Flughafen Frankfurt plant mehr Nordwest-Starts - Fraport-Aktie bleibt stabil
Die Anrainerkommunen des Frankfurter Flughafens fordern Nachbesserungen am geplanten neuen Betriebskonzept mit mehr Abflügen Richtung Nordwesten.
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Die Kommunen sind in der Kommission zur Abwehr des Fluglärms vertreten, die bei einer Sondersitzung verbindlichere Regelungen zum Lärmschutz forderte. Das Vorhaben lasse in seiner bisherigen Form zu viel Spielraum. Die Fluglärmkommission (FLK) begrüßte, dass der Flughafenbetreiber Fraport das Konzept zuletzt überarbeitet und um Lärmschutzmaßnahmen ergänzt hat. Die Maßnahmen müssten aber rechtlich möglichst abgesichert werden.
Dies gelte beispielsweise für eine vorgesehene Lärmpause für Starts Richtung Nordwesten. Sie müsse verbindlich zwischen 5 und 8 Uhr festgelegt werden. Bislang soll sie lediglich zwischen 6 und 8 Uhr möglichst eingehalten werden. Zudem müssten weitere Lärmpausen geprüft werden. Nordwestabflüge müssten verbindlich auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt werden.
Gemeinden wollen gegen Konzept vorgehe
nDie besonders betroffenen Gemeinden Flörsheim, Hattersheim und Hochheim kündigten an, juristische Schritte zu prüfen. Das sagte der Hochheimer Bürgermeister Dirk Westedt (FDP). Dabei würden die Gemeinden von den Städten Wiesbaden und Mainz sowie dem Main-Taunus-Kreis unterstützt.
Nötig sind die Änderungen laut Fraport, um auch künftig einen sicheren Luftverkehr zu gewährleisten, wenn es wie prognostiziert wieder mehr Starts und Landungen in Frankfurt geben wird.
Man könne das neue Betriebskonzept nicht stoppen, sagte der FLK-Vorsitzende, der Offenbacher Stadtrat Paul-Gerhard Weiß (FDP). Man wolle aber beeinflussen, wie es ausgestaltet sei.
Monitoring der Auswirkungen geplant
Sollte der vorhergesagte Anstieg der Flugbewegungen nicht eintreten, solle das alte Betriebskonzept eingesetzt werden, fordert die FLK. Die Auswirkungen des Konzepts würden genau beobachtet.
Die FLK bekräftigte ihre Kritik am Vorgehen Fraports. Weiß sprach von nicht eingehaltenen Zusagen nach dem Flughafenausbau. Es handele sich um einen Vertrauensbruch, der Unmut und Enttäuschung ausgelöst habe. Die bereits am meisten belasteten Kommunen würden nun entgegen aller Zusagen nochmals mehr Lärm hinnehmen müssen.
Die Fraport-Aktie notiert am Mittwoch im XETRA-Handel zeitweise auf Vortagesniveau bei 67,20 Euro.
/isa/DP/men
RAUNHEIM (dpa-AFX)
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 23.06.26 | Fraport Market-Perform | Bernstein Research | |
| 16.06.26 | Fraport Neutral | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 12.06.26 | Fraport Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 12.06.26 | Fraport Overweight | Barclays Capital | |
| 20.05.26 | Fraport Neutral | JP Morgan Chase & Co. |