Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis steuert auf zweiten Wochenverlust in Folge zu - was das Edelmetall belastet

12.06.26 07:23 Uhr

Gold gerät ins Rutschen: Zweiter Wochenverlust zeichnet sich ab | finanzen.net

Trotz der starken Erholungstendenz im frühen Freitagshandel droht dem Goldpreis das zweite Wochenminus in Folge. Dieses beläuft sich aktuell auf 3,4 Prozent.

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Derzeit belasten vor allem die Sorgen über die Inflation sowie befürchtete Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed. Die EZB erhöhte bereits am gestrigen Donnerstag - erstmals seit fast drei Jahren - die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 59 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens eine Zinssenkung um 25 Basispunkte sehen werden. Für erhöhte Aufmerksamkeit dürfte nun der von der Uni Michigan ermittelte Index zum Konsumentenvertrauen (16.00 Uhr) sorgen. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich dieser gegenüber dem Vormonat von 44,8 auf 46,0 Punkte erholt haben. Zur Erinnerung: Seit Beginn des Krieges mit dem Iran hat Gold rund 20 Prozent an Wert verloren. Ein solcher Rückschlag hat an den Aktienmärkten eine besondere Bedeutung, weil er häufig als Grenze zwischen einer normalen Korrektur und einem Bärenmarkt betrachtet wird.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 6.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 101,40 auf 4.215,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Rote Vorzeichen zum Wochenende

Der Ölpreis gab im frühen Freitagshandel nach und weitete damit die Verluste des Vortages aus. Auslöser war die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, geplante Angriffe auf den Iran abzusagen. Dadurch gingen die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Konflikts zurück, nachdem sich beide Seiten zu Wochenbeginn gegenseitig angegriffen hatten. Am gestrigen Donnerstag hatte der Iran die Schließung der Straße von Hormus angekündigt und erklärt, dass jedes Schiff, das die Meerenge passieren wolle, unter Beschuss geraten könne. Das US-Militär erklärte jedoch über soziale Medien, dass Handelsschiffe die Wasserstraße weiterhin passieren würden.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 6.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,48 auf 86,23 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,63 auf 88,75 Dollar zurückfiel.


von Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock.com

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