Iran-Krieg im Blick: DAX stabil -- TKMS: Haushaltsausschuss billigt Fregattenkauf -- VW berät über Sparpläne -- Intel, BYD, NVIDIA, SpaceX, SK hynix, DEUTZ im Fokus
Aktien von Rheinmetall und RENK schwächeln nach gestrichener Kaufempfehlung weiter. Airbus sieht langfristig steigende Nachfrage. SCHOTT Pharma: Umsatz- und Ergebnisprognose angehoben. Nordex verzeichnet deutliches Auftragsplus bei stabilen Margen. Fielmann: Gedämpfte Kauflust der Verbraucher belastet Ausblick. Südzucker mit Ergebnissprung - Umsatzprognose angehoben.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt stabilisiert sich am Donnerstag nach kräftigen Vortagesverlusten.
So ging der DAX mit einem Plus von 0,80 Prozent bei 25.097,48 Punkten in den Handelstag und kehrt damit direkt wieder zur 25.000-Punkte-Marke zurück, die das Barometer tags zuvor abgegeben hatte. Auch im Anschluss bleibt der Leitindex in der Gewinnzone, wenngleich das Plus deutlich kleiner wird.
Der TecDAX legte zur Startglocke ebenso 0,18 Prozent auf 3.752,68 Zähler zu. Im Verlauf baut der Techwerteindex die Gewinne etwas weiter aus.
Nach dem kräftigen Kursrutsch am Vortag erholt sich der DAX am Donnerstag etwas. Noch am Montag hatte der deutsche Leitindex mit 25.900 Punkten ein neues Rekordhoch markiert, bevor er zeitweise bis auf 24.830 Punkte zurückfiel. Grund für den Einbruch war zum einen die eingetrübten Stimmung für KI-Wert, zum anderen die erneute Verschärfung der Lage im Nahen Osten, welche Ängste vor steigenden Ölpreisen, anziehender Inflation und einer Belastung der Wirtschaft schürte.
Die Gemengelage bleibt widersprüchlich: Trotz der von Präsident Trump für beendet erklärten Waffenruhe und weiteren gegenseitigen Angriffen, sei der Iran laut Trump gleichzeitig an einem Rahmenabkommen mit den USA interessiert. Irans Außenminister Araghtschi stellte jedoch klar, dass Gespräche über eine endgültige Vereinbarung erst möglich seien, wenn die Drohungen aufhörten. Fest steht, dass die Ölpreise seit Wochenbeginn um rund zehn Prozent gestiegen sind, was die Sorgen vor Preisauftrieb und einer möglichen Reaktion der Notenbanken weiter befeuert.
"Monatelang entwickelte sich der Iran-Konflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank laut dpa die jüngsten Entwicklungen.
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Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstag freundlich.
Der EURO STOXX 50 notierte zum Sitzungsstart 0,51 Prozent fester bei 6.236,41 Punkten und legt auch in der Folge merklich zu.
Zwar setzten die USA ihre Angriffe auf iranische Ziele in der Nacht fort, doch relativierte Präsident Trump seine vorherigen Aussagen zum Ende der Waffenruhe und stellte klar, keine umfassende Wiederaufnahme des Krieges anzustreben. Händler äußerten die Einschätzung, dass die Märkte die angespannte Situation im Nahen Osten zuvor zu sorglos eingepreist hätten und der Kursrückgang vom Vortag lediglich eine realistischere Bewertung längst bekannter Risiken widerspiegele.
Von der Societe Generale hieß es zum Sitzungsprotokoll der Fed, dieses lasse auf eine eher restriktive Geldpolitik schließen - eine baldige Zinserhöhung im Juli gelte angesichts des schwächeren US-Arbeitsmarktberichts für Juni allerdings als unwahrscheinlich. Zusätzlich positive Signale kamen aus China, wo steigende Erzeugerpreise auf eine wirtschaftliche Erholung und künftig höhere Industriegewinne hindeuten.
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Ein drohendes Ende der Waffenruhe im Iran belastete die US-Aktienmärkte zur Wochenmitte.
Der Dow Jones Industrial konnte sich der schwachen Marktstimmung nicht entziehen und schloss mit einem Abschlag von 1,09 Prozent bei 52.347,97 Punkten.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite gab zunächst nach, kämpfte sich im Handelsverlauf aber nach vorn und ging schlussendlich mit einem kleinen Plus von 0,20 Prozent bei 25.870,65 Punkten in den Feierabend.
US-Präsident Donald Trump hat Zweifel am Status eines vorläufigen Friedensabkommens mit dem Iran geäußert und erklärt, die Vereinbarung sei hinfällig. Der Aussage von Trump waren neuerliche gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Darauf hatten die USA auch die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder in Kraft gesetzt.
Die Ölpreise reagierten mit deutlichen Aufschlägen auf die Eskalation rund um den Nahen Osten. Die Wiederaufnahme der Schiffspassagen durch die Straße von Hormus gerät mit der Entwicklung wieder in Gefahr, wodurch die globale Ölversorgung beeinträchtigt werden dürfte. Allerdings scheint Trump die Tür für weitere Verhandlungen mit dem Iran offen zu lassen.
Der Ölpreisanstieg entfachte wieder Inflationsängste und damit Spekulationen auf Zinserhöhungen.
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Die Börsen in Asien präsentierten sich am Donnerstag mit unterschiedlichen Vorzeichen.
In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich um 1,38 Prozent auf 67.743,85 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland war unterdessen auch ein Plus zu sehen: Der Shanghai Composite legte um 1,65 Prozent zu auf 4.036,59 Zähler.
Der Hang Seng verlor schließlich 0,70 Prozent auf 24.030,18 Einheiten.
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Donnerstag nach der jüngsten Zuspitzung im Iran-Konflikt gespalten. Auslöser der Anspannung war die Ankündigung von US-Präsident Trump, den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran als beendet zu betrachten, gefolgt von erneuten US-Angriffen auf iranische Ziele. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando sollen diese Attacken Teherans Möglichkeiten begrenzen, den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu stören.
Die asiatischen Indizes verzeichneten teilweise nur leichte Verluste, was unter anderem an der robusten Vorlage der Wall Street lag. Zusätzlich wirkte stabilisierend, dass der Ölpreis nach dem kräftigen Anstieg vom Vortag bei etwa 79 Dollar zunächst eine Pause einlegte. Auch das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der letzten Fed-Sitzung sorgte für keine Überraschungen, da die Notenbanker signalisierten, die Zinsen vorerst stabil zu halten und nur bei nachlassendem Inflationsdruck über Senkungen nachzudenken.
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