Markit: Deutsche Wirtschaft im Mai weiter im Aufschwung


Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai dank der Geschäftsbelebung im Servicesektor leicht verstärkt. Die Industrie leidet jedoch zunehmend unter Lieferunterbrechungen und insgesamt rücken deutliche Preissteigerungen in den Blick. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verbesserte sich auf 56,2 von 55,8 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung für den Monat hervorgeht.

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Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 64,0 von 66,2 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Stand von 65,7 erwartet. Der Index für den Servicesektor legte auf 52,8 von 49,9 Punkten zu. Die Prognose hatte auf 52,0 gelautet.

"Während die Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe grundsätzlich weiter hoch ist, berichteten immer mehr Hersteller von Lieferengpässen, die in einigen Fällen sogar zur Drosselung der Produktion führten und das Neugeschäft aufgrund von erzwungenen Produktionsstillständen auf Kundenseite belasten", sagte IHS-Markit-Ökonom Phil Smith.

"Hinzu kommt der damit verbundene Kostenanstieg", so Smith. "So verteuerten sich die Einkaufspreise im Mai in einem Maße, wie es in der 25-jährigen Umfragegeschichte in der Industrie noch nie der Fall war. Zudem greift der Inflationsdruck allmählich auch auf den Dienstleistungssektor über, was die Steigerungsraten für Einkaufs- und Verkaufspreise sektorübergreifend auf neue Rekordhöhen getrieben hat."

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Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)

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