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Gold-Aktien nach dem Kurssturz: Diese fünf Minenwerte empfiehlt Barclays


Gold-Aktien nach dem Kurssturz: Diese fünf Minenwerte empfiehlt Barclays

Gold hat seit seinem Hoch zu Jahresbeginn 2026 deutlich an Wert verloren, ausgerechnet während einer geopolitischen Krise. Barclays empfiehlt fünf Minenwerte für die erwartete Erholung.

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• Barclays empfiehlt fünf Goldminenaktien für die erwartete Kurserholung
• Das Researchteam beziffert den fairen Goldwert auf 4.150 US-Dollar je Feinunze
• Die Preisprognosen für 2026 und 2027 liegen bei 4.791 und 4.900 US-Dollar

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Warum Barclays trotz des Kurssturzes auf Minenwerte setzt

Wie aus einem Bericht von MarketWatch vom 15. Juni 2026 hervorgeht, riet das Cross-Asset-Researchteam von Barclays unter Leitung von Lefteris Farmakis und Themistoklis Fiotakis in einer Analyse vom selben Tag zum gezielten Aufbau von Positionen in Goldminenaktien. Konkret nennt die Bank fünf Titel: Endeavour Mining, Hochschild Mining, Fresnillo, Newmont und Agnico-Eagle Mines. Die Auswahl deckt unterschiedliche Regionen und Profile ab. Newmont mit Sitz in den USA zählt zu den größten Goldproduzenten der Welt, der kanadische Konzern Agnico Eagle betreibt Minen in Nordamerika, Europa und Australien. Fresnillo aus Mexiko gehört zu den weltweit größten Silberproduzenten und fördert daneben Gold, während Hochschild Mining auf Edelmetalle in Südamerika ausgerichtet ist. Endeavour Mining zählt zu den größten Goldproduzenten Westafrikas.

Hintergrund ist die Einschätzung, dass der Goldpreis kurz vor einer Erholung stehe. Barclays beziffert den fairen Wert auf 4.150 US-Dollar je Feinunze und sieht den Markt nahe an diesem Niveau. An den Preisprognosen für 2026 und 2027 von 4.791 beziehungsweise 4.900 US-Dollar je Feinunze hält das Team fest, räumt aber ein, dass diese Ziele kurzfristig noch leicht nach unten korrigiert werden könnten. Da Minenwerte überproportional auf Bewegungen des Goldpreises reagieren, gelten sie als gehebelte Möglichkeit, auf eine solche Erholung zu setzen.

Zyklische Belastung statt struktureller Wende

Den Kurssturz erklärt Barclays mit einer Reihe vorübergehender Faktoren. Zum Zeitpunkt der Barclays-Analyse hatte Gold gegenüber seinem Hoch im Januar 2026 zeitweise rund 26 Prozent verloren, obwohl die seit Ende Februar 2026 von den USA und Israel gegen Iran geführte Eskalation den Markt prägte. Verantwortlich macht die Bank einen stärkeren US-Dollar, die Anziehungskraft steigender Aktienkurse auf risikobereites Kapital und eine überfüllte Positionierung, die den Abverkauf beschleunigte. Den Anstieg des Dollar-Index und eine zehnprozentige Rally im S&P 500 verknüpft Barclays rechnerisch mit etwa zehn Prozent des Goldrückgangs, den Rest mit der Auflösung gehebelter Positionen. Zusätzlich hätten Verkäufe der russischen und der türkischen Notenbank zur Stützung von Rubel und Lira belastet.

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Die strukturellen Treiber sieht Barclays dagegen unverändert intakt: anhaltende Inflation, geldpolitische Unsicherheit und die fortgesetzte Diversifizierung der Währungsreserven. Wie stark der Inflationskanal wirkt, zeigt eine Faustregel der Bank, wonach jeder zusätzliche Prozentpunkt Inflation den Goldpreis um rund fünf Prozent hebt. Der Energiepreisschock, den der Iran-Krieg im Frühjahr 2026 ausgelöst hatte, dürfte diesen Kanal nach Einschätzung von Barclays noch eine Weile stützen. Hintergrund ist die zeitweise Beeinträchtigung der Straße von Hormus, durch die laut JPMorgan Global Research rund 20 Prozent der weltweiten Ölmengen fließen. Den zweiten Pfeiler, die Notenbanknachfrage, belegen Daten des World Gold Council: 2025 kauften die Zentralbanken netto 863 Tonnen Gold. Das lag zwar unter den mehr als 1.000 Tonnen der drei Vorjahre, aber deutlich über dem Durchschnitt von 473 Tonnen der Jahre 2010 bis 2021.

Worauf es bei einem Comeback ankommt

Für die Erholung nennt Barclays drei Bedingungen, die zusammenwirken müssten. Das Team erwartet, dass der Abwärtstrend des US-Dollar wieder einsetzt, die Notenbanken zu beständigen Käufen zurückkehren und der Inflationsdruck anhält, auch als verzögerte Folge der zuvor gestiegenen Energiepreise. Sobald die geopolitische Anspannung nachlässt, sollen diese Kräfte den Goldpreis erneut nach oben treiben. Die Analyse bringt es auf den Punkt, dass Gold trotz aller Kursausschläge gerade in einer solchen Phase mit einem Aufschlag gehandelt werden sollte.

Dennoch macht die Bank auch Einschränkungen. Kurzfristig sei eine weitere Abwärtsbewegung innerhalb der eigenen Kursziele möglich, und die strukturellen Treiber wirkten nur langsam und kumulativ. Genau das erklärt aus Sicht von Barclays, warum Gold während der Krise im ersten Halbjahr 2026 nicht als sicherer Hafen funktionierte. Für Anleger, die der Argumentation folgen, bündeln die fünf empfohlenen Minenwerte diese Erholungswette in Aktienform, allerdings mit höherem Schwankungsrisiko als das physische Edelmetall.

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Dominik Maier, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, Africa Studio / Shutterstock.com

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