OTS: BearingPoint GmbH / Satellitenkommunikation wird laut ...

17.06.26 07:15 Uhr

Satellitenkommunikation wird laut BearingPoint-Studie zum neuen

Wachstumshebel für Mobilfunkanbieter (FOTO)

Frankfurt am Main (ots) - Ihren wirtschaftlichen Wert entfaltet

Satellitenkommunikation im B2B- und B2C-Mobilfunkgeschäft erst durch klare

Positionierung, Integration und Monetarisierung, nicht durch die Technologie

allein.

Satellitenkommunikation entwickelt sich für Mobilfunknetzbetreiber zunehmend vom

technologischen Nischenthema zu einem strategischen Hebel. Treiber dieser

Entwicklung sind nicht primär neue technische Möglichkeiten, sondern

strukturelle Veränderungen in zwei zentralen Geschäftsfeldern: ein weitgehend

gesättigter Privatkundenmarkt sowie ein dynamisch wachsendes, gleichzeitig

anspruchsvolleres Geschäftskundensegment.

Zwei aktuelle Studien von BearingPoint analysieren, wie Mobilfunknetzbetreiber

(MNOs) satellitengestützte Konnektivität gezielt einsetzen können, um diese

Herausforderungen zu adressieren - mit unterschiedlichen Logiken im B2B- und

B2C-Kontext.

Wachstum verschiebt sich: IoT steigt deutlich, Privatkundengeschäft bleibt unter

Druck

Im Geschäftskundensegment entwickelt sich insbesondere das Internet of Things

(IoT) zum zentralen Wachstumstreiber. In Deutschland wird die Zahl der

IoT-Verbindungen über lizenzpflichtigen Mobilfunk von 82 Millionen im Jahr 2024

auf voraussichtlich 138 Millionen bis 2030 (Wachstum von 68 Prozent) steigen.

Im Privatkundensegment hingegen ist der Markt weitgehend gesättigt: Die

Mobilfunkdurchdringung lag 2024 bereits bei rund 87 Prozent, während bis 2030

nur noch ein jährliches Wachstum neuer Nutzer von etwa 0,2 Prozent erwartet

wird. Gleichzeitig stagnieren die Erlöse pro Kunde trotz hoher Investitionen in

Infrastruktur.

Vor diesem Hintergrund rücken neue Monetarisierungsansätze zunehmend in den

Fokus.

B2B: Satellitenkommunikation als Absicherung geschäftskritischer Prozesse

Im B2B-Umfeld wird Konnektivität zunehmend Teil operativer Wertschöpfung und

somit auch Teil des Risikomanagements von Unternehmen. Satellitenkommunikation

adressiert vor allem die Grenzen terrestrischer Netze, etwa bei global

verteilten, mobilen oder schwer zugänglichen Anwendungen.

Entscheidend ist dabei: Unternehmen bewerten satellitengestützte Konnektivität

nicht primär anhand technischer Leistungsdaten, sondern entlang wirtschaftlicher

Kriterien wie:

- Absicherung geschäftskritischer Prozesse

- Total Cost of Ownership (TCO)

- Service-Level Agreements (SLA)

Die zugrunde liegende Analyse basiert unter anderem auf qualitativen

Experteninterviews und liefert eine indikative Einordnung der

Entscheidungslogiken im Markt.

"Im B2B-Kontext wird Konnektivität zunehmend Teil der Wertschöpfung.

Entscheidend ist dabei ihr Beitrag zur Stabilität und Verfügbarkeit

geschäftskritischer Prozesse. Für Mobilfunkanbieter ergibt sich daraus eine

klare strategische Rolle: Satellitenkommunikation nicht als eigenständiges

Produkt, sondern als integralen Bestandteil von IoT-Lösungen zu positionieren

und über Plattformen zu orchestrieren", kommentiert Julius Hafer, Partner und

Telco-Experte bei BearingPoint.

B2C: Sicherheitsversprechen statt Netz-Upgrade

Im Privatkundensegment folgt Satellitenkommunikation einer anderen Logik.

Direct-to-Device (D2D)-Technologie ermöglicht erstmals eine direkte Verbindung

von Smartphones mit Satelliten, entfaltet ihren Mehrwert jedoch nicht im Alltag,

sondern in spezifischen Nutzungssituationen.

Die Analyse zeigt eine klare Konzentration der Relevanz:

- 93 Prozent der Befragten sehen D2D in Notfallsituationen als relevant

- 81 Prozent bei Auslandsreisen in abgelegene Regionen

- 78 Prozent bei Outdoor-Aktivitäten

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung mit 156 Teilnehmenden aus

Deutschland und dienen der indikativen Einordnung von Kundenbedürfnissen und

Erwartungshaltungen.

Kommerziell kann D2D insbesondere über monatliche Zusatzangebote wirksam werden:

Add-on-Modelle im Bereich von rund 5,70 bis 6,00 Euro pro Monat können eine

Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer im Mobilfunksegment von

bis zu 40 Prozent ermöglichen.

"Im B2C-Markt entsteht der wirtschaftliche Wert von Satellitenkommunikation in

kritischen Momenten. Dieser emotionale Anker bildet die Grundlage für

Zahlungsbereitschaft. Entscheidend ist daher, D2D konsequent als

Sicherheitsversprechen zu positionieren und nicht als weiteres technisches

Feature. Der Wert entsteht im Angebot, nicht im Netz", so Julius Hafer.

Die Kundenschnittstelle entscheidet über den Erfolg

Für Mobilfunknetzbetreiber wird Satellitenkommunikation damit zu einer

strategischen Weichenstellung. Differenzierung entsteht weniger durch die

Verfügbarkeit der Technologie als durch deren Integration in marktfähige

Angebote und durch die Fähigkeit, die Kundenschnittstelle zu besetzen.

"Die zentrale Frage lautet nicht mehr, ob satellitengestützte Konnektivität Teil

des Portfolios wird, sondern wie konsequent sie entlang der jeweiligen

Marktlogiken in B2B und B2C umgesetzt wird. Der wirtschaftliche Mehrwert

entsteht dabei durch die gezielte Übersetzung in konkrete Angebote, Services und

Geschäftsmodelle", resümiert Julius Hafer.

Die vollständigen Studienergebnisse stehen hier zur Verfügung:

https://ots.de/CBBq75

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit

europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner

Technologien transformiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Transformation,

indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie,

Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten

dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte

SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte

Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovative Lösungen für die

Herausforderungen unserer Kunden.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und

Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und

engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen

Geschäftserfolg.

BearingPoint gehört zu den TIME World's Best Companies und den Forbes World's

Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die

hohe soziale und ökologische Standards erfüllt.

Weitere Informationen:

Homepage: https://www.bearingpoint.com/

LinkedIn: http://www.linkedin.com/company/bearingpoint

Instagram: https://www.instagram.com/bearingpoint_dach/

Pressekontakt:

Alexander Bock

Global Senior Manager Communications

Tel: +49 89 540338029

E-Mail: mailto:alexander.bock@bearingpoint.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/68073/6295867

OTS: BearingPoint GmbH