Nach gestrichenem Ausblick

Corestate Capital macht deutlich weniger Umsatz - Corestate-Aktie knickt ein


Corestate Capital macht deutlich weniger Umsatz - Corestate-Aktie knickt ein

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie haben beim Immobilienverwalter Corestate Capital auf die Bilanz gedrückt.

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Im ersten Halbjahr sei der Umsatz im Jahresvergleich um rund ein Fünftel auf 95,6 Millionen Euro zurückgegangen, wie das Unternehmen am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebitda) schrumpfte um mehr als 60 Prozent auf 25,9 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Konzerngewinn von 11,4 Millionen Euro, nach 47,8 Millionen Euro im Vorjahr.

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"Die durch die Krise getriebenen Veränderungen im Markt und im Kundenverhalten unterstützen uns, die bereits zuvor eingeleiteten Anpassungen in unserem Produktportfolio deutlich zu beschleunigen", sagte Unternehmenschef Lars Schnidrig. Zudem müsse das Unternehmen aufgrund der Belastungen auf das Ergebnis seine Kostenstruktur anpassen. "Wir werden uns in einigen Bereichen einfacher, effizienter und digitaler aufstellen und wollen hieraus deutliche Einspareffekte erzielen."

Den Ausblick auf das laufende Jahr hatte Corestate Ende April gestrichen. Insbesondere die Risiken einer zweiten Infektionswelle machten Vorhersagen schwierig, hieß es. Die Stimmung im Markt dürfte sich aber im vierten Quartal verbessern. Sobald die Folgen der COVID-19 Pandemie verlässlich einschätzbar seien und eine belastbare Planung möglich sei, werde Corestate einen aktualisierten Finanzausblick veröffentlichen.

Corestate-Aktien im freien Fall

Die Aktien von Corestate Capital sind am Dienstag im allgemein starken Marktumfeld zeitweise gehörig unter Druck geraten. Zum Börsenschluss sackten sie via XETRA nur noch um 1,72 Prozent auf 17,12 Euro ab. Im Tagestief waren sie bis auf 15,45 Euro gefallen und hatten so ihr bisheriges Rekordtief in der zweijährigen Börsenkarriere angesteuert. Dieses stammt von Mitte Mai, als für die Aktien nach dem Corona-Crash in der Talsohle lediglich 14,92 Euro gezahlt wurden.

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Laut dem Baader-Bank-Experten Andre Remke ist das zweite Quartal für den Immobilieninvestor wegen der Corona-Krise so schwach verlaufen wie befürchtet. Er zeigte sich aber überrascht davon, dass sich das Unternehmen nach wie vor keinen Jahresausblick zutraut. Seiner Einschätzung nach wird die Tatsache, dass der Konzern noch nicht einmal eine Spanne nannte, eine Kurserholung vorerst unterbinden. Sobald es neue Prognosen gebe, könnten die Aktien für Anleger aber wieder interessant werden, fügte er hinzu.

/mne/men

LUXEMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: CORESTATE Capital

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Datum Rating Analyst
07.04.22 Corestate Capital Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
11.08.21 Corestate Capital Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
11.08.21 Corestate Capital Buy Kepler Cheuvreux
19.05.21 Corestate Capital Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
19.05.21 Corestate Capital buy Kepler Cheuvreux

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