MARKT USA/Ukraine, Corona und Fed lassen Anleger vorsichtig agieren
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Pandemieängste, der Ukraine-Krieg und die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve dürften die Anleger an der Wall Street am Dienstag vorsichtig agieren lassen. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes tendieren vorbörslich gut behauptet. Allerdings haben die US-Börsen am Montag schon deutlich nachgegeben, so dass einiges an schlechten Nachrichten eingepreist sein dürfte. Zur Entspannung dürften auch die erneut deutlich nachgebenden Ölpreise beitragen.
Die rasant steigende Zahl der Corona-Fallzahlen in China, neue Lockdowns in zahlreichen chinesischen Städten und pandemiebedingte Werksschließungen wecken Befürchtungen, dass sich die Lieferkettenprobleme wieder verschärfen könnten. China steht aber auch im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg im Blick. Moskau hat nach Aussagen von US-Vertretern Peking um militärische Ausrüstung gebeten, um die Sanktionen des Westens zu umgehen. Gespräche dazu zwischen Vertretern der USA und Chinas am Montag in der italienischen Hauptstadt Rom sind nach US-Angaben ergebnislos zu Ende gegangen. Die USA haben allerdings auch China Sanktionen angedroht, sollte es Russland unterstützen. Russland setzt derweil seine Angriffe auf ukrainische Ziele unvermindert fort.
An Konjunkturdaten werden am Dienstag der Empire State Manufacturing Index für März und die Erzeugerpreise aus dem Februar veröffentlicht. Ob die Daten allerdings viel Beachtung finden werden, scheint fraglich, zumal am Dienstag die zweitägigen Beratungen der US-Notenbank beginnen, deren Ergebnis am Mittwoch veröffentlicht wird. Beobachter rechnen mehrheitlich mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Erneut deutlich abwärts geht es mit den Preisen am Ölmarkt. Händler verweisen auf Spekulationen über eine sinkende Nachfrage aus China infolge der dortigen Corona-Pandemie. Auch das Atomabkommen mit dem Iran sei trotz des jüngsten Raketenangriffs auf den Irak noch nicht gescheitert. Damit könnte weiteres Öl auf den Markt kommen. Dazu gesellen sich Berichte, auch aus Venezuela könnte zusätzliches Erdöl an den Markt gelangen - US-Sanktionen könnten fallen. US-Regierungsbeamte bestätigten entsprechende Gespräche.
Optimistische Ausblick geben den Aktien von Fluggesellschaften im vorbörslichen Handel Auftrieb. United Airlines (+2,8%), Southwest Airlines (+1,2%) und Delta Air Lines (+2,3%) rechnen allesamt mit steigenden Umsätzen im Zuge des sich erholenden Passagieraufkommens.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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(END) Dow Jones Newswires
March 15, 2022 07:24 ET (11:24 GMT)
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