Nach Drohnenfund in Leipzig: Kein Flugverkehr auf Nordpiste


LEIPZIG (dpa-AFX) - Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle steht der Flugverkehr auf der nördlichen Landebahn weiter still. In direkter Nähe der "Nordpiste" standen zwischenzeitlich etwa 20 Einsatzwagen der Polizei, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete. Die Fahrzeuge fuhren demnach anschließend zurück in einen Bereich am Rande des Flughafens, wo sie bereits am Morgen abgewartet hatten.

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Flugverkehr läuft über "Südpiste"

Seit dem Morgen starten und landen die Flugzeuge den Beobachtungen zufolge auf der sogenannten Südpiste, die gestern noch gesperrt war. Dort war in der Nacht zum Mittwoch die Drohne mit der Sprengvorrichtung entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.

Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hieß es. Die Suche nach diesem zweiten Objekt sollte nach Angaben des Landeskriminalamtes heute fortgesetzt werden.

Generalstaatsanwaltschaft: Höchste Priorität

Die Generalstaatsanwaltschaft nannte zunächst keine Details zu den laufenden Maßnahmen. "Das Ermittlungsverfahren und die polizeilichen Maßnahmen werden mit höchster Priorität geführt und dauern an", teilte ein Sprecher mit. Weitere Auskünfte, etwa zur gefundenen Drohne und dem Sprengstoff oder Erkenntnissen aus der Untersuchung der DHL-Maschine, die mit dem noch unbekannten Objekt kollidierte, würden derzeit nicht erteilt. Offen blieb auch, ob die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernimmt. Diese ist unter anderem bei Terrorismus und Spionage zuständig./jbl/DP/mis

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