DAX beendet Handel so hoch wie nie zuvor -- Wall Street schließt uneins -- KNDS-IPO auf Eis -- Tesla-Bulle empfielt SpaceX -- Reformpaket, Amazon, Palantir, Chipaktien, Bayer, BYD, Micron im Fokus
Tesla überrascht bei Auslieferungen. Bernstein dämpft Erwartungen vor Continental-Zahlen. Infineon eröffnet neues Halbleiterwerk in Dresden. Google-Milliardenstrafe bestätigt. Roche-Hoffnungsträger Divarasib überzeugt in Lungenkrebs-Studie. Regierungseinstieg bei OpenAI? Rheinmetall überzeugt mit neuem Deal. SAP zieht die Sparbremse an - KI hat jetzt Vorrang.
Marktentwicklung
Am deutschen Aktienmarkt ging es den dritten Tag in Folge aufwärts.
Der DAX gewann zum Start nur marginal und verzeichnete im Verlauf kräftige Aufschläge. Am Nachmittag erzielte er bei über 25.655,82 Punkten ein neues Rekordhoch. Er beendete den Tag letztlich mit einem Plus von 2,16 Prozent bei 25.580,88 Zählern - und damit so hoch wie nie zuvor.
Der TecDAX startete tiefer und rutschte im Verlauf deutlicher in die Verlustzone ab. Gegen Handelsende wurden die Abschläge jedoch wieder kleiner. Sein Schlussstand: 3.884,47 Punkte (-0,12 Prozent).
Analyst Tim Ritschar vom Broker Activtrades sah unterdessen aus technischer Sicht "den alles entscheidenden Durchbruch" geschafft. Der DAX habe am Vortag dank eines moderaten Plus oberhalb der "magischen Schallmauer" von 25.000 Punkten geschlossen. Trotz aller chronisch negativen Nachrichten zur deutschen Wirtschaft setzten die Investoren auf eine bessere Zukunft.
Diskutiert wurden am Markt auch die Reformbeschlüsse der Bundesregierung. "Die Reformmaßnahmen gehen in die richtige Richtung. Die von den Koalitionären beschlossen Veränderungen sind nicht der große Wurf, doch es beweist die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung und den Willen zur Veränderung", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.
Der US-Arbeitsmarktbericht verhalf dem DAX am Nachmittag zum finalen Schub in Richtung Rekordhoch. Die Zahl der Beschäftigten in den USA legte im Juni deutlich schwächer zu als erwartet, was angesichts der Zinsaussichten bei den Anlegern gut ankam. "Die Fed dürfte die Daten als Bestätigung sehen, die Leitzinsen trotz deutlich erhöhter Inflation bis auf Weiteres unverändert zu halten", meint der Chefvolkswirt Johannes Mayr von Eyb & Wallwitz.
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Die europäischen Aktienmärkte legten am Donnerstag leicht zu.
Der EURO STOXX 50 startete minimal tiefer, im Verlauf ging es dann nach oben. Zeitweise wurde ein neues Rekordhoch aufgestellt. Er beendete den Tag 1,16 Prozent höher bei 6.355,36 Punkten.
Höhepunkt des Tages war die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten für Juni. Der Beschäftigungsaufbau in den USA fiel im Juni deutlich geringer aus als von Volkswirten angenommen, zudem wurden die Zahlen der Vormonate merklich nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote gab leicht nach, was jedoch auf eine niedrigere Erwerbsbeteiligung zurückzuführen war. Bei den Löhnen zeigte sich eine Entwicklung im Rahmen der Erwartungen.
Die am Vortag veröffentlichten ADP-Daten waren etwas schwächer als erwartet ausgefallen. Private Unternehmen schufen im Juni netto 98.000 Stellen, Ökonomen hatten mit 110.000 neu geschaffenen Stellen gerechnet. Die Nachrichtenlage ist weiter sehr dünn.
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Die Wall Street zeigte sich vor dem langen Wochenende mit ungleicher Tendenz.
So stand zur Startglocke für den Dow Jones Industrial ein Plus an der Kurstafel. Anschließend ging es weiter nach oben. Er markierte dabei ein neues Rekordhoch. Letztlich verabschiedete sich das Börsenbarometer 1,14 Prozent höher bei 52.899,24 Punkten.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung minimal höher, im weiteren Handel fiel er jedoch ins Minus zurück, wo er den Tag 0,8 Prozent schwächer bei 25.832,67 Zählern beendete.
Der stark beachtete US-Arbeitsmarktbericht sorgte bereits am Donnerstag für spürbaren Auftrieb.
Da die US-Wirtschaft im Juni nur etwa halb so viele neue Jobs schuf wie vorab prognostiziert, dürfte dies laut Einschätzung der Landesbank Helaba die zuletzt gewachsene Sorge vor einer weiteren Leitzinserhöhung abschwächen. Das käme den Aktienmärkten zugute, da steigende Zinsen Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Papieren wie Anleihen weniger attraktiv machen.
Normalerweise wird der monatliche Arbeitsmarktbericht am ersten Freitag des Folgemonats veröffentlicht. Da der Nationalfeiertag am 4. Juli in diesem Jahr jedoch auf einen Samstag fällt, wird er bereits am Freitag zuvor begangen, weshalb die US-Börsen an diesem Tag geschlossen bleiben.
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An den Börsen in Fernost zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich.
In Tokio fiel der Nikkei 225 zuletzt um 2,47 Prozent auf 68.733,15 Zähler.
Auf dem chinesischen Festland verlor daneben der Shanghai Composite 2,03 Prozent auf 4.028.90 Inndexpunkte.
Der Hang Seng in Hongkong hatte nach der Pause vom Vortag Nachholbedarf und legte gegen den Trend 0,76 Prozent auf 23.055,03 Punkte zu.
Erneut uneinheitlich tendierten die Börsen in Asien am Donnerstag. Heftige Kursverluste verzeichneten Aktien von Chipherstellern. Der Sektor war am Vorabend in den USA schon abverkauft worden. Belastend wirkten unter anderem Pläne von Meta Platforms zum Aufbau eines Cloud-Geschäfts mit dem Ziel, überschüssige KI-Rechenleistung zu verkaufen. Auch nahmen Anleger Gewinne mit, nachdem der Sektor im ersten Halbjahr gut gelaufen war.
Neue Inflationsdaten hatten derweil keinen Einfluss auf das Geschehen am Aktienmarkt; der Preisauftrieb in Südkorea erreichte zwar im Juni das höchste Niveau seit 30 Monaten, deckte sich aber mit der Konsensschätzung von Ökonomen.
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