Nach Umstrukturierung

Stärkere Regulierung: Ant Group übermittelt Verbraucherkreditdaten an Chinas Zentralbank


Stärkere Regulierung: Ant Group übermittelt Verbraucherkreditdaten an Chinas Zentralbank

Chinas Regierung zieht die Zügel für heimische Technologiekonzerne zunehmend an. Dies bekommt auch die Alibaba-Tochter Ant Group zu spüren, die den Machtkampf mit Peking verliert und künftig Daten zu Verbraucherkrediten mit der Notenbank teilt.

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• Kritik an Behörden hat Folgen
• Chinas Regulierer ziehen Zügel straff
• Ant Group teilt Verbraucherkreditdaten mit Zentralbank

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Die chinesischen Aufsichtsbehörden verschärfen ihre Kontrolle über Finanzplattformen im Internet, da sie hier versteckte Risiken befürchten. Auch die Ant Group ist betroffen, die mit ihrem Bezahldienst Alipay zu den größten Fintechs weltweit zählt.

Daten gehen an Zentralbank

Im Zuge dieser verschärften Regulierung werden künftig Daten von Ants Verbraucherkredit-Sparte Huabei an die People’s Bank of China (PBOC) übermittelt. Dies gelte zum Beispiel für Kontoeröffnungen, die Höhe von Kreditlinien oder auch den Status der Rückzahlungen, berichtet der US-Sender "CNBC". Details darüber, was und wann die Kunden etwas kaufen, werden hingegen nicht weitergegeben, hieß es.

Bereits im April hatte die "Financial Times" von einem Machtkampf zwischen Ant und der Zentralbank berichtet. Demnach wollte Peking das Fintech zwingen, Kundendaten an eine neu geschaffene Wirtschaftsauskunftei unter Leitung früherer Beamter der chinesischen Zentralbank weiterzugeben. Dadurch sollen diese Daten dann auch anderen konkurrierenden Banken zur Verfügung stehen. Zunächst habe die Ant Group darauf bestanden, das neue Kreditscoring-Unternehmen zu leiten, doch Peking hielt dagegen, dass dies einen Interessenskonflikt darstellen würde, hieß es in dem Bericht.

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Kampf gegen die Behörden

Die Probleme für Ant begannen im Herbst 2020, als der charismatische Alibaba-Gründer Jack Ma kurz vor dem geplanten Börsengang der Ant Group die Finanzbehörden als innovationshemmend kritisierte und so deren Zorn auf sich zog. Die Folge war, dass die Behörden, denen die unkonventionellen Methoden der Ant Group ohnehin schon länger ein Dorn im Auge waren, deren Börsendebüt im November kurzerhand platzen ließen. Mit einem Volumen von 34,5 Milliarden US-Dollar hätte es das größte IPO aller Zeiten werden können.

Darüber hinaus wurde Ant gezwungen, sich in eine Finanzholding umzuwandeln. Denn damit untersteht es nun wie eine Bank der PBOC sowie anderen Aufsichtsbehörden und muss beispielsweise strengere Auflagen erfüllen sowie mehr Liquidität bereithalten. Dabei fußt das Geschäftsmodell von Ant eigentlich darauf, dass es Kreditnehmer und -geber zusammenbringt, aber nicht selbst für die Kredite haftet.

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Der bis dahin sehr präsente Milliardär Ma, der diese verschärfte Regulierung mit seinen kritischen Äußerungen ausgelöst hat, wurde seitdem nur noch sehr selten in der Öffentlichkeit gesehen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Piotr Swat / Shutterstock.com

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