OECD-General: Infektionsgeschehen trübt deutschen BIP-Ausblick


BERLIN (Dow Jones)--Die OECD hat ihren besonders pessimistischen Wirtschaftsausblick für Deutschland mit der neuen Infektionswelle begründet. "Die Wirtschaftsdynamik zu Beginn des nächsten Jahres wird sich höchstens seitwärts bewegen oder abwärts, es wird also nicht nach oben gehen", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria anlässlich der Vorstellung des Wirtschaftsberichts 2020 für Deutschland. "Das betrifft die Arbeitsplätze, Investitionen und so weiter."

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Nach dem Wirtschaftseinbruch in diesem Jahr erwartet die OECD für Deutschland 2021 nur ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,8 Prozent. Dies ist der vergleichsweise pessimistischste Ausblick: Andere Prognosen gehen von einer Erholung zwischen 3 und 5 Prozent im kommenden Jahr aus. Die Bundesregierung rechnet mit einem Plus von 4,4 Prozent, die EU-Kommission mit 3,5 Prozent.

OECD-General Gurria erklärte, dass die Staaten auch über das gesamte Jahr 2021 noch mit den Auswirkungen das Coronavirus leben müssten. Die Verteilung der Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung werde "sicher bis ins dritte Quartal hinein dauern". Gerade die Handelspartner Deutschlands litten unter der Auswirkungen der zweiten Welle und würden weniger Wachstum erleben. "Das sind alles Elemente, die wir eben auch mit betrachtet haben", so Gurria.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/jhe

(END) Dow Jones Newswires

December 08, 2020 07:03 ET (12:03 GMT)

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