US-Börsen schließen nahezu unverändert -- DAX geht mit Verlust ins Wochenende -- Zalando: BaFin prüft Verstöße beim Jahresabschluss -- Bayer, BYD, Gold, Bitcoin, Microsoft, ON, Chip-Aktien im Fokus
NASA-Deal zündet den Kurs-Turbo: Rocket Lab-Aktie springt nach oben und zieht Intuitive Machines & Co. mit. KNDS-Aktie vor Börsengang - Haushaltsausschuss billigt Einstieg des Bundes. SoftBank-Aktie bricht ein: Zweifel am Zeitplan des OpenAI-Börsengangs. Aktien von VW, Mercedes-Benz & Co.: Autobauer fördern Verkauf von Verbrennern wieder stärker.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt gab vor dem Wochenende kräftig nach.
So baute der DAX seinen anfänglichen Verlust im Tagesverlauf aus und schloss letztlich 1,29 Prozent tiefer bei 24.671,22 Punkten.
Der TecDAX folgte der Tendenz des Leitindex und beendete den Freitagshandel 0,84 Prozent schwächer bei 3.860,16 Zählern.
Der deutsche Aktienmarkt folgte am letzten Handelstag der Woche den Verlusten in Asien - auf Wochensicht wurde damit ein klares Minus verzeichnet. Sowohl der Nikkei 225 als auch der südkoreanische KOSPI haben am Freitag kräftig verloren. Beide Indizes hatten zuvor Rekordstände erreicht.
Als Ursache nannten Marktbeobachter die wieder aufgeflammten Bewertungssorgen im KI-Umfeld sowie die Furcht vor Engpässen bei Speicherchips. QC-Partners-Analyst Thomas Altmann brachte es laut dpa-AFX auf den Punkt: "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."
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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag merklich tiefer.
Der EURO STOXX 50 war mit einem minimalen Abschlag gestartet und rutschte im weiteren Verlauf tiefer in die Verlustzone. Schlussendlich ging er mit einem Minus von 0,73 Prozent bei 6.221,55 Einheiten ins Wochenende.
Hauptbelastungsfaktor war die Sorge vor steigenden Chippreisen: Die rasant wachsende Nachfrage im KI-Bereich verschärft die Knappheit bei Speicherchips und treibt die Kosten, weshalb Ökonomen bereits vor einer sogenannten KI-Inflation warnen. Apples angekündigte Preiserhöhungen für Laptops und Tablets verdeutlichen, wie weit sich dieser Effekt bereits in der Lieferkette niederschlägt.
Nach Einschätzung von Marktexperte Timo Emden geben geldpolitische Unsicherheiten wieder stärker die Richtung vor. "Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass die KI-Euphorie nicht jeden Bewertungsmaßstab außer Kraft setzen kann."
Zusätzlich behielten Anleger die Lage im Nahen Osten im Blick: Iranische Revolutionsgarden griffen am Donnerstag ein unter singapurischer Flagge fahrendes Frachtschiff in der Straße von Hormus an - ein Vorfall, der das erst kürzlich zwischen den USA und dem Iran geschlossene Waffenstillstandsabkommen belastet.
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An den US-Börsen hielten sich die Anleger am Freitag zurück.
So tendierte der Dow Jones Industrial in engen Bahnen und verlor zum Handelsschluss 0,09 Prozent auf 51.876,11 Punkte.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite wies rote Vorzeichen auf und ermäßigte sich um 0,24 Prozent auf 25.297,62 Zähler.
US-Technologiewerte kamen am Freitag nach einer kurzen Verschnaufpause erneut unter Verkaufsdruck. Investoren zeigten sich zunehmend skeptisch, ob die breite Kundschaft die bevorstehenden Preiserhöhungen der großen Technologiekonzerne dauerhaft akzeptieren wird. Gleichzeitig zogen Marktteilnehmer Kapital aus dem Chipsektor ab und stellten es in Unternehmen mit verbesserten Wachstumsperspektiven um. Diese Rotation weg von Halbleiterwerten spiegelte eine veränderte Risikobereitschaft wider. Aktien, die im KI-Boom besonders stark zugelegt hatten, gerieten dabei besonders unter Druck, da Anleger Gewinne mitnahmen. Substanzwerte hielten sich dagegen vergleichsweise gut und verzeichneten nur moderate Verluste. Insgesamt deutet die Bewegung auf eine vorsichtigere Neubewertung von Wachstumstiteln hin.
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Vor dem Wochenende sackten die Börsen in Fernost teils kräftig ab.
In Tokio geriet der Nikkei 225 deutlich unter die Räder und verlor letztlich 4,15 Prozent auf 69.360,88 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland belief sich das Minus für den Shanghai Composite derweil auf 2,26 Prozent auf 4.027,27 Zähler.
Mit einem roten Vorzeichen zeigte sich auch der Hang Seng in Hongkong: Hier ging es schließlich 1,76 Prozent abwärts auf 22.671,86 Einheiten.
Der südkoreanische KOSPI brach unterdessen um 5,81 Prozent auf 8.411,21 Punkte ein.
Die asiatischen Aktienmärkte gerieten am Freitag unter Druck, besonders in Südkorea und Japan. Im Mittelpunkt stand erneut der Technologiesektor, wo Anleger nach der jüngsten Rally Gewinne mitnahmen. Als Auslöser galt Apple: Der Konzern plant, gestiegene Chipkosten über höhere Preise weiterzugeben. Zusätzliche Unsicherheit brachte ein Medienbericht, dem zufolge OpenAI seinen geplanten Börsengang möglicherweise nach hinten verschieben könnte. Das befeuerte die bekannte Debatte über überhöhte Bewertungen im KI-Umfeld - die Halbleiterbranche erlebte damit einen weiteren Rücksetzer in ihrem zuletzt volatilen Auf und Ab.
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