Maschinenbauer steigern Exporte auf Rekordhoch


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Exporte der deutschen Maschinenbauer sind trotz schwacher Konjunktur und Unsicherheit um den Ukraine-Krieg auf einen Rekordwert gestiegen. Die Ausfuhren legten im vergangenen Jahr um gut sechs Prozent zum Vorjahr auf 192,4 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband VDMA am Montag in Frankfurt mitteilte. Allerdings trieben höhere Preise im Zuge der Inflation den Exportwert hoch. Preisbereinigt fielen die Ausfuhren um 1,3 Prozent.

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"Zwar schönen Preiseffekte die Jahresbilanz. Doch auch real kann sich das Ergebnis sehen lassen", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Der von vielen gefürchtete starke Rückgang sei 2022 ausgeblieben.

Vor allem das vierte Quartal sei mit einem nominalen Plus von 9,3 Prozent stark verlaufen, erklärte Wiechers. Die Störungen der globalen Lieferketten hätten sich weiter aufgelöst. "Zudem sind die Exporterwartungen der Maschinen- und Anlagenbauer zuletzt gestiegen - ein gutes Omen für den Start in das noch neue Jahr 2023."

Im vergangenen Jahr blieben die USA der wichtigste Exportmarkt für die Maschinenbaubranche, die mit mehr als einer Million Beschäftigten eine deutsche Schlüsselindustrie ist. Die Ausfuhren in die USA wuchsen nominal um 20 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro. Dabei profitierten die Exporteure auch vom schwachen Euro zum US-Dollar.

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Die Exporte nach China sanken indes um 2,3 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Damit gingen 12,9 Prozent der deutschen Maschinenlieferungen in die USA und knapp zehn Prozent nach China. Während die US-Wirtschaft sehr robust sei, habe sich das Wachstum in Chinas Industrie ab dem zweiten Quartal abgeschwächt, hieß es.

Die Exporte in die EU stiegen 2022 um fünf Prozent auf 84,4 Milliarden Euro, womit fast 44 Prozent der Maschinen-Ausfuhren in die EU gingen. Die Exporte nach Russland brachen wegen der Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges um fast die Hälfte ein auf 2,8 Milliarden Euro./als/DP/men

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