Goldpreis: Höchster Monatsverlust seit über 17 Jahren droht

Der Goldpreis gab im frühen Dienstagshandel um mehr als ein Prozent nach und steuert damit auf den stärksten Monatsverlust seit Oktober 2008 zu.
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von Jörg Bernhard
Bislang hat die Krisenwährung im Juni mehr als 12 Prozent verloren. Außerdem droht dem Goldpreis der erste Quartalsverlust seit 2024 und der stärkste Rückgang seit Q2 2013. Hintergrund ist, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben werde, um die anhaltend hohe Inflation einzudämmen. Der Dollarindex, der die US-Währung mit sechs anderen wichtigen Währungen vergleicht, legte hingegen zu und steuert auf den zweiten monatlichen Anstieg in Folge zu. Dadurch verteuert sich das in Dollar gehandelte Gold für Käufer aus anderen Währungsräumen. Die Anleger warten nun auf die Bekanntgabe der ADP-Arbeitsmarktdaten für Juni (Mittwoch) sowie den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht (Donnerstag), um weitere Hinweise über den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die erste Zinserhöhung bereits im September erfolgen wird, beläuft sich laut FedWatch-Tool des US-Terminbörsenbetreibers CME Group derzeit auf 63 Prozent.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 39,60 auf 3.999,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Anhaltende Unsicherheit
Der Ölpreis fiel im frühen Dienstagshandel zurück und steuert auf einen monatlichen Rückgang in Höhe von 19,3 Prozent (WTI) bzw. 19,6 Prozent (Brent) zu. Nun warten Anleger auf die weiteren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, während die seit vier Monaten andauernden Kämpfe trotz einer fragilen Waffenruhe weiterhin für Unsicherheit sorgen. Iranische und omanische Experten werden in den kommenden Tagen Gespräche über eine Neudefinition der Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus aufnehmen, erklärte Irans stellvertretender Außenminister Kazem Gharibabadi am gestrigen Montag im Staatsfernsehen. Zugleich kündigte er an, dass der Iran versuchen werde, Schiffe zu behindern, die außerhalb der festgelegten Routen verkehren.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,71 auf 70,04 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,61 auf 73,30 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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