Goldpreis fällt auf Elf-Wochen-Tief - Nahost-Eskalation belastet den Markt

Der Goldpreis fällt den vierten Tag in Folge. Im frühen Mittwochshandel rutschte er auf den tiefsten Stand seit elf Wochen ab.
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von Jörg Bernhard
Auslöser der Talfahrt waren der stärkere Dollar sowie steigende Ölpreise infolge der erneuten Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran. Dadurch nahmen die Sorgen vor höherer Inflation und Zinserhöhungen zu. Das US-Militär führte am Dienstag Angriffe gegen den Iran durch, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Teheran habe einen US-Apache-Hubschrauber in der Straße von Hormus abgeschossen. Dies und diverse iranische Gegenangriffe dämpften die Hoffnung auf eine Friedenslösung weiter gedämpft und ein ohnehin fragiler Waffenstillstand wurde zusätzlich belastet. Die Marktakteure warten nun auf wichtige US-Inflationsdaten. Im Fokus stehen insbesondere die Verbraucherpreisdaten (CPI) für Mai (14.30 Uhr) sowie die Erzeugerpreisdaten (PPI), die am Donnerstag folgen. Von ihnen erhoffen sich Anleger Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 88,60 auf 4.197,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Irankrieg sorgt für Preisschub
Der Ölpreis legte im frühen Mittwochshandel aufgrund der militärischen Eskalation zwischen dem Iran und den USA wieder zu. Als weiterer Grund gilt aber auch der erneute vom API gemeldete Lagerrückgang bei den Ölreserven, der mittlerweile achte in Folge. Mit einem Minus in Höhe von 9,1 Millionen Barrel wurden die Markterwartungen um ein Vielfaches übertroffen. Neue Impulse könnte der für den Nachmittag angekündigte "offizielle" Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) liefern. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich die gelagerten Ölmengen in der vergangenen Woche um drei Millionen Barrel reduziert haben.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,47 auf 88,67 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,46 auf 91,91 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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