Kryptowährung

Bitcoin-verliert: Tiefster Stand seit 21 Monaten - Zinssorgen belasten weiter

01.07.26 15:42 Uhr

Bitcoin stürzt ab: Tiefster Kurs seit 21 Monaten | finanzen.net

Der Bitcoin ist am Mittwoch aus seinem jüngsten Seitwärtstrend nach unten ausgebrochen und auf ein 21-Monats-Tief gefallen.

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Die älteste und bekannteste Kryptowährung war im frühen Handel auf der Plattform Bitstamp bis auf 57.735 US-Dollar abgesackt. Dies war der niedrigste Stand seit Mitte September 2024.

Zuletzt notierte der Bitcoin bei gut 58.600 Dollar und damit wieder innerhalb der seit knapp einer Woche geltenden Spanne zwischen 58.000 und knapp 61.000 Dollar. Anfang Juni hatte die Kryptowährung noch deutlich über 70.000 Dollar notiert.

Der Bitcoin leidet aktuell insbesondere unter den Inflationsgefahren durch die zwischenzeitlich hohen Energiepreise im Zuge des Iran-Kriegs. Es wird befürchtet, dass die US-Notenbank mit höheren Leitzinsen gegensteuern könnte, um Zweitrundeneffekte zu bekämpfen. Dies wiederum wäre eine schlechte Nachricht für Investoren, die in risikobehafteten Anlagen wie Kryptowährungen engagiert sind, die keine Zinsen abwerfen.

Erst jüngst hatte US-Notenbankchef Kevin Warsh bei seinem ersten Auftritt als Vorsitzender der Notenbank die Bedeutung der Preisstabilität besonders hervorgehoben. An den Finanzmärkten wurde dies als Hinweis für eine mögliche Zinserhöhung im weiteren Verlauf des Jahres gedeutet.

Als Belastung für den Bitcoin hinzukämen geopolitische Risiken und eine insgesamt vorsichtigere Risikobereitschaft der Anleger, ergänzte Marktexperte Timo Emden von Emden Research. Gleichzeitig konkurriere die Kryptowährung verstärkt mit KI-getriebenen Technologiewerten um frisches Kapital.

Dass in einem solchen Umfeld nun selbst Schnäppchenjäger mit angezogener Handbremse agierten, unterstreiche die unsichere Konstellation, fuhr Emden fort. Sollte die Abwärtsspirale weiter rotieren, könnte dies erneut einen Ausverkauf auslösen.

Aus markttechnischer Sicht fiel negativ ins Gewicht, dass der Bitcoin zur Wochenmitte deutlich die 200-Wochen-Durchschnittslinie gerissen hat. Sie ist ein Maßstab für die sehr langfristige Entwicklung. Ein dauerhaftes Unterschreiten dieser Linie kann einen Bärenmarkt signalisieren, also einen längeren Zeitraum sinkender Kurse.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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