Rocket Lab-Aktie legt zu: US Space Force vergibt Auftrag - AST SpaceMobile ebenfalls mit Kursgewinnen
Ein Auftrag über zwölf Raketenstarts bringt Rocket Lab tief in das US-Verteidigungsgeschäft und schiebt die Aktie an.
Werte in diesem Artikel
- Rocket Lab erhält vom US-Militär einen Auftrag über 266 Millionen US-Dollar
- Vertrag umfasst zwölf suborbitale Starts mit sechs weiteren als Option
- Rocket Lab-Aktie reagierte mit deutlichen Kursgewinnen auf die Nachricht
Rocket Lab zieht einen großen Rüstungsauftrag an Land: Das US-Militär vergibt an den Raketenbauer einen Festpreisvertrag über 266 Millionen US-Dollar für suborbitale Startdienste. Die Aktie schoss nach Bekanntgabe nach oben. An der NASDAQ war der Titel am Dienstag bereits 5,14 Prozent fester bei 69,12 US-Dollar aus dem Handel gegangen. Vorbörslich legt der Kurs zeitweise um weitere 4,33 Prozent auf 72,11 US-Dollar zu.
Zwölf Raketenstarts vom Weltraumbahnhof in Alaska
Der Vertrag sieht zwölf suborbitale Raketenstarts vor, dazu sechs weitere als Option. Ausgeführt werden sie am Pacific Spaceport Complex in Alaska, abgeschlossen sein soll das Programm bis Ende 2028. Vergeben wurde der Auftrag über das Space Systems Command, die Beschaffungsbehörde der US Space Force, und zwar in einem wettbewerblichen Verfahren mit drei Angeboten. Von der Gesamtsumme sind zunächst 112 Millionen US-Dollar fest gebunden, gedeckt aus Forschungs- und Entwicklungsmitteln des Haushaltsjahres 2025.
Rocket Lab-Aktie vor Ausbruch? Tiefer ins Verteidigungsgeschäft gerückt
Für Rocket Lab ist der Zuschlag mehr als ein Einzelgeschäft. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Long Beach positioniert sich zunehmend als Startdienstleister für staatliche und militärische Kunden, neben dem kommerziellen Satellitengeschäft. Dass sich der Konzern in einem Wettbewerb mit mehreren Bietern durchsetzte, unterstreicht diesen Anspruch. Für Anleger verschiebt sich damit ein Teil der Wachstumsfantasie vom reinen Raketengeschäft hin zu langfristigen Regierungsaufträgen, die planbare Erlöse über mehrere Jahre versprechen.
Auch AST SpaceMobile-Aktie mit kräftigem Kurssprung
Bewegung gab es am Dienstag auch bei einem anderen Vertreter der jungen Weltraumbranche. Die Aktie von AST SpaceMobile, das an einem satellitengestützten Mobilfunknetz arbeitet, sprang an der NASDAQ um 10,31 Prozent auf 63,34 US-Dollar, dreht vorbörslich jedoch ins Minus und verliert zeitweise 0,38 Prozent auf 63,10 US-Dollar. Ein direkter Zusammenhang mit dem Auftrag von Rocket Lab besteht nicht, doch beide Titel zeigen, wie sensibel die Kurse junger Raumfahrtwerte auf einzelne Nachrichten reagieren.
Für die Rocket Lab-Aktie wird nun entscheidend, ob dem Prestigeauftrag weitere Bestellungen aus dem Verteidigungssektor folgen. Einen belastbaren Hinweis darauf dürften die nächsten Quartalszahlen liefern, wenn das Management den Auftragsbestand und die Erlösplanung aktualisiert.
Julia Walter, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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