Gute Stimmung in Japan: Nikkei 225 knackt nächste runde Rekordmarke
In Japan erreichte der Aktienmarkt nach der Leitzinsentscheidung der Bank of Japan ein neues Allzeithoch. Insgesamt war die Stimmung an den asiatischen Börsen aber gemischt.
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Die asiatischen Aktienmärkte zeigten am Dienstag kein einheitliches Bild.
Während der japanische Nikkei 225 nach der Zinsentscheidung der Notenbank zeitweise erstmals über die Schwelle von 70.000 Punkten sprang, anschließend aber wieder etwas unter die runde Marke zurückfiel und bei 69.404,50 Zählern noch um 0,13 Prozent höher in den Feierabend ging, belasteten schwache Daten in China: Der Shanghai Composite stand schlussendlich bei 4.091,89 Punkten unter dem Vortagesniveau (-0,11 Prozent).
In Südkorea trieb die Rally bei Halbleiterwerten den technologielastigen KOSPI nach oben: Er stieg letztlich um 2,11 Prozent auf 8.726,60 Einheiten.
Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges hatte die regionalen Börsen bereits am Vortag beflügelt, wirkte aber tendenziell noch ein wenig nach. "Die USA und der Iran stehen kurz vor einer Einigung, obwohl die Details noch wichtig sind", heißt es bei den OCBC-Analysten.
Keine Überraschung: Zinssätze in Japan auf 31-Jahreshoch
Die Bank of Japan hat die Zinssätze auf ein 31-Jahreshoch angehoben und stemmt sich damit gegen die Inflationsrisiken, die von einem kriegsbedingten Anstieg der Energiekosten ausgehen. Die Zentralbank hob ihren Leitzins von 0,75 Prozent auf 1 Prozent an, womit die Kreditkosten den höchsten Stand seit 1995 erreichen. Die Entscheidung war von Anlegern und Ökonomen weithin erwartet worden und an den Märkten bereits fast vollständig eingepreist.
Weitere Zinserhöhungen könnten sich nach Ansicht von Ökonomen als schwierig erweisen. Zudem wurde beschlossen, die Reduzierung von Ankäufen von Staatsanleihen ab April 2027 zu unterbrechen.
Chinesische Wirtschaft tritt auf der Stelle
In China gingen Einzelhandelsumsätze und Investitionen in Sachanlagen stärker als erwartet zurück. Letztere erreichten den niedrigsten Stand seit der COVID-Pandemie. Die Daten zeigen, dass die chinesische Wirtschaft angesichts einer nachlassenden Binnennachfrage weiterhin auf der Stelle tritt.
Die Immobilienpreise haben ihre Abwärtsspirale im Mai fortgesetzt. Dies verschärft die Immobilienkrise, die weiterhin eine erhebliche Belastung für die Binnennachfrage darstellt. Die Industrieproduktion stellt einen Lichtblick dar und stieg dank starker Auslandsnachfrage etwas stärker als veranschlagt.
Carolin Ludwig, Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net mit Material von Dow Jones Newswires
Bildquellen: 22 TREE HOUSE / Shutterstock.com, SeanPavonePhoto / Shutterstock.com
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