MÄRKTE USA/Wall Street uneinheitlich - Steigende Ölpreise belasten
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NEW YORK (Dow Jones)--Die hohe Volatilität an der Wall Street setzt sich auch zur Wochenmitte fort. Nach den kräftigen Aufschlägen am Vortag geht es mit den Indizes wieder überwiegend nach unten. Die zuletzt deutlich falkenhafteren Aussagen von Vertretern der US-Notenbank und der unvermindert andauernde Krieg in der Ukraine lassen die Anleger zurückhaltend agieren, heißt es. Gegenwind kommt ferner von den steigenden Ölpreisen, die Inflationsängste schüren.
Der Dow-Jones-Index verliert am Mittag (Ortszeit) 0,8 Prozent auf 34.537 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,4 Prozent nach unten. Der Nasdaq-Composite legt dagegen um 0,1 Prozent zu.
Dazu kommen die andauernden Kämpfe in der Ukraine und die möglichen Auswirkungen des Konflikts auf den globalen Handel. "Die Lieferketten von Asien in die EU könnten weiter unter Druck geraten, da Autohersteller und Tech-Giganten versuchen, die Eisenbahnrouten durch Russland zu vermeiden und auf den Seeweg auszuweichen, was zu weiteren Verzögerungen führt. Steigende Covid-Fälle in China sorgen ebenfalls für Rückstände bei der Verschiffung", heißt es von Saxo.
Im Blick steht auch der Besuch von US-Präsident Joe Biden in Europa. Biden wird in Brüssel und Warschau zu multinationalen Gesprächen über die Lage in der Ukraine erwartet. Beobachter gehen davon aus, dass der Präsident weitere Sanktionen gegen Russland verhängt und zusätzlichen Druck auf China ausübt, um Peking von der Unterstützung Russlands abzuhalten.
Keinen positiven Impuls liefern die Neubauverkäufe für Februar. Diese verzeichneten einen überraschenden Rückgang, während Analysten mit einem leichten Plus gerechnet hatten.
Nachdem jüngst US-Notenbankpräsident Jerome Powell die Möglichkeit eines Zinsschrittes um 50 statt 25 Basispunkte bei der nächsten Zinssitzung ins Spiel gebracht hatte, äußerte sich nun auch die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland ähnlich. Laut Loretta Mester muss die Fed ihre Zinserhöhungskampagne mit aggressiven Maßnahmen vorantreiben. Sie geht aber nicht davon aus, dass dieser Weg die Wirtschaft in eine Rezession führen wird.
Enttäuschender Ausblick belastet Adobe
Unter den Einzelwerten fallen Adobe um 9,3 Prozent. Das Softwareunternehmen hat zwar in seinem ersten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als von Analysten erwartet, doch enttäuschte der Ausblick.
Gamestop verbessern sich um 15,8 Prozent. Hier treibt die Mitteilung, dass RC Ventures, ein Beteiligungsunternehmen von Gamestop-Chairman Ryan Cohen, weitere 100.000 Aktien des Videospieleeinzelhändlers erworben hat. Cohen besitzt damit 11,9 Prozent an Gamestop bzw. 9,1 Millionen Aktien. Erst in der Vorwoche hatte Gamestop einen unerwarteten Verlust, aber auch überraschend gute Umsätze ausgewiesen.
Aussicht auf weitere Sanktionen gegen Russland treibt Ölpreise
Spekulationen auf weitere Sanktionen gegen Russland treiben die Ölpreise auf den höchsten Stand seit zwei Wochen. Dazu kommt ein überraschender Rückgang der wöchentlichen US-Lagerdaten, während Analysten mit einem unveränderten Stand gerechnet hatten. Stützend wirken nach Angaben aus dem Handel auch Medien-Berichte, wonach eine wichtige russisch-kasachische Ölpipeline ihre Lieferungen über ein Terminal am Schwarzen Meer mehrere Wochen lang verringern muss. Grund seien Sturmschäden.
Der Dollar profitiert von den zuletzt deutlich falkenhafteren Äußerungen der US-Notenbank. Für den Dollar-Index geht es um 0,2 Prozent nach oben. Erwartungen, dass die EZB ihre Zinsen stärker erhöhen wird als bislang gedacht, begrenzen laut Monex Europe derweil die Verluste des Euro zum Dollar. Am Markt würden mittlerweile etwa drei EZB-Zinsanhebungen in den kommenden zwölf Monaten eingepreist, nachdem die Notenbank in der Vorwoche trotz der vom Ukraine-Krieg ausgehenden Unsicherheiten ihre Stimuli-Maßnahmen beschleunigt verringert habe.
Der Anleihemarkt verzeichnet etwas Zulauf, wobei die Renditen am kurzen Ende etwas stärker nachgeben als am langen. Damit weitet sich der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Anleihen wieder etwas aus, nachdem der sogenannte Spread in jüngster Zeit stetig kleiner geworden war. Marktteilnehmer befürchteten eine inverse Zinskurve, bei der die Rendite am kurzen Ende höher ist als am langen, was als Vorbote einer Rezession gilt.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 34.536,88 -0,8% -270,58 -5,0%
S&P-500 4.494,09 -0,4% -17,52 -5,7%
Nasdaq-Comp. 14.127,28 +0,1% 18,46 -9,7%
Nasdaq-100 14.652,40 -0,0% -1,93 -10,2%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,15 -2,4 2,17 141,6
5 Jahre 2,38 -2,0 2,40 111,9
7 Jahre 2,41 -2,2 2,43 97,1
10 Jahre 2,37 -1,3 2,38 86,1
30 Jahre 2,59 -0,6 2,60 69,5
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:57 Uhr Di, 17:13 % YTD
EUR/USD 1,1001 -0,3% 1,1033 1,1017 -3,2%
EUR/JPY 133,14 -0,4% 133,67 132,85 +1,7%
EUR/CHF 1,0253 -0,5% 1,0312 1,0272 -1,2%
EUR/GBP 0,8326 +0,1% 0,8310 0,8312 -0,9%
USD/JPY 121,03 -0,1% 121,14 120,58 +5,1%
GBP/USD 1,3211 -0,5% 1,3277 1,3253 -2,4%
USD/CNH (Offshore) 6,3885 +0,2% 6,3858 6,3761 +0,5%
Bitcoin
BTC/USD 42.639,05 +0,2% 42.241,16 42.697,98 -7,8%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 114,39 109,27 +4,7% 5,12 +54,7%
Brent/ICE 121,43 115,48 +5,2% 5,95 +57,5%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.929,49 1.920,86 +0,4% +8,63 +5,5%
Silber (Spot) 24,91 24,78 +0,5% +0,13 +6,9%
Platin (Spot) 1.015,89 1.025,65 -1,0% -9,76 +4,7%
Kupfer-Future 4,75 4,69 +1,2% +0,06 +6,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/ cln
(END) Dow Jones Newswires
March 23, 2022 12:07 ET (16:07 GMT)
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