Erholung: DAX schließt fester -- US-Börsen uneins -- Micron: Mega-Gewinnwachstum dank KI-Boom -- Wendy's, Rheinmetall, IBM, TUI, DroneShield, QUALCOMM, Ölmarkt, Infineon, Alibaba, Take Two im Fokus
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Marktentwicklung
Anleger am deutschen Aktienmarkt griffen am Donnerstag beherzt zu.
So zeigte sich der DAX bereits zur Startglocke freundlich und legte im weiteren Verlauf noch stärker zu. Dabei übersprang er im Tagesverlauf vorübergehend auch wieder die 25.000-Punkte-Marke. Letztlich stand ein Plus von 1,03 Prozent bei 24.994,83 Punkten an der Kurstafel.
Der TecDAX drehte nach einem negativen Start im Anschluss umgehend in die Gewinnzone und verblieb dort. Schlussendlich ging er mit einem Zuwachs von 0,25 Prozent bei 3.892,72 Zählern in den Feierabend.
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seiner Talfahrt am Vortag erholt. "Die Anleger stecken zwischen Zinssorgen und hohen Erwartungen an den KI-Sektor fest, was das Handelsgeschehen in eine lethargische Schaukelbörse verwandelt", stellte Marktanalyst Timo Emden laut dpa-AFX fest. So würden die jüngsten Verluste eher wie eine Verschnaufpause und nicht wie der Beginn einer handfesten Korrektur wirken.
Das Kursfeuerwerk bei Micron nach den Quartalszahlen des US-Chipkonzerns ließ auch die deutschen Aktien aus dem Halbleitersektor wieder mächtig anspringen.
Stützend wirkte zudem, dass sich die Ölpreise wie bereits in den vergangenen Tagen dank der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs weiter reduzieren. Zuletzt hatten sowohl die USA als auch der Iran nach ersten Gesprächen Fortschritte signalisiert, wenngleich ihre Darstellungen bisweilen auseinandergingen. Zudem haben mehr Öltanker die Straße von Hormus durchqueren können.
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Die europäischen Aktienmärkte legten am Donnerstag deutlich zu.
Der EURO STOXX 50 eröffnete die Sitzung ohne klare Richtung, zog im Anschluss aber merklich an und beendete den Handelstag 0,85 Prozent stärker bei 6.267,53 Punkten.
Klarer Lichtblick im Technologiesektor: Nach tagelangem Verkaufsdruck sorgten starke Quartalszahlen und ein optimistischer Ausblick von Micron Technology für spürbare Erholung. Der Speicherchiphersteller legte im US-Handel auf ein Rekordhoch zu und sorgte so für Rückenwind für den KI-nahen Sektor in Europa.
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Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich.
Der Dow Jones Industrial schloss 0,14 Prozent höher bei 51.920,93 Punkten und sackte damit deutlich unter seine Tageshöchststände an. Zuvor war im Handelsverlauf bei 52,655.66 Punkten sogar noch ein neues Rekordhoch erzielt worden.
Dagegen drehte der Techwerteindex NASDAQ Composite im Verlauf ins Minus, am Ende stand ein Verlust von 0,46 Prozent auf 25.358,60 Punkte.
Etwas Rückenwind kam von Micron Technology und beruhigenden Inflationsdaten.
Der Speicherchiphersteller Micron Technology hauchte der KI-getriebenen Rally am Aktienmarkt neues Leben ein. Das Unternehmen hat die Markterwartungen bei praktisch allen wichtigen Finanzkennziffern klar übertroffen und den Ausblick mit einer beeindruckenden Prognose angehoben - die Aktien haussieren.
Marktakteure werteten den Zahlenausweis als Vertrauensbeweis für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Die Geschäftszahlen "haben die Hoffnungen auf KI-getriebenes Wachstum neu entfacht und dazu beigetragen, die Angst vor einer möglichen Blase zu zerstreuen", urteilt Marktstratege Henry Allen von der Deutschen Bank.
Ein weiterer den Markt stützender Faktor kam vom Ölpreis. Denn die Erdölpreise fielen zeitweise mit Fortschritten bei den Friedensverhandlungen und der offenbar sicheren Passage von Tankern durch die Straße von Hormus. Die Preise bewegen sich wieder auf dem Niveau, auf dem sie vor Ausbruch des Iran-Krieges gelegen hatten.
Mit Erleichterung wurden auch Inflationsdaten aufgenommen. Der im Zusammenhang mit den Daten zu den Persönlichen Einkommen und Ausgaben veröffentlichte PCE-Index deckte sich im Mai im Großen und Ganzen mit der Konsensschätzung von Volkswirten. Der Index ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Daneben ist die Beschäftigungslage in den USA noch immer gut: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche von einem ohnehin recht niedrigen Niveau noch etwas stärker als angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs in dritter Lesung im ersten Quartal stärker als erwartet und als zunächst gemeldet. Dagegen fiel der Auftragseingang bei langlebigen Gütern im Mai etwas deutlicher als erwartet, und der Chicago Fed National Activity Index rutschte im Mai geringfügig in negatives Terrain. Die Inflationsdaten lindern Zinserhöhungsängste.
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An den Börsen in Fernost war am Donnerstag keine gemeinsame Richtung zu erkennen.
In Tokio sprang der Nikkei 225 letztlich kräftige 4,61 Prozent nach oben auf 72.366,34 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland war hingegen ein moderates Plus zu erkennen: Der Shanghai Composite gewann 0,23 Prozent auf 4.120,28 Zähler.
Mit einem roten Vorzeichen zeigte sich der Hang Seng in Hongkong: Hier ging es schließlich 1,43 Prozent abwärts auf 23.076,91 Einheiten.
Der südkoreanische KOSPI zog letztlich um 5,42 Prozent auf 8.930,30 Punkte an und führte damit seine Erholung vom dramatischen Kurseinbruch am Dienstag fort.
An den asiatischen Aktienmärkten zeigte sich am Donnerstag ein uneinheitliches Bild. Steile Kursanstiege in Südkorea und Japan standen Verluste in Hongkong und Australien gegenüber. Im Fokus der Anleger standen vor allem die am Vorabend vorgelegten Zahlen des US-Techriesen Micron Technology. Diese überzeugten auf ganzer Linie und geben vor allem KI- sowie Chipaktien deutlichen Rückenwind. Das war besonders bei den Techwerten in Japan und Südkorea zu spüren.
Die Stimmung im Technologiesektor erhielt zusätzlichen Auftrieb durch geplante US-Börsenlistings zweier Schwergewichte aus Asien: Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK hynix sowie der japanische NAND-Spezialist Kioxia Holdings wollen US-Hinterlegungsscheine ausgeben. Weitere Unterstützung kam von einem nachgebenden Ölpreis, der beim amerikanischen Rohöl der Sorte WTI mittlerweile unter die Marke von 70 US-Dollar je Barrel gefallen ist.
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