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Alvarez & Marsal Distress Alert zeigt: / Geopolitische Instabilität

verschärft Unternehmenskrisen weiter

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N.Y./München (ots) -

- Sinkende Gewinne bleiben der stärkste Krisentreiber, verschärft durch

geopolitische Spannungen im Nahen Osten

- Deutschland und Frankreich weisen die höchste Konzentration betrieblicher

Schwierigkeiten auf

- Über zahlreiche Branchen hinweg bleiben die Krisensignale in Europa und dem

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Nahen Osten unverändert hoch

Das weltweit tätige Beratungsunternehmen Alvarez & Marsal (https://www.alvarezan

dmarsal.com/thought-leadership/a-m-activist-alert-for-europe-interim-2026-report

) (A&M) hat seinen aktuellen halbjährlichen "Alvarez & Marsal Distress Alert"

(ADA) veröffentlicht. Die Analyse bewertet die finanzielle Leistungsfähigkeit

und Bilanzstabilität von mehr als 15.000 Unternehmen in Europa und im Nahen

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Osten. Die aktuelle Ausgabe auf Basis der Geschäftsberichte 2025 zeigt, dass der

Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen in Europa und dem Nahen Osten ist

auf 9,2 % gestiegen ist. Das bedeutet ein Plus von 18,4 % gegenüber vor drei

Jahren und der höchste Stand seit vier Jahren. Der Anstieg zieht sich nahezu

durch alle Regionen und Branchen und deutet auf eine zunehmend systemische Krise

hin.

Die Analyse zeigt, dass sinkende Erträge der wichtigste Treiber der zunehmenden

Unternehmenskrise sind. Fast 15 % der Unternehmen verzeichnen eine schwächere

Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig setzen geopolitische Spannungen und volatile

Energiemärkte die Margen weiter unter Druck und erschweren profitables Wachstum

sowie eine stabile Cashflow-Generierung.

Obwohl sich der Anteil der Unternehmen mit anfälligen Bilanzen stabilisiert hat,

liegt er mit 28 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Höhere Finanzierungs- und

Betriebskosten infolge geopolitischer Spannungen dürften den finanziellen

Handlungsspielraum weiter einengen und die Erholung vieler Unternehmen

verzögern.

"Die steigende Zahl von Unternehmensinsolvenzen zeigt, wie stark Unternehmen in

Europa und dem Nahen Osten unter anhaltendem Kosten- und Margendruck stehen. Der

Nahostkonflikt verschärft die Belastung durch höhere Energie- und

Lieferkettenkosten und hat die Stabilisierung des vergangenen Jahres weitgehend

zunichtegemacht. Gleichzeitig setzt die schwächere Nachfrage viele Unternehmen

zusätzlich unter Druck. In diesem volatilen Umfeld werden sich vor allem

diejenigen Unternehmen behaupten, die ihre finanzielle Widerstandsfähigkeit

stärken und ihre operative Effizienz konsequent verbessern", kommentiert Volker

Gross (https://www.alvarezandmarsal.com/our-people/volker-gross), Managing

Director bei A&M Deutschland.

Frankreich und Deutschland sind am stärksten von Unternehmensnot betroffen

Frankreich bleibt der Markt mit den höchsten Belastungen in Europa. Der Anteil

finanziell angeschlagener Unternehmen stieg im Jahresvergleich um 30 % auf 12,4

% und verzeichnet damit den stärksten Anstieg aller untersuchten Länder. Mehr

als jedes dritte Unternehmen verfügt zudem über keine solide Bilanz. Ursachen

sind das schwache Wirtschaftswachstum, die anhaltende politische Unsicherheit

und das eingetrübte Geschäftsklima.

In Deutschland hat sich der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen zwar

bei 14,8 % stabilisiert, die strukturelle Anfälligkeit bleibt jedoch hoch. Mit

29,7 % weist nahezu jedes dritte Unternehmen keine solide Bilanzstruktur auf.

Damit bleibt Deutschland der Markt mit dem zweithöchsten Ausmaß an

Unternehmensnot in Europa.

