DAX schließt in Rot -- Dow letztlich stabil -- Hyperscaler-Aktien unter Druck -- SpaceX verbrennt Milliarden an Börse -- Infineon, ASML, Novo Nordisk, RWE, Rheinmetall, D-Wave, IonQ, Rigetti im Fokus
ExxonMobil-Klage zu Enteignungen unter Fidel Castro zugelassen. init plant Kapitalerhöhung. HOCHTIEF-Aktie schwach nach DAX-Aufstieg. Oracle tauscht Mitarbeiter gegen Chips. NVIDIA will Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren drastisch senken. Vonovia plant Wandelanleihen in dreistelliger Millionenhöhe. Deutsche Telekom erhält Rating-Upgrade von Fitch.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Dienstag schwächer.
Der DAX ist mit einem tiefroten Start klar unter die Marke von 25.000 Punkten gesackt. Im weiteren Verlauf konnte das Aktienbarometer seine Abschläge nur zum Teil aufholen und 0,98 Prozent schwächer bei 24.893,58 Punkten schließen.
Der TecDAX hingegen war nur mit einem moderaten Verlust gestartet, baute diesen aber im Anschluss kräftig aus und ging 1,7 Prozent tiefer bei 3.904 Indexpunkten in den Feierabend.
Belastend wirkten vor allem Gewinnmitnahmen an den asiatischen Börsen sowie an der US-Technologiebörse NASDAQ. In Asien gerieten insbesondere in Japan und Südkorea die Technologiewerte nach ihren jüngsten Rekordständen unter Druck. Europäische Werte mit viel eingepreister KI-Fantasie folgten der internationalen Entwicklung.
Unterdessen gehen die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Rahmenabkommen zur dauerhaften Beendigung des Konflikts auf technischer Ebene weiter. US-Vizepräsident JD Vance zufolge zeigt sich Teheran zudem bereit, wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land zu lassen. Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf hat diesen Angaben jedoch widersprochen.
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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag mit Verlusten.
Der EURO STOXX 50 vergrößerte sein anfängliches Minus und beendete den Handelstag 1,28 Prozent leichter bei 6.230,55 Punkten.
Belastend wirkten die schwächeren Vorgaben der Wall Street sowie insbesondere die deutlichen Abschläge an den asiatischen Börsen, wo vor allem Technologiewerte unter Verkaufsdruck standen.
Im Mittelpunkt des Interesses standen zudem die Einkaufsmanagerindizes für Juni. Marktteilnehmer hatten angesichts der Entspannung im Nahost-Konflikt bereits in den aktuellen Daten mit einer leichten Stimmungsaufhellung gerechnet. Tatsächlich hat sich die wirtschaftliche Abschwächung in der Eurozone im Juni verlangsamt, während der Inflationsdruck weiter nachließ. Der von S&P Global veröffentlichte Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft, der sowohl die Industrie als auch den Dienstleistungssektor umfasst, stieg von 48,5 Punkten im Mai auf 49,5 Punkte.
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An der Wall Street hielten sich die Anleger im Dienstagshandel zurück.
So eröffnete der Dow Jones Industrial kaum verändert, rutschte dann direkt im Anschluss moderat ins Minus und konnte sich im weiteren Verlauf wieder an die Nulllinie vorarbeiten. Somit ging er quasi unverändert (-0,09 Prozent) bei 51.666,84 Punkten aus der Sitzung.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite blieb nach einem sehr schwachen Start auch weiterhin tief in der Verlustzone und schloss letztlich 2,21 Prozent schwächer bei 25.587,04 Zählern.
Der Auslöser für die kräftigen Verluste bei den Technologie-Werten sind Bedenken, dass die US-Zinsen länger als erwartet auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Dazu kommt die Frage, ob sich die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur im aktuellen Tempo fortsetzen werden. Technologie- und Halbleiteraktien gehörten zu den größten Gewinnern der Rally seit dem vergangenen Jahr, was sie besonders anfällig mache, wenn die Stimmung umschlage, so ein Marktbeobachter laut Dow Jones Newswires. Entscheidend werde daher sein, ob die jüngste Schwächephase lediglich eine Konsolidierung im KI-Bereich darstelle oder den Beginn einer umfassenderen Neubewertung des Sektors.
Teilnehmer verwiesen auch auf die sehr schwachen Vorgaben aus Asien, wo es vor allem für die Halbleiterwerte abwärts ging. Daher standen an der Wall Street vor allem die Chipwerte unter Abgabedruck.
Für Unsicherheit sorgten auch die jüngsten massiven Abgaben bei SpaceX.
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Die Börsen in Asien gaben am Dienstag kräftig nach.
In Tokio gab der Nikkei 225 3,55 Prozent auf 69.788,38 Punkte ab, nachdem er zum Wochenstart noch ein neues Allzeithoch aufstellen konnte.
Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite um 1,37 Prozent auf 4.106,25 Punkte nach unten.
In Hongkong verlor der Hang Seng unterdessen an Boden und steht 1,82 Prozent tiefer bei 23.336,28 Indexpunkten.
Am deutlichsten fiel das Minus jedoch beim südkoreanischen KOSPI aus, der letztlich 9,99 Prozent auf 8.203,84 Stellen abrutschte.
Marktteilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen nach der zuletzt von Künstlicher Intelligenz getragenen Rally. Auch an den US-Börsen zählten Technologiewerte zu den schwächsten Sektoren. Besonders stark fielen die Verluste in Südkorea aus. Dort gerieten vor allem die Schwergewichte der Halbleiterbranche massiv unter Verkaufsdruck. Allerdings hatten diese Titel seit Jahresbeginn auch die größten Kursgewinne verzeichnet. Damit ist die Zuversicht über die Fortschritte bei den Friedensbemühungen im Nahen Osten, die noch am Vortag für Unterstützung gesorgt hatte, zunächst verflogen. Stattdessen rücken erneut die Sorgen vor einem möglichen Scheitern der Verhandlungen in den Vordergrund.
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