Credo Technology-Aktie steigt zweistellig: Übernahme von DustPhotonics sorgt für Kaufrausch
Credo Technology treibt ihre Expansion im boomenden Markt für Hochgeschwindigkeits-Optik voran und übernimmt den Silicon-Photonics-Spezialisten DustPhotonics.
Werte in diesem Artikel
• Credo Technology übernimmt DustPhotonics
• Fokus auf Silicon Photonics für 800G bis 3,2T Datenverbindungen
• Aktie steigt zweistellig
Die Aktie von Credo Technology verzeichnet derzeit eine massive Aufwärtsbewegung. Der Titel gewann im NASDAQ-Handel schlussendlich kräftige 18,76 Prozent auf 159,57 US-Dollar, nachdem es bereits im Handel am Montag letztlich um 12,35 Prozent auf 134,36 US-Dollar nach oben ging.
Auslöser für den Kurssprung war die Ankündigung einer verbindlichen Übernahmevereinbarung mit dem Photonik-Spezialisten DustPhotonics. Der Deal unterstreicht die wachsende Bedeutung von Hochgeschwindigkeits-Optiklösungen für Rechenzentren und KI-Infrastrukturen.
Millionen-Übernahme stärkt Optik-Portfolio von Credo
Wie aus der Pressemitteilung von Credo hervorgeht, umfasst die Transaktion eine sofortige Barzahlung in Höhe von 750 Millionen US-Dollar sowie zusätzlich rund 0,92 Millionen Stammaktien des Unternehmens. Darüber hinaus sind erfolgsabhängige Earn-out-Zahlungen von bis zu etwa 3,21 Millionen weiteren Aktien vorgesehen, sofern definierte finanzielle Ziele erreicht werden.
Mit der Akquisition erweitert Credo gezielt sein Technologieportfolio im Bereich der Silicon-Photonics-basierten integrierten Schaltkreise (SiPho-PICs). DustPhotonics bringt dabei bestehende Lösungen für 400G-, 800G- und 1,6T-Transceiver ein und arbeitet bereits an einer Roadmap bis hin zu 3,2T-Systemen.
Der Abschluss der Transaktion wird - vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen und üblicher Vollzugsbedingungen - im zweiten Quartal des Kalenderjahres 2026 erwartet.
Strategischer Ausbau: Silicon Photonics als Wachstumstreiber
Mit der Integration der Technologie von DustPhotonics stärkt Credo Technology seine Position im schnell wachsenden Markt für optische Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Besonders im Fokus stehen Anwendungen wie Near-Port-Optics und Co-Packaged Optics, die in modernen KI-Rechenzentren zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Durch die Kombination mit bestehendem geistigem Eigentum in den Bereichen SerDes-Technologie und digitaler Signalverarbeitung (DSP) will Credo eine durchgängige End-to-End-Plattform für optische Konnektivität schaffen. Ziel sei es, sowohl Leistung als auch Energieeffizienz in datenintensiven Anwendungen deutlich zu verbessern.
Marktpotenzial bis 2030: Milliardenchance durch KI-Infrastruktur
Der Markt für Silicon-Photonics-PICs gilt als einer der dynamischsten Wachstumsbereiche der Halbleiterindustrie. Laut Angaben von Credo könnte das Marktvolumen bis 2030 auf rund 6 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Auch die finanziellen Erwartungen des Unternehmens sind ambitioniert: Das kombinierte Optik-Portfolio soll im Geschäftsjahr 2027 bereits mehr als 500 Millionen US-Dollar Umsatz erzielen. Zudem rechnet das Unternehmen damit, dass der Deal ab dem Geschäftsjahr 2027 einen positiven Effekt auf das bereinigte Ergebnis je Aktie (Non-GAAP EPS) haben wird.
Mit der Übernahme positioniert sich Credo damit klar im Wettbewerb um die Infrastruktur der nächsten Generation von KI- und Cloud-Rechenzentren. Ob dies gelingt bleibt - wie so oft - abzuwarten.
Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
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