MARKT USA/Wall Street mit Nahostschlagzeilen leicht im Minus gesehen


Die neue Eskalation im Nahen Osten treibt die Erdölpreise am Montag nach oben und belastet die US-Börsen. Gleichwohl ist die Marktreaktion verhalten. Laut Händlern steckt in den aktuell höheren Ölpreisen noch immer eine Menge Optimismus, dass sich die USA und der Iran auf ein baldiges Kriegsende verständigen werden. Nach den Rekordständen der Wall Street in der Vorwoche sollten leichte Gewinnmitnahmen ohnehin nicht überraschen, heißt es weiter. Der Aktienterminmarkt lässt auf eine etwas leichtere Eröffnung am Kassamarkt schließen.

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Hintergrund für den leichten Stimmungsumschwung sind die Schlagzeilen über die Aufbringung eines iranischen Handelsschiffes durch die US-Marine im Golf von Oman. Dieses hatte versucht, die US-Blockade der Straße von Hormus zu durchbrechen. Die USA hatten zuvor bereits mehr als 20 Schiffe zurückgeschickt, die iranische Häfen verlassen hatten. Der Iran hat die Straße von Hormus wieder als geschlossen deklariert und außerdem die Teilnahme an der neuen Runde von Friedensgesprächen mit den USA in Pakistan in Frage gestellt.

"Die Ölpreise werden erneut von den Entwicklungen im Nahen Osten hin- und herbewegt, wobei eine scheinbare Deeskalation schnell wieder in eine Eskalation umschlägt", urteilen die ING-Analysten. Während die steigenden Ölpreise erneut Inflationssorgen heraufbeschwören, steigen in der Folge die US-Anleiherenditen und auch der Dollar legt zu. Ein ölpreisbedingter Inflationsschub dürfte es der US-Notenbank argumentativ sehr schwer machen, die Zinsen zu senken.

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April 20, 2026 06:20 ET (10:20 GMT)

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