Merz: Reformen im Wohlstand schwieriger als Wiederaufbau nach Krieg


BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zu mehr Mut im laufenden Reformprozess aufgerufen. "Wir sehen immer noch sehr viel Zaghaftigkeit, was die notwendigen Reformen betrifft", sagt er beim Tag der Familienunternehmen in Berlin.

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Er wies in diesem Zusammenhang auf die Widerstände gegen Veränderungen in Wohlstandsgesellschaften generell hin, mit denen es jetzt auch die Bundesregierung zu tun habe. "Ich sage das ohne jede Larmoyanz: Eine wohlhabende Gesellschaft zu verändern ist viel schwieriger, als ein Land nach Krieg und Zerstörung wieder aufzubauen."

Was die Bundesregierung sich vorgenommen habe, erfordere "Veränderungsbereitschaft aus dem Wohlstand heraus, vielleicht aus einer Wohlstandsillusion heraus", sagte Merz. Dieser Wohlstand werde sich als Illusion erweisen, "wenn wir jetzt nicht handeln und wenn wir jetzt nicht diese Veränderungen mit dieser Koalition auf den Weg bringen".

"Wieder an uns selbst glauben"

Merz hatte bereits am Morgen in seiner Regierungserklärung im Bundestag eindringlich zu mehr Veränderungsbereitschaft aufgerufen. "Es gibt keinen Grund, dass wir als Land, als Gesellschaft nicht wieder an uns selbst glauben", sagte er nun vor den Familienunternehmern. Es gebe keinen Grund, daran zu zweifeln, dass Deutschland sich einen vorderen Platz in der Welt im Umbruch erarbeiten könne./mfi/DP/men

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