Nach Rentenreform: Handwerk fordert Senkung der Sozialbeiträge


BERLIN (dpa-AFX) - Das Handwerk fordert von der Bundesregierung ein zweites Reformpaket im Herbst, um die Sozialbeiträge zu senken. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, sagte der "Bild"-Zeitung, Ziel müsse sein, die Lohnzusatzkosten wieder "Richtung 40 Prozent" zu bringen.

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Die von der Koalition geplante Rentenreform unterstütze er zwar, sie dürfe aber nicht "ablenken davon, dass jetzt auf der anderen Seite etwas getan werden muss zur Senkung von Steuer- und Abgabenlast", so Dittrich. Der zu erwartende starke Anstieg der Rentenbeiträge im Jahr 2028 müsse durch Senkungen bei Kranken- und Pflegebeiträgen mindestens kompensiert werden. "Wir müssen diese Dinge gemeinsam betrachten."

Auch der Linken-Politiker Dietmar Bartsch forderte in der "Rheinischen Post" eine Senkung der Sozialabgaben - um Millionen von Arbeitnehmern im Niedriglohnbereich zu entlasten, die von den Steuersenkungen der Regierung nicht profitierten, weil sie aufgrund ihres geringen Verdienstes keine Einkommensteuer bezahlen müssten.

Union und SPD wollen die Vorschläge der Rentenkommission nach Aussagen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) zügig und vollständig umsetzen. Kern der Reformpläne ist die Einführung einer neuen Kapitalrente, für die die Rentenbeiträge steigen sollen. Der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hälftig gezahlte Rentenbeitrag würde um bis zu zwei Prozentpunkte erhöht. Dies käme zu einer ohnehin erwarteten Steigerung des Beitragssatzes von heute 18,6 Prozent des Bruttolohns hinzu. 2028 wird er Prognosen zufolge schon bei 19,9 Prozent liegen./mxx/DP/zb

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