Jefferies sieht weiteres Kurspotenzial bei der Siemens Energy-Aktie

Eine mögliche Abspaltung bringt die Siemens Energy-Aktie ins Gespräch - und Jefferies bezieht dazu klar Position.
Werte in diesem Artikel
- Jefferies bestätigt die Kaufempfehlung für Siemens Energy mit einem Kursziel von 215 Euro
- Auslöser ist ein Bericht über eine mögliche Abspaltung der Sparte Transformation of Industry
- Das Ziel liegt deutlich über dem Konsens von rund 186 Euro
Das US-Analysehaus Jefferies hält an seiner Kaufempfehlung für die Siemens Energy-Aktie fest und bestätigt ein Kursziel von 215 Euro, wie dpa berichtet. Auslöser ist ein Bericht des Manager Magazins über eine mögliche Abspaltung der Sparte Transformation of Industry (ToI), die Analyst Lucas Ferhani ausdrücklich begrüßen würde. An der Börse ging es für den DAX-Wert am Montag im XETRA-Handel letztlich 0,13 Prozent auf 169,14 Euro bergauf.
Warum Jefferies die Abspaltungsfantasie begrüßt
Den Anstoß lieferte ein Bericht des Manager Magazins, wonach der Konzern eine Abspaltung der Industriesparte ToI prüfen könnte. Eine offizielle Bestätigung steht aus. Ferhani sieht in einem solchen Schritt dennoch Vorteile: Im Geschäft mit Gasturbinen und Energienetztechnik sei das Wachstumspotenzial größer, zudem winke den Aktionären ein höheres Ausschüttungspotenzial. Seine Einschätzung datiert vom Sonntag, den 21. Juni 2026. Bereits zuvor hatte der Analyst sein Ziel kräftig von 164 auf 215 Euro angehoben und damit auf die Dynamik im Netz- und Turbinengeschäft reagiert.
Kursziel deutlich über dem Konsens
Mit 215 Euro liegt die Vorgabe rund 27 Prozent über dem aktuellen Kurs und klar oberhalb des Konsenses, der aus elf Analysen bei rund 186 Euro liegt. Die Bandbreite der Ziele bleibt allerdings beachtlich und reicht von 110 bis 225 Euro. JPMorgan führt mit einem Overweight-Votum und 225 Euro die optimistische Seite an, die Deutsche Bank bestätigte zuletzt eine Kaufempfehlung mit 200 Euro. Die Spannweite zeigt vor allem eines: wie unterschiedlich die Häuser die nachhaltige Marge einschätzen.
Operativ stark, auf dem Papier teuer
Operativ läuft es beim Energietechnikkonzern rund. Der Auftragseingang erreichte zuletzt einen Rekordwert, die Jahresprognose hob das Management im laufenden Geschäftsjahr bereits zweimal an. Diese Stärke hat ihren Preis: Binnen eines Jahres hat sich der Aktienkurs in etwa verdoppelt, das KGV liegt bei gut 60, und der Kurs übersteigt den Buchwert um mehr als das Zwölffache. Auf statischen Kennzahlen ist der Titel damit ambitioniert bewertet. Hinzu kommt das Ausführungsrisiko in der Windtochter Gamesa, das die optimistischen Szenarien jederzeit ausbremsen kann.
Ob aus der Abspaltungsfantasie mehr wird, dürfte erst eine offizielle Aussage des Unternehmens zeigen. Den nächsten belastbaren Datenpunkt liefern die Quartalszahlen zum dritten Geschäftsquartal, die Siemens Energy üblicherweise im August vorlegt.
Alexandra Hesse, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Bildquellen: Siemens Energy AG
