Marktbericht

Nach US-Inflationsdaten: DAX schließt an Frankfurter Börse im negativen Bereich


Nach US-Inflationsdaten: DAX schließt an Frankfurter Börse im negativen Bereich

Wichtige Konjunkturdaten waren am Mittwoch weniger deutlich richtungsweisend als erhofft. Schlussendlich ging es jedoch sichtlich nach unten.

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Der DAX stieg nur wenig verändert in den Mittwochshandel ein. Lange Zeit pendelte der deutsche Leitindex um die Nulllinie, bis er am späten Nachmittag deutlicher zurückfiel. Schlussendlich verlor das Börsenbarometer 0,37 Prozent auf 15.896,23 Zähler.

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US-Inflationsdaten innerhalb der Erwartungen

Der Inflationsdruck in den USA hat im April leicht abgenommen, da die Wirtschaft Zeichen zu einer Abkühlung zeigt. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 4,9 (Vormonat: 5,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von 0,4 Prozent und einer stabilen Jahresteuerung von 5,0 Prozent gerechnet.

Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,4 Prozent auf Monats- und um 5,5 (Vormonat: 5,6) Prozent auf Jahressicht. Das entsprach genau den Prognosen der befragten Volkswirte.

Die Experten der Schweizer Großbank gehen wie Anleger generell davon aus, dass die Fed eine Zinspause einlegt. Die Zentralbank hob ihren Leitzins jüngst auf die neue Spanne von 5,0 bis 5,25 Prozent an. Eine von vielen erhoffte Lockerung sehen sie gleichwohl aber noch in weiter Ferne - und damit auch einen Grund für Anleger, wieder mehr ins Risiko zu gehen. Es könnte sich damit fortsetzen, dass der DAX unter 15.700 Zählern eine Unterstützung bekommt, die 16.000er Marke aber eine zu hohe Hürde ist.

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US-Schuldenlage sorgt für Risikovermeidung

Laut der Commerzbank meiden Anleger das Risiko auch wegen des befürchteten Zahlungsausfalls der US-Regierung. Auch nach einem Treffen mit hochrangigen Republikanern und Demokraten im Weißen Haus ist bei den Gesprächen über eine höhere Schuldenobergrenze kein Durchbruch in Sicht. Wir sind uns einig, dass wir unsere Diskussionen fortsetzen und uns am Freitag wieder treffen werden", sagte Präsident Joe Biden am Vortag nach einem Austausch mit Anführern beider Parteien.

Bilanzsaison geht weiter

Bei den Unternehmen legte Europas größter Energienetzbetreiber, E.ON, seine Zahlen zum ersten Quartal vor - auch die DAX-Titel Brenntag SE und Siemens Healthineers haben ihre Bücher geöffnet.

Im MDAX wurde der Chemiekonzern LANXESS nach einem Gewinnrückgang zum Jahresstart in der Tendenz etwas vorsichtiger für den um Sondereffekte bereinigten operativen Jahresgewinn.

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EVOTEC SE, die tags zuvor aus dem MDAX herausgenommen wurden, da der Pharma-Wirkstoffforscher aufgrund einer Cyberattacke seinen Jahresbericht nicht hatte rechtzeitig vorlegen können, ziehen nun wegen einer Partnerschaft Aufmerksamkeit auf sich.
Zudem lädt Volkswagen seine Aktionäre zur ersten regulären Hauptversammlung in Präsenz seit der Corona-Krise ein. Kritische Fragen von Aktionären werden zur Softwaretochter Cariad erwartet, deren Vorstand Volkswagen jüngst ausgetauscht hat.

Redaktion finanzen.net mit Material von Dow Jones Newswires, Reuters und dpa (AFX)

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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29.06.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
29.06.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.
27.06.26 Volkswagen (VW) vz Outperform RBC Capital Markets
26.06.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
25.06.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research