Goldpreis: Zinssorgen belasten die Krisenwährung

Der Goldpreis wies im frühen Donnerstagshandel nach den gestrigen Fed-Statements negative Vorzeichen aus.
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von Jörg Bernhard
Aus den am Mittwoch veröffentlichten Prognosen der US-Notenbank geht hervor, dass mittlerweile neun der 19 Fed-Mitglieder davon ausgehen, den Leitzins noch in diesem Jahr anheben zu müssen. Zuvor hatte die Fed bei der ersten Sitzung unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh beschlossen, den Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group stieg die vom Markt erwartete Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im Dezember nach der Fed-Sitzung danach deutlich an. Sie liegt nun bei 85 Prozent, nachdem sie vor der Notenbankentscheidung noch bei 61 Prozent gelegen hatte. Nun warten die Marktakteure auf die Bekanntgabe der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und den Konjunkturausblick der Philadelphia Fed (beide 14.30 Uhr).
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 57,90 auf 4.323,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Talfahrt gewinnt wieder an Dynamik
Der Ölpreis fiel im frühen Donnerstagshandel deutlich zurück, nachdem die USA und der Iran ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet hatten. Dieses soll den Krieg mit dem Iran beenden, die Straße von Hormus wieder öffnen und die US-Sanktionen gegen iranische Ölexporte lockern. Dadurch haben sich die Aussichten für das weltweite Ölangebot deutlich verbessert. Das 14 Punkte umfassende Memorandum sieht eine 60-tägige Verhandlungsphase vor. Während dieses Zeitraums soll der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder ungehindert und gebührenfrei möglich sein. Zudem soll die wichtige Öl- und Gastransportroute innerhalb von 30 Tagen wieder ihre volle Kapazität erreichen. Die Internationale Energieagentur warnte am Mittwoch zudem, dass sich die aktuelle Versorgungsknappheit bei einer erfolgreichen Umsetzung des Abkommens bereits im kommenden Jahr in ein deutliches Überangebot verwandeln könnte. In ihrem Monatsbericht prognostiziert die Behörde für 2027 einen Angebotsüberschuss von rund 5,05 Millionen Barrel pro Tag, da zusätzliches Öl aus dem Nahen Osten auf den Weltmarkt zurückkehren dürfte.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,14 auf 74,65 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,95 auf 77,60 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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