Nach Rekordquartal

Sixt-Aktie schwächer: Sixt hält an Ausblick für 2023 fest


Sixt-Aktie schwächer: Sixt hält an Ausblick für 2023 fest

Der Autovermieter Sixt hat im zweiten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die höchsten Werte der Unternehmensgeschichte erzielt.

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Deutlich höhere Mietwagenpreise als vor der Pandemie haben dem Sixt-Konzern im abgeschlossenen Quartal zu einem Umsatzsprung verholfen. Beim Gewinn fiel der Zuwachs allerdings magerer aus. Der Sixt-Vorstand zögerte zudem, seine Jahresziele nachzujustieren. "Entscheidend für die weitere Entwicklung wird vor allem der Geschäftsverlauf in der restlichen Sommersaison sein", hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Sixt erwirtschaftet nach eigenen Angaben im dritten Quartal - also der Hauptreisezeit im Sommer - etwa die Hälfte seines Jahresergebnisses. Die Sixt-Vorzugsaktie legte kurz am Morgen um gut zwei Prozent zu, die im MDAX notierte Stammaktie etwas weniger.

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Für das laufende Jahr rechnet das Management weiterhin mit einem Vorsteuergewinn (EBT) zwischen 430 und 550 Millionen Euro. Nur im Bestfall würde der Wert also den Vorjahreswert erreichen. Der Umsatz soll hingegen "erheblich" steigen. 2022 hatte Sixt knapp 3,1 Milliarden Euro erlöst. Jefferies-Analyst Constantin Hesse hatte bereits erwartet, dass der Vorstand seine Jahresziele lediglich bestätigt.

Auch bei der Flottenerneuerung zeigte sich Co-Chef Alexander Sixt zurückhaltend: "Die aktuellen unsicheren Konjunkturdaten für Europa und insbesondere Deutschland können den Verlauf des zweiten Halbjahres beeinflussen und wir sind daher auch in Bezug auf unseren Flotteneinkauf für 2024 entsprechend vorsichtig."

Zuletzt setzte der Konzern vor allem auf Premium-Fahrzeuge der Marken BMW, Mini, Mercedes-Benz Group und Audi, an denen der Konzern durchschnittlich mehr verdient. "Wir wollen und werden unsere Flotte 2023 weiter ausbauen. In allererster Linie mit Modellen von Premium-Herstellern", hatte Co-Chef Konstantin Sixt im Geschäftsbericht 2022 erklärt.

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Den Fokus darauf begründete Vertriebschef Vinzenz Pflanz im Geschäftsbericht damit, dass Kunden für "Premium-Qualität und -service" bereit seien, mehr zu zahlen. Dem Manager zufolge dürfte das Mietwagengeschäft nicht mehr "zum Billigpreisniveau der früheren Jahre" zurückkehren. Mittlerweile zählt Sixt in seiner vergrößerten Flotte im Durchschnitt des ersten Halbjahres fast 158.000 Fahrzeuge. Dem Unternehmen zufolge liegen die Mietwagenpreise "weiterhin klar über dem Niveau von 2019".

Angesichts der hohen Nachfrage sprang der Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel auf gut 925 Millionen Euro nach oben. Der Gewinn vor Steuern (EBT) wuchs hingegen um nicht einmal zwei Prozent auf knapp 132 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben im zweiten Quartal knapp 97 Millionen Euro übrig - ein Anstieg um drei Prozent. Die Eckdaten hätten die durchschnittlichen Schätzungen leicht übertroffen, kommentierte Baader-Bank-Branchenexperte Christian Obst.

Via XETRA schlossen die Sixt-Papiere 0,28 Prozent tiefer bei 107,60 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones) / PULLACH (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com

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29.06.26 Sixt SE St Buy Deutsche Bank AG
26.06.26 Sixt SE St Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
17.06.26 Sixt SE St Buy Deutsche Bank AG
15.05.26 Sixt SE St Kaufen DZ BANK
14.05.26 Sixt SE St Buy UBS AG