Im Rückwärtsgang

Aktien von NVIDIA, Microsoft und Co: Rücksetzer der Magnificent Seven ein Warnsignal?


Aktien von NVIDIA, Microsoft und Co: Rücksetzer der Magnificent Seven ein Warnsignal?

Die "Magnificent Seven" gerieten zuletzt spürbar unter Druck und rutschten in den Korrekturbereich. Während viele Anleger nervös reagieren, sehen Marktbeobachter darin kein Warnsignal.

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• Magnificent Seven fallen in den Korrekturbereich
• Experten sehen gesunde Marktrotation statt Krise
• KI-Gewinne fließen zunehmend in neue Sektoren

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Die einst unaufhaltsamen "Magnificent Seven" haben einen Dämpfer erhalten. Der Roundhill Magnificent Seven ETF, der die Aktien von Apple, Microsoft, NVIDIA, Amazon, Alphabet, Meta Platforms und Tesla bündelt, ist mehr als zehn Prozent von seinem jüngsten Hoch von Mitte Mai gefallen und befindet sich damit offiziell im Korrekturbereich. Doch was auf den ersten Blick beunruhigend wirkt, könnte laut Experten sogar ein positives Signal für den US-Aktienmarkt sein.

Anleger nehmen Gewinne mit - Kapital fließt in neue KI-Gewinner

Auslöser für die Korrektur seien laut MarketWatch unter anderem anhaltende Inflationssorgen, die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank sowie die enormen Investitionen der Tech-Konzerne in künstliche Intelligenz. Allein Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft dürften 2026 zusammen rund 700 Milliarden US-Dollar in ihre KI-Geschäfte investieren.

Für Cullen Rogers, Portfoliomanager bei Wedbush Funds, ist die Entwicklung jedoch kein Warnsignal. Gegenüber MarketWatch erklärte er: "Die ‚Mag Seven‘ haben eine enorme Rally hingelegt." Viele Investoren würden nun Gewinne mitnehmen und ihr Kapital in andere Bereiche des KI-Ökosystems umschichten. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Speicherchips, Infrastruktur und Software stünden zunehmend im Fokus.

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Korrektur statt Crash: Experten sehen gesunde Marktrotation

Die sieben Tech-Giganten machen aktuell rund 34 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500 aus. Ihre Dominanz hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Sorgen vor einer zu starken Marktkonzentration ausgelöst.

Gerade deshalb bewertet Rogers die aktuelle Entwicklung positiv. "Das ist keine Flucht aus dem Markt", sagte er laut MarketWatch. "Aber es ergibt sehr viel Sinn, die nächsten Ebenen zu betrachten, in denen Anwendungen und letztlich Monetarisierung stattfinden werden."

Auch Steve Sosnick, Chefstratege bei Interactive Brokers, sieht die Lage differenziert. "Das Gesetz der großen Zahlen arbeitet gegen diese Unternehmen", erklärte er gegenüber MarketWatch. Viele Anleger seien bereits investiert. "Es erfordert inzwischen viel Aufwand, frisches Geld in diese Aktien zu lenken."

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KI-Boom bleibt intakt - doch Anleger verlangen mehr Disziplin

Die hohen KI-Ausgaben der Tech-Konzerne rücken dabei zunehmend in den Fokus. So haben Amazon und NVIDIA zuletzt neue Schulden aufgenommen, während sich Alphabet frisches Eigenkapital beschafft hat. Gleichzeitig investieren die Unternehmen Milliarden in neue Rechenzentren und Infrastruktur.

Dadurch verschiebt sich die Aufmerksamkeit der Investoren von Wachstum um jeden Preis hin zu Fragen nach Rentabilität und Kapitalrendite. Anleger verlangen zunehmend Belege dafür, dass sich die gewaltigen KI-Investitionen langfristig auszahlen.

Dennoch bleibt Sosnick optimistisch. Die Magnificent Seven seien weiterhin hervorragend positioniert, um von der KI-Revolution zu profitieren. Allerdings warnt er vor zu großer Selbstverständlichkeit: "Aber nichts sagt, dass die heutigen Gewinner auch die langfristigen Gewinner sein werden." Und weiter: "Das beste KI-Unternehmen könnte erst noch gegründet werden."

Aktuelle Kurse der Magnificent Seven im Blick

Die Aktie von NVIDIA verlor am Donnerstag 1,64 Prozent auf 195,74 US-Dollar, während sich die Papiere von Alphabet um 0,83 Prozent auf 342,19 US-Dollar verbilligten. Apple fiel um 6,12 Prozent auf 275,15 US-Dollar, Microsoft gab um deutlichere 3,46 Prozent auf 352,83 US-Dollar ab. Tesla schloss bei 375,12 US-Dollar und damit 0,11 Prozent tiefer. Die Aktie von Meta Platforms zeigte sich dagegen 2,65 Prozent leichter bei 542,87 US-Dollar und zählt damit weiterhin zu den hochpreisigen Werten innerhalb der "Magnificent Seven". Amazon fiel um 3,10 Prozent auf 227,01 US-Dollar.

Bettina Schneider, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: NayRich / Shutterstock.com, Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

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