Im Vereinigten Königreich ist der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen

von 7,5 % auf 8,2 % gestiegen. Zugleich melden mehr Unternehmen rückläufige

Erträge, und 25,8 % verfügen über keine ausreichende Bilanzstärke.

Auch Italien und die Benelux-Länder verschlechtern sich weiter, während sich die

Lage im Nahen Osten mit einem Anstieg von 4,5 % auf 9,4 % nahezu verdoppelt hat.

Modeeinzelhandel, Chemie sowie Medien und Unterhaltung sind am stärksten

belastet

Die geopolitische Instabilität verschärft die Krise in vielen europäischen

Branchen. Höhere Kosten, anhaltende Lieferkettenstörungen und eine nachlassende

Nachfrage belasten die Liquidität der Unternehmen und schwächen ihre finanzielle

Widerstandsfähigkeit.

Besonders stark betroffen ist der Modeeinzelhandel. Rund 14 % der Unternehmen

befinden sich in finanzieller Schieflage. Es folgen die Chemieindustrie mit 12 %

sowie der Medien-, Unterhaltungs- und Mediendienstleistungssektor mit 11,7 %. In

letzterem kämpft zudem fast jedes fünfte Unternehmen mit finanziellen

Schwierigkeiten, unter anderem infolge des tiefgreifenden Wandels durch KI in

Werbung, Marketing und Content-Produktion.

Die stärkste Verschlechterung im Jahresvergleich verzeichnete die

Automobilindustrie. Der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen stieg von 9

% auf 11,2 %. Ursachen sind die schwächere Nachfrage, anhaltender Kostendruck

und der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Hersteller.

Auch die Bauwirtschaft gerät weiter unter Druck. 9,1 % der Unternehmen befinden

sich in finanziellen Schwierigkeiten. Besonders betroffen sind Hersteller von

Baustoffen sowie Unternehmen im Wohnungsbau.

Methodik

Das Restrukturierungsteam von A&M hat eine eigene Methodik entwickelt, um die

Leistungsfähigkeit und die Bilanzstabilität europäischer Unternehmen zu

bewerten. Damit sollen diejenigen identifiziert werden, die sich in finanziellen

Schwierigkeiten befinden oder sich in diese Richtung entwickeln könnten.

Im Rahmen der Studie wurden Daten von über 15.000 Unternehmen mit einem

Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Euro in 33 europäischen und nahöstlichen

Ländern analysiert. Diese Unternehmen haben durchgängig Daten für alle

Geschäftsjahre von 2022 bis 2025 bereitgestellt.

Der Index analysiert 18 KPIs, um zwei Teilwerte zu ermitteln: den Leistungswert,

der auf der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Unternehmens sowie auf

entsprechenden, im Branchenvergleich gemessenen KPIs basiert, und den

Robustheitswert, der auf detaillierten Bilanzdaten beruht.

Den vollständigen ADA-Report erhalten Sie hier

(https://www.alvarezandmarsal.com/insights/distress-alert-report-July-2026).

Über Alvarez & Marsal

Alvarez & Marsal (https://www.alvarezandmarsal.com/de/global-locations/germany)

zählt seit seiner Gründung im Jahr 1983 zu den weltweit führenden

Unternehmensberatungen. Das Unternehmen genießt insbesondere für seine Expertise

in den Bereichen Leadership, Strategie, Ergebnisverantwortung und Umsetzung

höchstes Renommee.

Das Leistungsspektrum von Alvarez & Marsal umfasst Unternehmensberatung,

Services zur Optimierung der Geschäftsentwicklung sowie Turnaround-Management -

stets mit praxisnahen, auf die individuellen Anforderungen jedes

Mandantenzugeschnittenen Lösungen. Gestützt auf ein globales Netzwerkerfahrener

Industrieexperten, hochkarätiger und erfahrenden Beraterinnen und Berater -

viele mit Board-Level Erfahrung -unterstützt Alvarez & Marsal Unternehmen,

Vorstände, Private-Equity-Gesellschaften, Anwaltskanzleien und staatliche

Institutionen dabei, Transformationsprozesse zu gestalten, Risiken zu reduzieren

und in jeder Wachstumsphase nachhaltigen Wert zu generieren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter

http://www.germanyalvarezandmarsal.com/de

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