Markit: Deutsche Wirtschaft verliert im April an Schwung


Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat im April leicht an Dynamik verloren. Während der Servicesektor stagnierte, schwächte sich die Industrie wegen Nachschubproblemen leicht ab. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank auf 56,0 von 57,3 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung für den Monat hervorgeht.

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Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 66,4 von 66,6 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Stand von 65,8 erwartet. Der Index für den Servicesektor ging zurück auf 50,1 von 51,5 Punkten. Die Prognose von Ökonomen hatte auf 50,8 gelautet.

"Die dritte Pandemie-Welle hat verhindert, dass es mit dem deutschen Servicesektor im April weiter aufwärts geht", sagte IHS-Markit-Ökonom Phil Smith. "Die Industrie boomte hingegen weiter, doch auch hier begrenzten Lieferprobleme das Wachstum. Das Ungleichgewicht von Nachfrage und Angebot in den Lieferketten der Industrie trieb die Kosten der Unternehmen weiter in die Höhe. Schon jetzt steigen sie so rasant wie seit über zehn Jahren nicht mehr."

FRANKFURT (Dow Jones)

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