MARKT USA/Spannungen zwischen USA und China dürften Börse belasten
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Neue Misstöne zwischen den USA und China dürften die US-Aktienmärkte am Mittwoch belasten. Innenpolitisch zeichnet sich derweil in der Debatte um die Verlängerung von Corona-Hilfen noch immer keine Einigung ab. Auch das dürfte die Kauflaune der Anleger dämpfen. Die Futures auf die großen US-Indizes tendieren vorbörslich etwas leichter.
Die Stimmung zwischen Washington und Peking ist auf einem neuen Tiefpunkt angelangt, nachdem die USA China aufgefordert haben, das chinesische Konsulat im texanischen Houston zu schließen, was China prompt scharf verurteilte. Das US-Außenministerium begründete die Maßnahme mit dem Schutz geistigen Eigentums und der privaten Daten von US-Bürgern.
Im eigenen Land drohen Millionen von arbeitslosen US-Bürgern schon bald erhebliche Probleme, wenn Ende des Monats die im Zuge der Corona-Pandemie gewährte zusätzliche finanzielle Unterstützung von 600 Dollar pro Woche ausläuft. Am Dienstag hatte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell Hoffnungen gedämpft, dass ein zur Verlängerung der Hilfen notwendiges Haushaltsgesetz zügig verabschiedet wird.
Nebenbei läuft noch die Bilanzsaison weiter. Nach Börsenschluss am Mittwoch werden Microsoft und Tesla Quartalszahlen vorlegen. Schon nach der Schlussglocke am Dienstag berichteten unter anderem die Fluggesellschaft United Airlines und Texas Instruments über ihre jeweilige Geschäftsentwicklung. Für United Airlines war das zweite Quartal dieses Jahres nach eigenen Angaben das bisher schlechteste, weil der Flugverkehr wegen der Pandemie zeitweise fast völlig zum Erliegen kam. Gleichwohl schrumpfte der Umsatz nicht so drastisch wie befürchtet. Dafür fiel der Verlust höher aus als erwartet. Die Aktie zeigt sich im vorbörslichen Handel 1 Prozent niedriger.
Die Aktie von Texas Instruments wird 1,5 Prozent höher gestellt. Der Chipkonzern ist trotz der Belastungen durch die Coronakrise besser als gedacht durchs Quartal gekommen und zeigte sich auch für den Rest des Geschäftsjahrs überraschend optimistisch.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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(END) Dow Jones Newswires
July 22, 2020 06:20 ET (10:20 GMT)
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