Mehr Gewässerschutz - Merck baut Kläranlage in Darmstadt aus


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DARMSTADT (dpa-AFX) - Der Chemie- und Pharmakonzern Merck will seine zentrale Abwasserbehandlungsanlage in Darmstadt erweitern. Es gehe um eine vierte Reinigungsstufe, teilte der Dax (DAX 30)-Konzern am Donnerstag mit. Mit Aktivkohlefiltern soll die derzeitige Reinigungsleistung der Anlage von bis zu 98 Prozent nochmals erhöht werden. Die Bauarbeiten werden demnach im Sommer 2021 beginnen; die Inbetriebnahme ist für 2023 geplant. Die neuen Technologien kosten rund 12 Millionen Euro, sagte Matthias Bürk, Leiter des Merck-Standorts Darmstadt.

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Mit der Erweiterung seiner Kläranlage übernehme Merck Verantwortung für die Region, sagte die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Angesichts der besonderen wasserwirtschaftlichen Situation des Hessischen Rieds und der großen Bedeutung der Grundwasservorkommen für die Trinkwasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet sei ein effektiver Gewässerschutz wichtig.

Pro Jahr fallen bei Merck in Darmstadt rund 2,5 Milliarden Liter Abwasser an - etwa die Menge einer Kleinstadt. Bevor das Abwasser in den Darmbach eingeleitet wird, reinigt es Merck. Im ersten Schritt werden grobe Verunreinigungen wie Feststoffe, Sand und Partikel mechanisch entfernt. Es folgen die Entfernung von organischen Molekülen und Stickstoffverbindungen sowie die von Phosphaten. In der vierten Reinigungsstufe wolle Merck den Großteil aller noch im Wasser verbliebenden organischen Substanzen (Spurenstoffe) entfernen.

/als/DP/fba

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