei. Aber auch insgesamt zeigten technische Indikatoren, dass es für das Pfund weiter nach oben gehen könnte. Allerdings sehe das Pfund inzwischen auch "überkauft" aus, warnt UOB. Der Euro notiert derweil wenig verändert bei rund 1,1940 Dollar.

Mit den Ölpreisen geht es nach unten. Die Akteure am Ölmarkt warten auf die offiziellen Daten zu den US-Rohölvorräten, die um 16:30 Uhr MESZ veröffentlicht werden. Daneben steht eine Konferenz der Opec+ an. Auch dies sei möglicherweise ein Grund für die Zurückhaltung, auch wenn keine wichtigen Entscheidungen getroffen werden dürften, sagen Marktteilnehmer. Aktuell verbilligt sich das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI um 1,0 Prozent auf 42,47 Dollar. Der Brentpreis gibt um 0,8 Prozent auf 45,09 Dollar nach.

Gold wird ebenfalls verkauft. Nachdem die Feinunze im Tageshoch 2.007 Dollar kostete, fällt der Preis nun um 0,5 Prozent auf 1.990 Dollar.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,13 -1,6 0,14 -107,7

5 Jahre 0,26 -1,6 0,27 -166,8

7 Jahre 0,45 -1,7 0,47 -179,9

10 Jahre 0,64 -2,0 0,66 -180,1

30 Jahre 1,36 -3,3 1,40 -170,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:56 Uhr Di, 17:32 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1934 +0,01% 1,1938 1,1927 +6,4%

EUR/JPY 125,73 -0,03% 125,99 125,77 +3,1%

EUR/CHF 1,0825 +0,42% 1,0782 1,0778 -0,3%

EUR/GBP 0,9034 +0,26% 0,9010 0,9016 +6,7%

USD/JPY 105,35 -0,06% 105,52 105,47 -3,1%

GBP/USD 1,3210 -0,24% 1,3248 1,3227 -0,3%

USD/CNH (Offshore) 6,9047 -0,04% 6,9143 6,9121 -0,9%

Bitcoin

BTC/USD 11.829,63 -1,94% 11.727,51 12.010,01 +64,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 42,47 42,89 -1,0% -0,42 -26,5%

Brent/ICE 45,09 45,46 -0,8% -0,37 -27,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.989,75 2.000,50 -0,5% -10,75 +31,1%

Silber (Spot) 27,56 27,68 -0,4% -0,12 +54,4%

Platin (Spot) 943,50 962,00 -1,9% -18,50 -2,2%

Kupfer-Future 3,01 2,98 +1,3% +0,04 +6,8%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/kla

(END) Dow Jones Newswires

August 19, 2020 08:48 ET (12:48 GMT)

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28.09.18 Lowes Companies Outperform Telsey Advisory Group