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Rekordjagd pausiert: DAX im Rückwärtsgang - KI-Stresstest belastet


Rekordjagd pausiert: DAX im Rückwärtsgang - KI-Stresstest belastet

Nach neuen Rekordständen an den letzten drei Handelstagen zog es den DAX am Dienstag deutlicher südwärts.

Werte in diesem Artikel
Indizes

25,465.25 EUR -352.64 EUR -1.37 %

7,656.31 KRW -395.02 KRW -4.91 %

29,173.02 USD -524.86 USD -1.77 %

Der DAX schloss um 1,37 Prozent im Minus bei 25.465,25 Zählern, nachdem er bereits knapp in der Verlustzone gestartet war.

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DAX-Rekordlauf in den letzten Tagen

Von Donnerstag bis zum gestrigen Montag hat der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das Allzeithoch stammt von gestern und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Montags-Schlusskurs von 25.817,89 Zählern ging er auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.

Experten mit Zweifel an Rally

Bereits in den vergangenen Tagen hatten Experten Zweifel an der Nachhaltigkeit der DAX-Rally geäußert. Charttechniker Christoph Geyer sprach von einem inzwischen überkauften Markt, während Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank auf die zuletzt "relativ schwachen Umsätze" verwiesen hatte.

Berichtssaison wirft ihre Schatten voraus

Die deutliche Schwäche der KI-Werte am Morgen in Asien machte auch den europäischen Börsen am Dienstag das Leben schwer. Der südkoreanische KOSPI, zuletzt zum Sinnbild der KI-Rally geworden, sackt sichtlich ab. Die Aktien von Samsung nach Eckdaten zum zweiten Quartal zeitweise sogar zweistellig.

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Die Resultate seien auf den ersten Blick zwar hervorragend gewesen, stellte Marktbeobachter Stephen Innes fest. Die Samsung-Aktien seien aber bereits so hoch bewertet gewesen, dass die Erwartungen kaum noch übertroffen werden konnten ("priced for perfection"). Der "erste KI-Stresstest" habe nun nicht geklappt.

Insgesamt verändere sich gerade die Erwartungshaltung, erklärte Innes. Nicht mehr die aktuelle starke KI-Nachfrage sei entscheidend, sondern ob das Tempo dynamisch genug bleibe, um die bereits hohen Bewertungen zu rechtfertigen.

>Ende des leichten Geldes: Wachstumsgetriebene Halbleiterwerte vor zyklischer Rotation

Hinzu komme, dass die US-Bank Morgan Stanley einen Wandel im KI-Markt sieht: weg von Chips und hin zu Hyperscalern, ergänzte er. Das leicht verdiente Geld mit wachstumsgetriebenen Chip- und Speicheraktien dürfte zunehmend einer breiteren zyklischen Rotation weichen, die durch den Iran-Krieg unterbrochen worden sei. Nun aber fielen die Ölpreise wieder und die Zinsen stabilisierten sich.

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Ritterschlag an der Wall Street: SpaceX schafft den Sprung in den NASDAQ 100

Am Nachmittag rückt in den USA SpaceX in den Fokus mit der Aufnahme in den NASDAQ 100-Index. Dies zwingt passive Indexfonds zunächst zu Käufen der Aktie, die danach üblicherweise abflauen und die Neueinsteiger oft unter Druck setzen. Von Unternehmensseite stehen keine wichtigen Termine an. Bei den Konjunkturdaten wird etwas auf die US-Handelsbilanz für Mai geblickt.

Fokus auf dem NATO-Gipfel: Ankara-Treffen rückt Rüstungsaktien ins Rampenlicht

Der laufende NATO-Gipfel in der Türkei rückte Rüstungswerte in den Mittelpunkt. Mit Spannung wird auf die weitere Entwicklung um den Milliardenauftrag von Kanada an die U-Bootwerft TKMS geblickt. Dieser gilt als klares politisches Signal in Richtung Europa und Nordpolar-Flotte, da auch Norwegen den selben U-Boot-Typ kauft.

Claudia Stephan, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires

Bildquellen: Stonel / Shutterstock.com, thodonal88 / Shutterstock.com

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