Rheinmetall-Crash belastet: DAX schließt in Rot -- US-Börsen uneinheitlich -- KNDS-Börsengang fix -- Samsung: Milliarden-Rückkauf -- SK hynix, TUI, KI-Titel, Cerebras, Palantir, Arm, Intel im Fokus
Auch JPMorgan kappt die Ölpreisprognose deutlich. QUALCOMM greift nach KI-Software. Bei Wendy's trifft Turnaround-Hoffnung auf Meme-Fieber. Fitch bestätigt Lufthansa-Rating. ifo-Geschäftsklima steigt. Alphabet steigt in den Dow Jones auf. Risse in Tragflächen: Behörde zwingt 16 Airbus A380 zum Check. TAG Immo: Polnische Tochter kommt bei 34 Zloty an die Börse. Musk verliert Billionärsstatus.
Marktentwicklung
Am deutschen Aktienmarkt herrscht am Mittwoch Unsicherheit vor.
Der DAX baute seine anfänglichen Verluste im weiteren Handelsverlauf deutlich aus. Letztlich stand ein Abschlag um 0,62 auf 24.740,36 Punkte auf der Kurstafel.
Der TecDAX drehte ins Minus und schloss 0,5 Prozent schwächer bei 3.883 Zählern.
Die Anleger mieden am Mittwoch weiter das Risiko. Vor den nach US-Börsenschluss erwarteten Zahlen von Micron Technology hielt sich der Markt zurück - die Commerzbank verwies auf neue Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Rally.
Größter Belastungsfaktor war Rheinmetall: Die Aktie brach zweistellig ein und kostete zeitweise erstmals seit über einem Jahr wieder weniger als 1.000 Euro - eine Halbierung gegenüber dem Rekordhoch vom Oktober. Hintergrund war die Meldung, wonach ein Fregatten-Großauftrag der Bundeswehr (Typ F126, laut JPMorgan-Analyst David Perry rund 12 Milliarden Euro) zugunsten von TKMS thyssenkrupp Marine Systems umgeleitet wird. Perry fürchtet ein verfehltes Auftragseingangsziel.
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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Mittwoch schwächer.
Der EURO STOXX 50 war zwar mit einem geringfügigen Plus gestartet, im weiteren Verlauf fiel er aber in rotes Terrain und beendete den Handelstag 0,25 Prozent leichter bei 6.214,70 Punkten.
Belastend wirkten insbesondere die deutlichen Abschläge an den asiatischen Börsen, wo vor allem Technologiewerte unter Verkaufsdruck standen.
Nachdem die europäischen Aktienmärkte bereits am Vortag spürbar unter dem globalen Abverkauf hoch bewerteter Technologiewerte gelitten haben, ging es am Mittwoch weiter abwärts. Im Fokus stand zudem der ifo-Geschäftsklimaindex, der als wichtigster Frühindikator für die deutsche Wirtschaft gilt. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im Juni wie erwartet leicht aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex steigt auf 85,6 (Mai revidiert: 85,0) Punkte.
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Die Wall Street konnte sich im Mittwochshandel nur teilweise erholen.
Der Dow Jones Industrial legte zur Wochenmitte 0,36 Prozent auf 51.850,87 Punkte zu.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite konnte seine zwischenzeitlichen Gewinne nicht verteidigen und schloss bei 25.476,64 Zählern - 0,43 Prozent tiefer.
Teilnehmer sprachen laut Dow Jones Newswires von Zurückhaltung. Angesichts der jüngsten Turbulenzen im Tech-Sektor richteten sich alle Augen auf die Quartalszahlen des Speicherchip-Giganten Micron Technology, die nach dem offiziellen Handelsende erwartet werden. Da die Produkte des Konzerns in Rechenzentren und hochmodernen Computersystemen verbaut werden, gilt der Bericht als wichtiger Gradmesser für die Investitionsbereitschaft im KI-Bereich.
Von Konjunkturseite wurde bekannt, dass das Defizit in der US-Leistungsbilanz im ersten Quartal 2026 deutlich gestiegen ist - stärker als erwartet.
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Die Börsen in Asien zeigten sich am Mittwoch teilstabilisiert.
In Tokio setzte der Nikkei 225 allerdings seine Korrektur fort und verlor 0,88 Prozent auf 69.174,97 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland drehte die Anlegerstimmung ins Positive: Der Shanghai Composite schloss 0,11 Prozent höher bei 4.110,81 Punkten.
Stabilisierungtendenzen zeigten sich auch in Hongkong, dort stieg der Hang Seng um 0,33 Prozent auf 23.412,18 Zähler.
Nach einem dramatischen Kurseinbruch von fast 10 Prozent am Vortag legte der KOSPI unterdessen 3,26 Prozent auf 8.471,02 Punkte zu. Gleichzeitig dämpfte eine Entscheidung von MSCI die Stimmung: Der Indexanbieter lehnte es erneut ab, Südkorea als "Entwickelten Markt" (Developed Market) einzustufen, und verwies zur Begründung auf anhaltende Hürden beim Marktzugang, insbesondere im Devisenhandel.
Eine zaghafte Stabilisierung an den asiatischen Aktienmärkten nach dem Ausverkauf bei Technologiewerten am Vortag prägte das Bild am Mittwoch.
In Japan belastete die Geldpolitik: Aus den Meinungsäußerungen auf der vergangenen Sitzung der Bank of Japan geht eine wachsende Besorgnis über die Inflation hervor. Zudem wird die Notwendigkeit betont, die Zinssätze in einem stetigen Tempo anzuheben. Japanische Aktien könnten bis zum Jahresende stärker steigen als bisher angenommen, so die Strategen der Bank of America. "Die Haupttreiber sind eine stärker als erwartet gestiegene Expansion der KI-Nachfrage und eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Straße von Hormus offen bleibt", urteilen die Analysten.
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