MÄRKTE USA/Wall Street von Corona- und Konjunktursorgen belastet


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NEW YORK (Dow Jones)--Drohende Lockdown-Maßnahmen und schwindende Hoffnungen auf ein Konjunkturpaket in den USA drücken die Wall Street am Montag. An den europäischen Börsen stehen die Indizes unter Abgabedruck. Die neue Coronawelle scheint in Teilen Europas außer Kontrolle zu geraten. Vor allem in Spanien und Frankreich drohen flächendeckende Abriegelungsschritte zur Eindämmung der Pandemie. Diese würden die Konjunktur in Europa abwürgen und dürften auch in den USA den Prozess der ökonomischen Erholung mindestens verlangsamen.

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Doch auch aus den USA selbst kommen beunruhigende Informationen: Anderthalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land ein neuer Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Händler sprechen von besorgniserregenden Schlagzeilen. Der Dow-Jones-Index gibt kurz nach Handelsbeginn 1,1 Prozent auf 28.032 Punkte ab, S&P-500 und Nasdaq-Composite verlieren 0,9 bzw. 0,6 Prozent. Alle Branchen zeigen sich mit Abgaben.

Das angesichts dieser Meldungslage dringend benötigte Konjunkturpaket in den USA kommt weiterhin nicht voran. Kongress und Weißes Haus konnten sich bislang nicht einigen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sieht derweil zwar noch immer Chancen auf das Zustandekommen eines mehrheitsfähigen Kompromisses für ein Stimulus-Paket vor den Wahlen, kritisiert aber die republikanische Gegenseite und bereitet die Öffentlichkeit auf ein Scheitern der Gespräche vor. "Wir haben Zweifel, dass eine überzeugende Abmachung vor den Wahlen gefunden wird. Denn die Zeit rennt", sagt Marktstratege Luc Filip von SYZ Private Banking.

Solarwinds legen um 1,3 Prozent zu - gestützt von der Mitteilung des Softwarentwicklers, das Unternehmen Sentryone zu übernehmen, um damit seine Kapazitäten auszubauen. MYR Group steigen nach der Nachricht über die Ermächtigung seitens des Boards zum Rückkauf eigener Aktien um 0,5 Prozent.

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Dollar, Gold und Renten gefragt

Am Devisenmarkt zieht der WSJ-Dollarindex um 0,2 Prozent an. Der Greenback präsentiert sich in ganzer Breite stark, weil er angesichts der zunehmend außer Kontrolle zu geraten scheinenden Corona-Pandemie als sicherer Hafen gesucht ist. Der Euro bekommt zudem etwas Gegenwind von einem unerwartet schwachen Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland. Er fällt auf 1,1819 Dollar nach Wechselkursen oberhalb von 1,1860 am Freitagabend.

Die Ölpreise bewegen sich auf Dreiwochentiefs. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI fällt um 2,4 Prozent auf 38,90 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,7 Prozent auf 41,04 Dollar. Die erneute Abriegelung ganzer Volkswirtschaften in der Corona-Pandemie oder auch in Teilen dürfte die Nachfrage massiv drücken, heißt es im Handel. Ein Waffenstillstand in Libyen dürfte zudem zu steigenden Förderquoten dort führen. Analysten rechnen mit einer Angebotssteigerung von rund 500.000 Fass täglich innerhalb der kommenden vier Wochen.

Der Goldpreis legt mit den düsteren Konjunkturaussichten trotz steigender Dollarkurse zu. Der Preis für die Feinunze zieht um 0,5 Prozent auf 1.902 Dollar an. Mit der gestiegenen Risikoscheu stoßen auch US-Rentenpapiere auf Kaufinteresse. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt im Gegenzug um 2,4 Basispunkte auf 0,82 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 28.026,68 -1,09 -308,89 -1,79

S&P-500 3.435,69 -0,86 -29,70 6,34

Nasdaq-Comp. 11.498,25 -0,43 -50,03 28,15

Nasdaq-100 11.650,29 -0,36 -42,28 33,40

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,15 -2,0 0,17 -105,7

5 Jahre 0,35 -2,6 0,38 -157,2

7 Jahre 0,57 -2,9 0,60 -167,4

10 Jahre 0,81 -3,4 0,84 -163,8

30 Jahre 1,60 -3,8 1,64 -146,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 08:33 Uhr Fr, 17:32 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1823 -0,17% 1,1836 1,1841 +5,4%

EUR/JPY 124,11 +0,09% 124,11 124,06 +1,8%

EUR/CHF 1,0720 +0,03% 1,0712 1,0726 -1,3%

EUR/GBP 0,9075 -0,05% 0,9105 0,9077 +7,2%

USD/JPY 104,97 +0,25% 104,88 104,78 -3,5%

GBP/USD 1,3025 -0,14% 1,3000 1,3043 -1,7%

USD/CNH (Offshore) 6,7062 +0,62% 6,6825 6,6682 -3,7%

Bitcoin

BTC/USD 13.213,25 +1,47% 13.055,75 12.948,25 +83,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,04 39,85 -2,0% -0,81 -30,8%

Brent/ICE 40,81 41,77 -2,3% -0,96 -33,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.904,90 1.893,36 +0,6% +11,55 +25,5%

Silber (Spot) 24,38 24,25 +0,6% +0,14 +36,6%

Platin (Spot) 882,60 906,20 -2,6% -23,60 -8,5%

Kupfer-Future 3,08 3,12 -1,5% -0,05 +8,9%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/raz

(END) Dow Jones Newswires

October 26, 2020 09:49 ET (13:49 GMT)

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16.11.17 MYR Group Neutral B. Riley FBR, Inc.
06.09.17 MYR Group Hold Stifel, Nicolaus & Co., Inc.
16.05.17 MYR Group Outperform FBR & Co.
05.05.17 MYR Group Outperform Robert W. Baird & Co. Incorporated
09.05.16 MYR Group Buy Maxim Group