Milliardendarlehen beantragt

Frankreichs Wirtschaftsminister: Renault kämpft ums Überleben - Aktie unter Druck


Frankreichs Wirtschaftsminister: Renault kämpft ums Überleben - Aktie unter Druck

Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sieht den Autohersteller Renault in einer schweren Krise.

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"Renault kämpft um sein Überleben", sagte Le Maire der Zeitung "Le Figaro" am Freitag. Der Konzern habe ein staatlich garantiertes Darlehen von fünf Milliarden Euro beantragt, so der Minister. "Ich habe dieses Darlehen noch nicht unterzeichnet." Die Regierung fordere von Renault, "Verpflichtungen in drei Bereichen einzugehen: beim Elektrofahrzeug, beim Respekt gegenüber ihren Zulieferern und bei der Lokalisierung ihrer technologisch fortschrittlichsten Aktivitäten in Frankreich."

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Le Maire betonte außerdem, dass Renaults große Fabrik Flins im Pariser Großraum nicht geschlossen werden dürfe. "Dies ist die Position der Regierung und des Staates als Aktionär", sagte Le Maire am Freitagmorgen dem Sender Europe 1. Man warte nun auf die Vorschläge des Renault-Vorsitzenden. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", warnte er. "Renault kann verschwinden, die großen Industriehersteller können verschwinden." Er habe den Ernst der Krise nie verheimlicht und verheimliche den Ernst der Situation von Renault nicht, so der Minister.

Allerdings wisse er auch, dass Renault über außergewöhnliche Ressourcen, außergewöhnliche Technologien, motivierte Mitarbeiter und kompetente Arbeitskräfte verfüge. Seiner Meinung nach kann und wird das Unternehmen wieder auf die Beine kommen, wenn es eine Strategie definiere. Le Maire sieht dabei als richtige Strategie, das Unternehmen zu einem der technologisch fortschrittlichsten Hersteller der Welt zu machen, der bei Elektrofahrzeugen an der Spitze steht.

Schon nach dem Skandal um den früheren Konzernchef Carlos Ghosn war der Hersteller in Turbulenzen geraten. Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Absatzeinbruch führten zu der verschärften Krise. Generell sagte Le Maire zu "Le Figaro": "Ich habe keine Skrupel, unsere Unternehmen zu retten. Welche andere Lösung gibt es? Sich mit Hunderttausenden von Entlassungen und Konkursen abzufinden? Das wäre für unsere Wirtschaft tödlich gewesen."

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Die Renault-Aktie stand am Freitag unter Druck und verlor im Pariser Handel 2,86 Prozent auf 17,20 Euro.

/nau/DP/jha

PARIS (dpa-AFX)

Bildquellen: Julien Hekimian/Getty Images

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22.09.26 Renault Outperform Bernstein Research
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