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Großinsolvenzen steigen weiter: Jede dritte Firmenpleite in Westeuropa

kommt aus Deutschland

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Hamburg (ots) -

- Deutschland bleibt Hotspot für Großinsolvenzen in Europa

- Zahl großer Firmenpleiten steigt im ersten Halbjahr 2026 erneut, Autoindustrie

besonders betroffen

- Weltweite Fallzahlen legen ebenfalls zu, Westeuropa vereint mehr als 60

Prozent aller Großinsolvenzen

- Risiko von Dominoeffekten entlang komplexer Lieferketten bleibt hoch

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Die Zahl der Großinsolvenzen in Deutschland bleibt auf Rekordniveau. Im ersten

Halbjahr 2026 registrierte der weltweit führende Kreditversicherer Allianz Trade

33 Unternehmensinsolvenzen von Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro

Jahresumsatz. Das sind 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit setzt sich der

Negativtrend nach dem Rekordjahr 2025 fort.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Allianz Trade mit insgesamt 94 Großinsolvenzen

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in Deutschland (2024: 87 Fälle, +8 %) den bislang höchsten Wert seit Beginn der

Auswertung von Großinsolvenzen im Jahr 2015.

Keine Verschnaufpause: Autoindustrie führt Branchenranking an

"Es gibt auch 2026 keine Verschnaufpause bei den Großinsolvenzen", sagt Milo

Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Der

Negativtrend aus dem Vorjahr verfestigt sich. Das ist ein Warnsignal für die

deutsche Wirtschaft. Es zeigt, dass der Anpassungsdruck in vielen Branchen

weiterhin enorm ist. Großunternehmen stehen häufig im Zentrum komplexer

Wertschöpfungsketten. Fällt ein Marktteilnehmer dieser Größenordnung aus,

geraten oftmals auch Zulieferer, Dienstleister und andere Geschäftspartner unter

Druck."

Besonders betroffen waren im ersten Halbjahr 2026 die Automobilbranche mit

sieben Großinsolvenzen, gefolgt vom Einzelhandel (5 Fälle) sowie Maschinenbau

und Dienstleistungen (je 4 Fälle). Damit geraten zunehmend auch klassische

industrielle Kernbranchen unter Druck.

Durchschnittliche Schäden sinken, aber Risiken bleiben erhöht

Mit der steigenden Zahl der Fälle nahmen auch die wirtschaftlichen Schäden durch

Großinsolvenzen zu: Der kumulierte Jahresumsatz der insolventen Großunternehmen

erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 um 3 % auf rund 4,5 Mrd. EUR.

Der durchschnittliche Umsatz insolventer Großunternehmen sank zwar um knapp 7 %

im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 137 Mio. EUR. Das deutet darauf hin,

dass zuletzt etwas kleinere Unternehmen betroffen waren. Angesichts der

weiterhin hohen Fallzahlen bleibt das Gesamtrisiko für Lieferanten und

Kreditgeber jedoch erheblich.

12-Monats-Trend: Jede dritte Großinsolvenz in Westeuropa kommt aus Deutschland

In den vergangenen vier Quartalen verzeichnete Allianz Trade weltweit insgesamt

504 Großinsolvenzen. Davon entfielen 325 Fälle auf Westeuropa. Deutschland

vereinte mit 97 großen Insolvenzen etwa 30 Prozent aller Großinsolvenzen in

Westeuropa, gefolgt von Frankreich (69), Italien (62) und Großbritannien (45).

"Jede dritte Insolvenz in Westeuropa in den vergangenen zwölf Monaten kommt aus

Deutschland", sagt Bogaerts. "Wir erwarten auch im weiteren Jahresverlauf keine

nachhaltige Entspannung. Die Zahl der Großinsolvenzen dürfte 2026 auf einem

erhöhten Niveau bleiben. Besonders Branchen mit hohen Investitions- und

Energiekosten sowie Unternehmen mit geringer Preissetzungsmacht bleiben anfällig

für finanzielle Schieflagen."

Weltweite Großinsolvenzen legen ebenfalls um 13 % zu im ersten Halbjahr

Deutschland ist mit diesem Trend nicht allein: Auch global kämpfen Unternehmen

mit ähnlichen Entwicklungen. Die Zahl der weltweiten Großinsolvenzen nimmt im

bisherigen Jahresverlauf weiter zu. Im ersten Halbjahr 2026 registrierte Allianz

Trade weltweit insgesamt 247 Großinsolvenzen. Das sind 13 % mehr als im

Vorjahreszeitraum.

Die meisten globalen Großinsolvenzen verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 der

Einzelhandel (59 Fälle), der Dienstleistungssektor (38 Fälle) sowie das

Baugewerbe (33 Fälle). Diese Branchen lagen auch im Vergleich zu ihren

langfristigen Durchschnittswerten deutlich über dem historischen Niveau.

Westeuropa: 6 von 10 Insolvenzen weltweit im ersten Halbjahr 2026

"Die Zahl der Großinsolvenzen steigt in vielen Regionen der Welt. Westeuropa

bleibt jedoch besonders betroffen und steht für mehr als 60 Prozent aller

weltweit erfassten Fälle", sagt Maxime Lemerle, Leiter der Insolvenzforschung

bei Allianz Trade. "Das zeigt: Die wirtschaftliche Erholung vieler europäischer

Industriebranchen bleibt fragil. Besonders Unternehmen in energieintensiven und

kapitalintensiven Bereichen stehen weiterhin unter erheblichem Druck. Dadurch

steigt die Anfälligkeit für größere Unternehmensausfälle."

Neben den erwarteten Belastungen im Einzelhandel, im Dienstleistungssektor und

in der Bauwirtschaft geraten zunehmend auch wichtige europäische

Industriebranchen wie Chemie, Automobil und Maschinenbau unter Druck. Im

Vergleich zu den historischen Durchschnittswerten verzeichnen sie

überdurchschnittlich viele Großinsolvenzen.

Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und

anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz

gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100

Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an,

um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.

Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die

Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen

kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen und hat sofortigen Zugriff

auf die Daten von 289 Mio. Unternehmen in mehr als 160 Ländern. Insgesamt

umfassen die Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen

Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfallen.

Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und

gibt den weltweit über 75.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte

und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating

von Standard & Poor's ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im

Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.

Das Unternehmen ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.900

Mitarbeiter weltweit. 2025 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen

konsolidierten Umsatz von EUR 4 Milliarden und versicherte weltweit

Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.

Weitere Informationen auf http://www.allianz-trade.de

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zukunftsgerichteten Aussagen beträchtlich abweichen. Zu solchen Faktoren gehören

u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage einschließlich der

branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft bzw. die Kernmärkte der

Allianz-Gruppe, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte einschließlich der

"Emerging Markets" einschließlich Marktvolatilität, Liquidität und

Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten

Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen

ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß

der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen

einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der

Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen

einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der Europäischen

Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken bzw.

ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich

der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,

sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem örtlichen,

regionalen, nationalen oder internationalen Rahmen. Die

Eintrittswahrscheinlichkeit vieler dieser Faktoren kann durch Terroranschläge

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